In der Hängematte
Leicht, ganz leicht
schwingen unter
saphirnem Himmel, der sich
mit Knospen schmückt.
Ungeschmiedet
winken Ornamente, ich
häng meine Pläne dazu
ins Blaue.
Und bekränze mich
mit verschwendeter Zeit.
Lamettafassung:
Leicht, ganz leicht
schwingen unter
saphirnem Gewölbe, das sich
mit Kirschknospen schmückt.
Im Takt des Ostwinds
winken ungeschmiedet
perlende Ornamente, ich
häng meine Pläne dazu
ins Blaue.
Und lass mich bekränzen
mit einem Diadem aus
geschenkter Zeit.
In der Hängematte
-
Gerda
Liebe leonie,
ich tue mich immer noch schwer,
In der ersten Strophe sind es die Knospenkugeln die mich raushauen.
Der saphirne Himmel ist ein strahlendes, klares Bild, das mir Weite vermittelt. Ich weiß nicht, was Knospenkugeln mir vermitteln möchten. Sollen das Wolken sein oder Verzierungen im Gewölbe ?
Die mittlere Strophe finde ich, in sich stimmig und gut.
Das "sich bekränzen", empfinde ich seltsam. Für mich hört es sich an, als würde das Lyrich sich selbst eine besondere Ehrung zuteil werden lassen. (Helden, Krieger, Sportler wurden/werden bekränzt). Ich bekomme das Bild nicht übertragen)
Mir fehlt insgesamt ein Nenner, ohne jetzt mathematisch werden zu wollen
, der das ganze auf sich vereinigt.
Liebe Grüße
Gerda
ich tue mich immer noch schwer,
In der ersten Strophe sind es die Knospenkugeln die mich raushauen.
Der saphirne Himmel ist ein strahlendes, klares Bild, das mir Weite vermittelt. Ich weiß nicht, was Knospenkugeln mir vermitteln möchten. Sollen das Wolken sein oder Verzierungen im Gewölbe ?
Die mittlere Strophe finde ich, in sich stimmig und gut.
Das "sich bekränzen", empfinde ich seltsam. Für mich hört es sich an, als würde das Lyrich sich selbst eine besondere Ehrung zuteil werden lassen. (Helden, Krieger, Sportler wurden/werden bekränzt). Ich bekomme das Bild nicht übertragen)
Mir fehlt insgesamt ein Nenner, ohne jetzt mathematisch werden zu wollen
, der das ganze auf sich vereinigt.Liebe Grüße
Gerda
Hallo Leonie,
ich tu mir auch in der neuen Fassung schwer mit dem verbliebenen Lametta. .-) Aber der leichte Hängemattenstoff ohne Ausschmückung gefällt mir, weil er so gar nichts "will" und damit sich selbst erfüllt. Für mich würde es in diese Richtung gehen.
In der Hängematte
Leicht, ganz leicht
schwingen unterm Himmel
Pläne ins Blaue hängen
und mich bekränzen
mit verschwendeter Zeit
Liebe Grüße
Flora
edit: Das "Bekränzen" und die "verschwendete" Zeit sind für mich sehr klar und schön gesetzt. Ich habe da gleich eine Vorstellung, wie LIch sonst "unterwegs" ist, dass es sich dafür "ehren" kann, dass es das schafft, dort einmal einfach "abzuhängen", die Pläne loszulassen.
ich tu mir auch in der neuen Fassung schwer mit dem verbliebenen Lametta. .-) Aber der leichte Hängemattenstoff ohne Ausschmückung gefällt mir, weil er so gar nichts "will" und damit sich selbst erfüllt. Für mich würde es in diese Richtung gehen.
In der Hängematte
Leicht, ganz leicht
schwingen unterm Himmel
Pläne ins Blaue hängen
und mich bekränzen
mit verschwendeter Zeit
Liebe Grüße
Flora
edit: Das "Bekränzen" und die "verschwendete" Zeit sind für mich sehr klar und schön gesetzt. Ich habe da gleich eine Vorstellung, wie LIch sonst "unterwegs" ist, dass es sich dafür "ehren" kann, dass es das schafft, dort einmal einfach "abzuhängen", die Pläne loszulassen.
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)
Hallo, Ihr zwei,
Gerda, die Knospenkugeln sind der Ursprungsidee geschuldet. Ich wollte einfach so gerne das Bild weitergeben, aber es funktioniert nicht richtig.
Danke, Flora, für Deinen Vorschlag, der gefällt mir auch. Vielleicht speicher ich mir wieder zwei Versionen ab und schaue, ob ich die "Schmuckidee" im Bezug auf den Himmel wirklich brauche und evtl. auch ncohmal anders umsetzen kann...
Danke und liebe Grüße
leonie
Gerda, die Knospenkugeln sind der Ursprungsidee geschuldet. Ich wollte einfach so gerne das Bild weitergeben, aber es funktioniert nicht richtig.
