Viktoria Luise P.
Sie besteht aus Kreisen,
außen die losen, weichen
und mitten im Gesicht das Wasser,
ihr Allerheiliges. Barbarisch allerheilig gesprochen
von anderen (Müßiggänger, Tagediebe!);
denn sie ist eine Bemächtigte.
Manchmal steigt ihr Wasser ungebührlich in die Höh,
tritt über, schwemmt den Gesichtskreis.
Dann ruft ihre Mutter (die Fenster um sie her): Viktoria!
Die Menschen halten sich in ihr auf,
sie kann sie nicht draußen behalten.
Sie fallen in sie ein,
wie Schatten durch geschlossene Fenster.
Jemand hat eine Matratze an ihre Ränder gelegt
(und ist dann fortgegangen),
was soll sie damit anfangen.
Ab und an kommt das Komitee
und reinigt sie von Kopf bis Fuß.
Es wird gezupft, gerupft, gekratzt, gescheuert.
Und dem Ungeziefer,
das sich in ihrem Haar niedergelassen hat,
wird der Garaus gemacht.
Ihre Gefährten (denn das sind sie) liegen darnieder,
krümmen sich hinter ihrem Ohr
zu einem Singsangpiepsen.
Nur wenn dieses Mädchen erscheint,
welches, sobald es die Wohnung verlässt,
die Furcht vor einem Unfall befällt,
etwa ein Auto käme aus dem Nichts und risse es um,
sobald es die Straßenseite wechselt,
und welches nur deshalb auf den Straßen ist,
weil seine Furcht zuhause, in den Zimmern,
einfach zu Boden zu gehen, tonlos auseinander zu fallen
wie vielleicht Holz in Scherben zerbräche,
noch bedeutend größer ist,
wenn also dieses Mädchen erscheint,
sich auf Luise legt, die weiße Haut ins Gras (taucht),
dann bebt der Schlummer in den Stein.
Und es ist ihm, als wüsste er zu schlafen.
Erste Version
Viktoria-Luise P.
Sie besteht aus Kreisen,
außen die losen, weichen
und mitten im Gesicht das Wasser,
ihr Allerheiliges. Barbarisch allerheilig gesprochen
von anderen (Müßiggänger, Tagediebe);
denn sie ist eine Bemächtigte.
Manchmal steigt ihr Wasser ungebührlich in die Höh,
tritt über, überschwemmt den Gesichtskreis.
Dann ruft ihre Mutter (die Fenster um sie her): Viktoria!
Die Menschen halten sich in ihr auf,
sie kann sie nicht draußen behalten.
Sie fallen in sie ein,
wie Schatten durch geschlossene Fenster.
Jemand hat eine Matratze an ihre Ränder gelegt
(und ist dann fortgegangen),
was soll sie damit anfangen.
Ab und an kommt das Komitee
und reinigt sie von Kopf bis Fuß.
Es wird gezupft, gerupft, gekratzt, gescheuert.
Und dem Ungeziefer,
das sich in ihrem Haar niedergelassen hat,
wird der Garaus gemacht.
Ihre Gefährten (denn das sind sie) liegen darnieder,
krümmen sich hinter ihrem Ohr
zu einem Singsangpiepsen.
Nur wenn dieses Mädchen erscheint,
das, sobald es die Wohnung verlässt,
von der Furcht vor der Plötzlichkeit eines Unfalls befallen wird,
etwa ein Auto käme aus dem Nichts und risse es um,
wenn es die Straßenseite wechselt,
und das nur deshalb auf den Straßen ist,
weil seine Furcht davor, zuhause, in den Zimmern,
einfach zu Boden zu gehen,
tonlos auseinander zu fallen auf eine Art,
wie vielleicht Holz in Scherben zerbräche,
noch bedeutend größer ist,
wenn also dieses Mädchen erscheint,
sich auf Luise legt, die weiße Haut ins Gras (taucht),
dann bebt der Schlummer im Stein.
Und es ist dem Stein, als wüsste er zu schlafen.
Im Traum können wir schlecht lieben.
Aber wir träumen doch die ganze Zeit.
