es war einmal ein rabe
dieser rabe war nicht mehr jung
in den nächsten zeilen würde er sterben
wie still es danach war
als würde man ihn bereits vergessen
es war unmöglich ihn zu sehen
sah man ihn..sah man sich
er starb
er starb für uns
er starb weil wir ihn sahen
weil wir sahen was er in der luft tat
der rabe war tot
doch er lebte
er lebte obwohl er gestorben war
er träumte er könnte das und als er erwachte
lag er im sterben
immer wenn es nacht wird
fliegen die toten raben in der luft
keiner kann zittern wie sie
der rabe
Ich habe mir das Gedicht immer mal wieder durchgelesen und muss zugeben: Ich verstehe es nicht. Ich lese durchaus eine Tendenz zum Ironischen (allein durch die betont-schlichte Sprache), ich verstehe aber nicht, WAS ironisch dargestellt werden soll. Vielleicht wirklich die christliche Lehre selbst, in der es ja oft heißt "Für uns gestorben" - und hier ist es "nur" ein Rabe? Oder "das" Gedicht schlechthin soll ad absurdum geführt werden - in den nächsten zeilen würde er sterben (- wir Autoren können leben lassen und sterben lassen, ganz wie's uns beliebt)?
Eine beklemmende Stimmung will sich bei mir nicht einstellen. Muss sie auch nicht (und zeigt, wie verschieden hier - naturgemäß - gelesen wird), aber ich frage mich schon, was genau diese fast kindliche Sprache transportieren soll.
Eine beklemmende Stimmung will sich bei mir nicht einstellen. Muss sie auch nicht (und zeigt, wie verschieden hier - naturgemäß - gelesen wird), aber ich frage mich schon, was genau diese fast kindliche Sprache transportieren soll.
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