hinter den fenstern das branden

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
DavidK88

Beitragvon DavidK88 » 21.09.2012, 00:51

hinter den fenstern das branden
leerer blätter aus kopierern.
ein blick nach draußen und du staunst
über die schwarmintelligenz
der sterne im sommer –
fast stündlich erlöschen
ihre ip-adressen und du
trittst erst spät in das geräusch
der zeitungen auf den straßen.
hinter geschlossenen augen hörst du
das feuer in ihrem knistern

___
Auszug aus meinem Zyklus "Metropolen"

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Ylvi
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Beitragvon Ylvi » 22.09.2012, 20:39

David hat geschrieben:Als ich das Gedicht schrieb, dachte ich bei "Schwarm" auf der Naturebene an Bienenschwäme, viel stärker war aber die Assoziation zu kollektiver Intelligenz, die vor allem im Zusammenhang mit dem Internet als "Schwarmintelligenz" bezeichnet wird. Jetzt habe ich aber gelesen, dass der Begriff auch im Zusammenhang mit Meerestieren verwendet wird. Würde man als Erstes also in die Richtung lesen, wäre das Bild recht schief.
Der Internet/kollektive Intelligenz Bezug ist sowieso mit angesprochen. Dieses Ineinanderspielen von Natur (Mensch) und "Technik" zieht sich doch durchs ganze Gedicht. Aber warum wird es auf Bildebene mit Fischen schiefer als mit Bienen? :spin2:
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)

Jelena

Beitragvon Jelena » 23.09.2012, 12:57

Ich finde die Mischung von Spätsommer und erlöschenden IP- Adressen: Sommererlöschen und leere digitale Welt, sehr fantasievoll. Schwarmintelligenz gefällt mir auch.
Ich stolpere aber sehr über die Zeitungen. Eine Zeitung ist oldfashioned im Vergleich zur Thematik. Ich bringe sie in deinem Gedicht von der Bedeutung und im Zusammenhang mit den Lauten vom Feuer einfach nicht unter.

Aber ich mag den Beginn sehr, sehr!

DavidK88

Beitragvon DavidK88 » 23.09.2012, 23:25

Danke auch, Jelena, für deinen Kommentar. Er bestärkt mich bezüglich meiner Gedanken zum Schluss des Gedichtes.
Letztlich wird es darauf hinauslaufen, dass ich die letzten beiden Verse umschreibe (können auch mehr als zwei Verse werden) und ein oder zwei Redundanzen streiche. Wie genau ich die ändere, steht noch offen.

Gerda

Beitragvon Gerda » 24.09.2012, 08:25

Hallo David,

mein Eindruck ist ein verworrener. (keinen Kommentar gelesen). Ich bekomme den Text nicht zu fassen. Das Meer schwappt in die Kopiererer, das Paier verbrennt und die Schwarmintelligenz erinnert mich seltsam an Frank Schätzings roman "Der Schwarm". ;-)
Der Text hat für mich etwas fantasy- und sciencefiction-mäßiges und ist auch überfrachtet mit Metaphern, die nicht unbedingt auf ein "branden hinter den fenstern" verweisen sondern eher ein Branden vor den Fenstern, zumal du geschrieben hast, der Text sei aus dem Zyklus "Metropolen" entnommen.
auf mich wirkt es seltsam zusammengeschraubt und inkonsistent.
Meine 5 Cent.

Liebe Grüße
Gerda

DavidK88

Beitragvon DavidK88 » 27.09.2012, 23:59

Ich habe eine Lösung gefunden, die letzten beiden Verse zu ersetzen, damit es runder wird und werde sie mal die Tage posten.


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