Viktoria-Luise P.
inzwischen ist ja ein wenig zeit vergangen, viele kommentare und eine sehr aufschlussreiche und anregende erläuterung von lisa sind zu dem gedicht dazugekommen und ich versuche jetzt noch einmal weniger "großgestisch"
und dafür ein wenig konkreter etwas zu meinem empfinden bezüglich des textes zu sagen:
ich habe merkwürdigerweise einen sehr konkreten platz vor mir gesehen, ohne diesen platz zu kennen und glaube auch diesen bezug gespürt zu haben, lisa, den du herzustellen versuchst, den du gedanklich hergestellt hast, zwischen den menschen und dem platz, diese durchdringung der verschiedenen körper. allein die idee begeistert mich sehr und ich finde die melodie, der rhythmus dieses gedichtes entspricht diesen suchenden gedanken.
im konkreten habe ich dann an einigen stellen noch schwierigkeiten, die dem gesamteindruck nicht wirklich einen abbruch tun, aber die ich trotzdem benennen möchte: z.b. verstehe ich nicht
warum "barbarisch" allerheilig gesprochen? weil die müßiggänger und tagediebe eigentlich kein recht haben zu dieser heiligsprechung? weil sie allein eine bemächtigte ist?
dann die sache mit dem komitee und der reinigung, du bist darauf schon eingegangen und mir gefällt sehr dieser gegensatz zwischen dem "kampf gegen unrat, chaos und dreck" (also irgendwie auch gegen das lebendige) und dem singsangpiepsen der gefährten. allerdings gefällt mir tatsächlich die sprache (soldatenlieblich?) nicht wirklich.
das sprengt schon gewissermaßen den rahmen des singsangs von dem dieser text lebt, allerdings nicht so sehr als harter und origineller bruch, sondern (für meine ohren, in meiner leseart) als ein zurückgreifen auf ein ganz anderes, einfach nur unpoetisches (damit aber noch nicht militärisch oder wenigstens "soldatenliebliches") sprechen. ich weiß nicht, ob meine gedanken nachvollziehbar sind für dich.
die strophe mit dem mädchen liebe ich besonders. und ich finde das das umständliche insgesamt sehr zu dieser stimmung passt, die mit dem mädchen, durch das mädchen verbreitet wird. nur dieses rückbeziehen, dieses selbst wieder den faden aufnehmen an dieser stelle: "wenn also dieses mädchen erscheint" das mag ich nicht, das liest sich für mich wie eine kapitulation, als würde das gedicht zugeben: ich habe den faden verloren, jetzt hole ich ihn zurück, da spürt man eine unsicherheit, die aber nicht das gesagte unterstreicht sondern es betrifft.
und ja: ich würde die letzten zwei zeilen streichen. ich finde es viel stärker mit "Und es ist dem Stein, als wüsste er zu schlafen" zu enden.
xanthi
und dafür ein wenig konkreter etwas zu meinem empfinden bezüglich des textes zu sagen:ich habe merkwürdigerweise einen sehr konkreten platz vor mir gesehen, ohne diesen platz zu kennen und glaube auch diesen bezug gespürt zu haben, lisa, den du herzustellen versuchst, den du gedanklich hergestellt hast, zwischen den menschen und dem platz, diese durchdringung der verschiedenen körper. allein die idee begeistert mich sehr und ich finde die melodie, der rhythmus dieses gedichtes entspricht diesen suchenden gedanken.
im konkreten habe ich dann an einigen stellen noch schwierigkeiten, die dem gesamteindruck nicht wirklich einen abbruch tun, aber die ich trotzdem benennen möchte: z.b. verstehe ich nicht
Lisa hat geschrieben:
Barbarisch allerheilig gesprochen
warum "barbarisch" allerheilig gesprochen? weil die müßiggänger und tagediebe eigentlich kein recht haben zu dieser heiligsprechung? weil sie allein eine bemächtigte ist?
dann die sache mit dem komitee und der reinigung, du bist darauf schon eingegangen und mir gefällt sehr dieser gegensatz zwischen dem "kampf gegen unrat, chaos und dreck" (also irgendwie auch gegen das lebendige) und dem singsangpiepsen der gefährten. allerdings gefällt mir tatsächlich die sprache (soldatenlieblich?) nicht wirklich.
Lisa hat geschrieben:Ab und an kommt das Komitee
und reinigt sie von Kopf bis Fuß.
Es wird gezupft, gerupft, gekratzt, gescheuert.
