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Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
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leonie
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Beitragvon leonie » 18.03.2011, 10:45

Könnte ich
Worte um mich manteln
wie eine Muschel.

Worte
die auf hölzernen Fensterbänken
Weite atmen und
in denen
-hält man sie sich ans Ohr -
ein Ozean singt.


Zweitfassung:

Könnte ich
Worte um mich manteln
wie eine Muschel.

Worte
die auf hölzernen Fensterbänken
Weite atmen.

In denen
hält man sie sich ans Ohr
ein Ozean singt.


Erstfassung:

Könnte ich
Worte um mich manteln
wie eine Muschel.
Vielleicht fände sie einer.
Irgendwann.

Worte
die auf hölzernen Fensterbänken
Weite atmen und
in denen
hält man sie sich ans Ohr
ein Ozean singt.

Max

Beitragvon Max » 24.03.2011, 18:04

Liebe Leonie,

den Text habe ich schon vor ein paar Tagen angeschaut und ich habe immer noch ein wenig Probleme mit ihm warm zu werden.

Ich glaube, der Grund liegt in einem sehr "häuslichen" Gebrauch des Muschelbildes. Wenn ich höre, dass sich jemand in Worte bergen will wie in Muscheln, dann denke ich eher daran, dass verletzliche Innerste in einem Kalkpanzer Schutz zu geben als daran, dass man diese Worte einmal (wenn das Innerste offenbar schon gestorben ist), auf eine Fensterbank legen könnte oder ans Ohr halten - das sind ja eigentlich die toten Gesten.

Liebe Grüße
Max


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