Danke, Flora, für Deinen Vorschlag, der gefällt mir auch. Vielleicht speicher ich mir wieder zwei Versionen ab und schaue, ob ich die "Schmuckidee" im Bezug auf den Himmel wirklich brauche und evtl. auch ncohmal anders umsetzen kann...
Danke und liebe Grüße
leonie
Hallo Leonie!
Ich nochmal
Nach wiederholtem Lesen finde ich die Ursprungsfassung eigentlich ziemlich vielversprechend. Trotzdem wirkt sie nicht...Ich vermute mal, das liegt daran, dass du den einzelnen Bildern nicht genügend Raum gibst.
Nimm den ersten Abschnitt: Da hocken das "Schwingen", eine Bewegung, und das "Gewölbe", ein großes Beispiel für Ruhe, nebeneinander - das tut beiden nicht gut, mindert beide in ihrer Wirkung.
Nun kann man natürlich Floras Weg gehen und einfach eines der beiden rauswerfen, aber ich glaube, der andere Weg wäre auch gangbar: beiden mehr Raum zu geben.
Mit den Kirschknospen ist es dasselbe, finde ich: Sie sollen Schmuck sein, müssen sich aber im Gedicht selbst mit einer einfachen, schlichten Nennung begnügen. Schmück doch sie selbst aus!
Knospengeschmückt, geschmückt mit der Kirsche erwachenden Blüten
Wie nicht anders zu erwarten, schreibe ich einen Hexameter als Beispiel
Aber es geht ja ums Grundsätzliche - deine Worte wären da sicher andere. Doch bei mir würde das wohl so aussehen: Einen Hexameter für die schwingende Hängematte, einen für das Gewölbe, einen für den Schmuck, einen für die Ornamente, einen für die Pläne; für das Diadem einen, und einen für das bekränzt werden. Viel Vers für viel Stoff.
Zusammengefasst: Inzwischen scheint mir, dein Gedicht hängt in der Mitte fest.gif)
Ferdigruß!
Ich nochmal
Nach wiederholtem Lesen finde ich die Ursprungsfassung eigentlich ziemlich vielversprechend. Trotzdem wirkt sie nicht...Ich vermute mal, das liegt daran, dass du den einzelnen Bildern nicht genügend Raum gibst.Nimm den ersten Abschnitt: Da hocken das "Schwingen", eine Bewegung, und das "Gewölbe", ein großes Beispiel für Ruhe, nebeneinander - das tut beiden nicht gut, mindert beide in ihrer Wirkung.
Nun kann man natürlich Floras Weg gehen und einfach eines der beiden rauswerfen, aber ich glaube, der andere Weg wäre auch gangbar: beiden mehr Raum zu geben.
Mit den Kirschknospen ist es dasselbe, finde ich: Sie sollen Schmuck sein, müssen sich aber im Gedicht selbst mit einer einfachen, schlichten Nennung begnügen. Schmück doch sie selbst aus!
Knospengeschmückt, geschmückt mit der Kirsche erwachenden Blüten
Wie nicht anders zu erwarten, schreibe ich einen Hexameter als Beispiel
Aber es geht ja ums Grundsätzliche - deine Worte wären da sicher andere. Doch bei mir würde das wohl so aussehen: Einen Hexameter für die schwingende Hängematte, einen für das Gewölbe, einen für den Schmuck, einen für die Ornamente, einen für die Pläne; für das Diadem einen, und einen für das bekränzt werden. Viel Vers für viel Stoff. Zusammengefasst: Inzwischen scheint mir, dein Gedicht hängt in der Mitte fest
.gif)
Ferdigruß!
Schäumend enthüpfte die Woge den schöngeglätteten Tannen. (Homer/Voß)
Lieber ferdi,
ich habe den Eindruck, dass es nicht so wirklich zu mir passen würde, es auszuschmücken. Ich vertrete ja eigentlich eher die knappe Form.
Vielleicht versuche ich es heimlich im stillen Kämmerlein mal.
Ansonsten streiche ich jetzt die "Kugeln" noch, dann hat der Leser mehr Raum. Ich glaube, dann kann ich mit der vorläufigen Fassung leben und lasse sie abhängen.
Liebe Grüße und danke Dir!
leonie
ich habe den Eindruck, dass es nicht so wirklich zu mir passen würde, es auszuschmücken. Ich vertrete ja eigentlich eher die knappe Form.
Vielleicht versuche ich es heimlich im stillen Kämmerlein mal.
Ansonsten streiche ich jetzt die "Kugeln" noch, dann hat der Leser mehr Raum. Ich glaube, dann kann ich mit der vorläufigen Fassung leben und lasse sie abhängen.
Liebe Grüße und danke Dir!
leonie
Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 23 Gäste