Und dem Ungeziefer,
das sich in ihrem Haar niedergelassen hat,
wird der Garaus gemacht.
das sprengt schon gewissermaßen den rahmen des singsangs von dem dieser text lebt, allerdings nicht so sehr als harter und origineller bruch, sondern (für meine ohren, in meiner leseart) als ein zurückgreifen auf ein ganz anderes, einfach nur unpoetisches (damit aber noch nicht militärisch oder wenigstens "soldatenliebliches") sprechen. ich weiß nicht, ob meine gedanken nachvollziehbar sind für dich.
die strophe mit dem mädchen liebe ich besonders. und ich finde das das umständliche insgesamt sehr zu dieser stimmung passt, die mit dem mädchen, durch das mädchen verbreitet wird. nur dieses rückbeziehen, dieses selbst wieder den faden aufnehmen an dieser stelle: "wenn also dieses mädchen erscheint" das mag ich nicht, das liest sich für mich wie eine kapitulation, als würde das gedicht zugeben: ich habe den faden verloren, jetzt hole ich ihn zurück, da spürt man eine unsicherheit, die aber nicht das gesagte unterstreicht sondern es betrifft.
und ja: ich würde die letzten zwei zeilen streichen. ich finde es viel stärker mit "Und es ist dem Stein, als wüsste er zu schlafen" zu enden.
xanthi
Ich gehöre zu denen, die "voll drauf reingefallen" sind (wobei die Berliner natürlich einen Vorteil hatten) - ich hielt das "P." für eine Abkürzung des Familiennamens, wie es zumindest die Kinder + Jugendlichen im Moment handhaben. Gleichzeitig sah ich eine Verbürgerlichung des Namens, weil Viktoria Luise ja eigentlich von Preußen hieß.
Und so kam ich gleich beim ersten Satz ins Schleudern - und musste erstmal googeln, ob die Dame an ihrem Ende "ins Wasser gegangen" ist.
Ah ja, und dann lösten die Kommentare alles auf.
Aber mal eine "technische" Frage: Müsste es nicht heißen Viktoria-Luise-Platz?
(Ich habe nicht alles gelesen, falls das schon jemand gefragt hat, sorry)
Und so kam ich gleich beim ersten Satz ins Schleudern - und musste erstmal googeln, ob die Dame an ihrem Ende "ins Wasser gegangen" ist.
Ah ja, und dann lösten die Kommentare alles auf.
Aber mal eine "technische" Frage: Müsste es nicht heißen Viktoria-Luise-Platz?
(Ich habe nicht alles gelesen, falls das schon jemand gefragt hat, sorry)
Liebe Lisa, ein ehrgeiziges Projekt, einen (geliebten?) Stadtplatz so in Sprache aufzulösen, dass etwas von seinem Allgemeinen und Deinem Besonderen sich in dem Text amalgamiert. Fritz Encke würde sich freuen, dass 110 Jahre nach seinem Entwurf des Platzes (der damals auf die grüne Wiese gesetzt wurde) noch so ein beinahe zärtlicher Text entsteht - der ohne Grusel-Begriffe wie "Urbanität", "Flair", "Ensemble" und "Ambiente" auskommt, weil er so wunderbar konkret wird. Dass ich drauf kam, liegt daran, dass meine Mutter eine Freundin hatte, die an diesem Platz wohnte. Sie war ein sehr lieber, betulicher und reiselustiger Mensch, freilich mit einer Macke: Sie war immer entweder zu dünn oder zu dick angezogen, weshalb sie sich dauernd umzog. Ich mag Filme, die zu Beginn so einen Platz zeigen und dann auf eine scheinbar willkürlich gewählte völlig anonyme Fensterfront zoomen. Schnitt: Menschen dahinter ...
Gruß
Quoth
Gruß
Quoth
Barbarus hic ego sum, quia non intellegor ulli.
Hallo ihr,
ich brüte noch etwas über dem Text und hab zusätzlich beruflich viel um die Ohren. Daher melde ich mich in ein paar Tagen, wenn ich den Kopf freier hab.
liebe Grüße und schon einmal danke für die ganzen Überlegungen,
Lisa
ich brüte noch etwas über dem Text und hab zusätzlich beruflich viel um die Ohren. Daher melde ich mich in ein paar Tagen, wenn ich den Kopf freier hab.
liebe Grüße und schon einmal danke für die ganzen Überlegungen,
Lisa
Vermag man eine Geschichte zu erzählen, die noch nicht geschehen ist?
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.
