wunsch (neue version)

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
Klimperer

Beitragvon Klimperer » 03.07.2014, 19:38

den rest meines lebens
könnte ich damit verbringen
das wörterbuch zu lesen
langsam wort für wort
in jedem wort mich erkennen
wiedererkennen
den abgrund meiner unwissenheit
lange bei liebe verbleiben
bei schlaf einschlafen
bei humor lächeln
bei vergessen erinnern




Alte version:

Im Sarg
mit einem dicken Wörterbuch ...
Was wollte ich mehr?
Zuletzt geändert von Klimperer am 09.07.2014, 18:20, insgesamt 2-mal geändert.

Klimperer

Beitragvon Klimperer » 09.07.2014, 10:44

Hallo Aram!

Im Prinzip hast du Recht. Nur, wie soll es funktionieren, wenn man Kurzlyrik schreibt?

Einen schönen Tag
wünsche ich dir

Carlos

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Pjotr
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Beitragvon Pjotr » 09.07.2014, 12:02

Ich sehe es wie Aram, weiß aber auch keine Lösung.

Aber vielleicht reicht ja eine einzige zusätzliche Zeile schon. Es geht um Genuss ...

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birke
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Beitragvon birke » 09.07.2014, 12:49

naja, entweder steht der text für sich, dann braucht die entstehungsgeschichte an sich nicht zu interessieren
(ich denke, dann würde ich wohl auch statt "sarg" den "himmel" bevorzugen ;))

wobei die geschichte dazu natürlich einfach auch schön ist.

oder aber man flechtet etwas davon tatsächlich noch ein,
würde den text halt verändern... erweitern...

ein gedanke, der mir hierzu kommt, ist das

"wörterbuch, aus dem ich leben schöpfe" ...

mlg,
birke
wer lyrik schreibt, ist verrückt (peter rühmkorf)

https://versspruenge.wordpress.com/

Mucki
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Beitragvon Mucki » 09.07.2014, 13:00

Ja, diesen Satz finde ich gut, Diana. Aber dann müsste da wirklich "Himmel" stehen, damit es passt.

Klimperer

Beitragvon Klimperer » 09.07.2014, 13:11

Ich werde es ändern!

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Zefira
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Beitragvon Zefira » 09.07.2014, 13:15

Genug zu lesen
für die Ewigkeit.


?

"Himmel" würde ich übrigens meiden. Vom Himmel hat jeder eine andere Vorstellung, und viele Leser geraten vielleicht in die Irre, weil sie meinen, im Himmel müsse man sich auch mit Nichtdeutschen verständigen und bräuchte das Wörterbuch dazu.
Vor der Erleuchtung: Holz hacken, Wasser holen.
Nach der Erleuchtung: Holz hacken, Wasser holen.

(Ikkyu Sojun)

Mucki
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Beitragvon Mucki » 09.07.2014, 18:10

Wow, das nenn ich eine Metamorphose, Carlos!

Setzt du noch die alte Version darunter, damit man den enormen Unterschied sieht?

Saluditos
Gabriella

ecb

Beitragvon ecb » 09.07.2014, 18:32

Ich fand gerade das leicht Schwarzhumorige und auch Schwermütige der ersten Fassung so schön, und ich hatte eine ziemlich komplette Vorstellung von dem, was du da treibst, Carlos, auch ohne die kleine Entstehungsgeschichte.
Leider bin ich wohl zu spät dran, denn nun hast du schon geändert (ich finde, du solltest deine poetischen Einfälle besser verteidigen). Vielleicht kann man die Gestimmtheit dieses Gedichts nur von einem gewissen Alter an verstehen?

Liebe Grüße
Eva

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birke
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Beitragvon birke » 09.07.2014, 18:48

das ist auch sehr schön, lieber carlos, ja!
allerdings aus meiner sicht ein komplett anderer text.

warum nicht beide bestehen lassen, sie sind doch komplett unterschiedlich.

(der erste gefällt mir nämlich auch!)

lg,
birke
wer lyrik schreibt, ist verrückt (peter rühmkorf)

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