Hallo Lisa,
hier darf ich auch mal ganz schnell einfach loswerden, dass ich das Gedicht sehr mag.
Es wirkt auf verschiedenen Ebenen bei mir. Die Melodie ist sofort da und nimmt mich mit. (Ich mag auch den eigenwilligen Klang der Mädchenstrophe und würde daran nichts ändern.) Und dann ist da die Geschichte und ihre Verästelungen und inneren und äußeren Bezüge, das ineinandergreifen von Ort und Mensch. Dafür habe ich Wirkzeit (Bedenkzeit .-)) gebraucht, aber jetzt erscheint mir das alles wesentlich klarer lesbar, als viele deiner älteren Texte und auch "weicher", "offener".
Einzig die letzten beiden Zeilen würde ich auch rausnehmen, weil sie mir nicht zum Text zu gehören scheinen. :o) Und ich rätsele etwas daran, ob es wirklich glaubhaft irgendjemanden gibt, der "Läuse" (was ja auf menschlicher Ebene das Rattenpendant wäre?) als Gefährten sehen würde? An der Stelle will es mir dann glaube ich zu viel über sich hinaus sprechen.
Liebe Grüße
Flora
hier darf ich auch mal ganz schnell einfach loswerden, dass ich das Gedicht sehr mag.
Es wirkt auf verschiedenen Ebenen bei mir. Die Melodie ist sofort da und nimmt mich mit. (Ich mag auch den eigenwilligen Klang der Mädchenstrophe und würde daran nichts ändern.) Und dann ist da die Geschichte und ihre Verästelungen und inneren und äußeren Bezüge, das ineinandergreifen von Ort und Mensch. Dafür habe ich Wirkzeit (Bedenkzeit .-)) gebraucht, aber jetzt erscheint mir das alles wesentlich klarer lesbar, als viele deiner älteren Texte und auch "weicher", "offener".
Einzig die letzten beiden Zeilen würde ich auch rausnehmen, weil sie mir nicht zum Text zu gehören scheinen. :o) Und ich rätsele etwas daran, ob es wirklich glaubhaft irgendjemanden gibt, der "Läuse" (was ja auf menschlicher Ebene das Rattenpendant wäre?) als Gefährten sehen würde? An der Stelle will es mir dann glaube ich zu viel über sich hinaus sprechen.
Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)
-
Gerda
Liebe Lisa,
du hast einem Brunnen, einem Platz Leben eingehaucht, das gefällt mir sehr.
Irgendjemand schrieb, das "Komitee" passe nicht.
Ich glaube gerade durch (auch das Barbarische) stellst du im Text eben einen (notwendigen, wie ich finde) historischen Bezug zu deinem Gedicht her, zu jener Zeit, in der sich eine "Putzkolonne" noch "Komitee" nannte. Das würde ich nicht ändern.
Einzig mit der "Bemächtigten" tue ich mich schwer, wirkt auf mich dieses Wort unnötig aufdinglich und aufgeblasen, innerhalb der ansonsten klaren ausdrucksstarken Sprache.
Aber das ist nur eine Kleinigkeit.
Gelungen!
Herzlich
Gerda
du hast einem Brunnen, einem Platz Leben eingehaucht, das gefällt mir sehr.
Irgendjemand schrieb, das "Komitee" passe nicht.
Ich glaube gerade durch (auch das Barbarische) stellst du im Text eben einen (notwendigen, wie ich finde) historischen Bezug zu deinem Gedicht her, zu jener Zeit, in der sich eine "Putzkolonne" noch "Komitee" nannte. Das würde ich nicht ändern.
Einzig mit der "Bemächtigten" tue ich mich schwer, wirkt auf mich dieses Wort unnötig aufdinglich und aufgeblasen, innerhalb der ansonsten klaren ausdrucksstarken Sprache.
Aber das ist nur eine Kleinigkeit.
Gelungen!
Herzlich
Gerda
-
Trixie
Hallo Lisa,
das ist mal wieder ein Text, den ich so gerne lesen würde! So mit einem leicht überspitzt vornehmen eleganten Damentonfall.
Viel mehr außer "den mag ich" kann ich eigentlich gar nicht dazu sagen. Er zaubert mir ein Lächeln auf die Lippen!
Hast du dich von der Dynmik des lebenden Platzes inspirieren lassen oder vielleicht sogar von einem statischen Foto?
Liebe Grüße
Trix
das ist mal wieder ein Text, den ich so gerne lesen würde! So mit einem leicht überspitzt vornehmen eleganten Damentonfall.
Viel mehr außer "den mag ich" kann ich eigentlich gar nicht dazu sagen. Er zaubert mir ein Lächeln auf die Lippen!
Hast du dich von der Dynmik des lebenden Platzes inspirieren lassen oder vielleicht sogar von einem statischen Foto?
Liebe Grüße
Trix
Hallo,
ich bin mit der Arbeit an dem Text noch nicht wirklich weitergekommen (bleib aber dran und melde mich hier bestimmt dazu), wollte mich aber doch kurz für die letzten Stimmen bedanken:
liebe Flora,
das freut mich
: mit den letzten beiden Zeilen bin ich ja schon am Überlegen, mal schauen, was da wird.
liebe Gerda,
auch dir vielen Dank! Zum "Bemächtigte": Da bin ich unentschlossen. Zum einen scheint mit das Wort genau zu passen (bedeuten, was ich ausdrücken möchte), zum anderen ist es eigentlich wie viele andere Worte auch (etwa das Barbarische oder das Komitee) durchaus stilisiert gemeint. Vielleicht liegt bei solch einer Sprachwahl da immer ein hohes Risiko, dass eben für einige bestimmte Worte sehr leicht aus dem Rahmen fallen und dann nicht mit dem Rest zusammengehören/rauszufallen scheinen - und da auch keine Brücke zu bauen ist. Für andere ist wiederum vielleicht dadurch das Komitee nicht lesbar gewesen. Mal schauen, was beim Überarbeiten so geschieht.
liebe Trixie,
ich freu mich ein drittes Mal
. Ich habe zwar Bilder von dem Platz, die hab ich aber nicht angeschaut beim Schreiben. Ich hab einfach das letzte Jahr sehr viel Zeit auf dem Platz verbracht mit Bruno, da da auch ein Sandkasten ist und Kindr, die gerade laufen können, da gerne auf dem Plaster herumlaufen, zum Wasser gehen. Und ich hab da eben viel beobachtet, was da so geschieht und einzelne ältere Menschen haben mir auch erzählt, dass schon sie als Kinder dort gespielt haben mit ihren Kindermädchen und dergleichen...das alles war irgendwie so gegenwärtig, das hatte ich bisher zu keinem Platz und ich hatte einfach Lust diese Stimmung, die da bei mir entstand, festzuhalten.
Ich würde mich sehr sehr freuen, wenn du den Text lesen würdest. Ich vermiss die HörBar sowieso...das wilde treiben in ihr...also: bitte gern
liebe Grüße,
Lisa
ich bin mit der Arbeit an dem Text noch nicht wirklich weitergekommen (bleib aber dran und melde mich hier bestimmt dazu), wollte mich aber doch kurz für die letzten Stimmen bedanken:
liebe Flora,
das freut mich
: mit den letzten beiden Zeilen bin ich ja schon am Überlegen, mal schauen, was da wird.liebe Gerda,
auch dir vielen Dank! Zum "Bemächtigte": Da bin ich unentschlossen. Zum einen scheint mit das Wort genau zu passen (bedeuten, was ich ausdrücken möchte), zum anderen ist es eigentlich wie viele andere Worte auch (etwa das Barbarische oder das Komitee) durchaus stilisiert gemeint. Vielleicht liegt bei solch einer Sprachwahl da immer ein hohes Risiko, dass eben für einige bestimmte Worte sehr leicht aus dem Rahmen fallen und dann nicht mit dem Rest zusammengehören/rauszufallen scheinen - und da auch keine Brücke zu bauen ist. Für andere ist wiederum vielleicht dadurch das Komitee nicht lesbar gewesen. Mal schauen, was beim Überarbeiten so geschieht.
liebe Trixie,
ich freu mich ein drittes Mal
. Ich habe zwar Bilder von dem Platz, die hab ich aber nicht angeschaut beim Schreiben. Ich hab einfach das letzte Jahr sehr viel Zeit auf dem Platz verbracht mit Bruno, da da auch ein Sandkasten ist und Kindr, die gerade laufen können, da gerne auf dem Plaster herumlaufen, zum Wasser gehen. Und ich hab da eben viel beobachtet, was da so geschieht und einzelne ältere Menschen haben mir auch erzählt, dass schon sie als Kinder dort gespielt haben mit ihren Kindermädchen und dergleichen...das alles war irgendwie so gegenwärtig, das hatte ich bisher zu keinem Platz und ich hatte einfach Lust diese Stimmung, die da bei mir entstand, festzuhalten.Ich würde mich sehr sehr freuen, wenn du den Text lesen würdest. Ich vermiss die HörBar sowieso...das wilde treiben in ihr...also: bitte gern

liebe Grüße,
Lisa
Vermag man eine Geschichte zu erzählen, die noch nicht geschehen ist?
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.
Liebe Lisa,
es wurde zu diesen Text ja schon (für mich) ´schwindelerregend´ viel geschrieben, dem möchte ich gar nichts hinzufügen, ich hab vorhin deinen text erst mal alleine (für mich gelesen), ohne die `Fußnoten`, einfach um mal wieder einen Text von dir auf mich wirken zulassen, lesen, ohne nachzudenken, um zu sehen, wie er sich anfühlt, (frühere Texte von dir haben mich oft schwindeln lassen, der hier weniger, der ist nicht so verschlungen, seine Sprache (worte-,) absätzelang nüchterner (`beobachtender´). Diesen ersten Eindruck hab mir kurz auf nen Notizzettel gekraxelt. Ein Springbrunnen lief mir schon beim ersten Lesen der Zeilen durch den Kopf... "Einer äußeren Beschreibung folgt eine innere Beschreibung, die ihre Strömungen in Bildern ausdrückt. Mich wundert es nicht, dass dann der Schlummer im Stein bebt. Es kommt mir vor, als wenn etwas Lebendiges etwas Totes berührt." steht da drauf.
Ciao, Stefan
es wurde zu diesen Text ja schon (für mich) ´schwindelerregend´ viel geschrieben, dem möchte ich gar nichts hinzufügen, ich hab vorhin deinen text erst mal alleine (für mich gelesen), ohne die `Fußnoten`, einfach um mal wieder einen Text von dir auf mich wirken zulassen, lesen, ohne nachzudenken, um zu sehen, wie er sich anfühlt, (frühere Texte von dir haben mich oft schwindeln lassen, der hier weniger, der ist nicht so verschlungen, seine Sprache (worte-,) absätzelang nüchterner (`beobachtender´). Diesen ersten Eindruck hab mir kurz auf nen Notizzettel gekraxelt. Ein Springbrunnen lief mir schon beim ersten Lesen der Zeilen durch den Kopf... "Einer äußeren Beschreibung folgt eine innere Beschreibung, die ihre Strömungen in Bildern ausdrückt. Mich wundert es nicht, dass dann der Schlummer im Stein bebt. Es kommt mir vor, als wenn etwas Lebendiges etwas Totes berührt." steht da drauf.
Ciao, Stefan
Lieber Stefan,
deine Antwort hat mir Freude gemacht, denn: die Grundidee des Textes ist es ja eigentlich, eine Begegnung zweier Frauen zu schildern, die beide keine Frauen sind (die eine ist ein Platz und die andere ein angstvolles Mädchen) und darüber einen Punkt zu treffen, der sonst verborgen bleibt. Deshalb gefällt mir gerade dein Schlusssatz sehr, denn genau das sollte der Text erzählen und zwar, um auf deinen Zettel zu tippen, durch die aufkommende Frage, was da denn das Tote (der Platz? das Mädchen?) und was das Lebendige ist (das Mädchen? der Platz?). Ich sehe da beide in derselben Not, worin die Verbindung besteht.
Hallo alle nochmal,
ich habe jetzt nochmal eine überarbeitende Version eingestellt und einiges der Vorschläge übernommen und versucht mit ein paar Tricks den "Mädchenteil" flüssiger zu machen, ohne das verschachtelte Moment daran auszulöschen.
Gerade durch Stefans letzten Kommentar ist mir auch was am Ende klar geworden. Die Traumzeilen zum Schluss erscheinen mir jetzt auch nicht mehr zu dem Text zu gehören, ich mag sie zwar, obwohl sie (auch?) kitschig sind, trotzdem, aber die haben wirklich keinen Grund da zu stehen. Die zwei Zeilen davor aber sind mir wichtig. Ich hab jetzt nochmal etwas den Pathos versucht dort hinauszunehmen, durch das beben geht das aber nicht ganz. Ich finde aber kein anderes Wort (zittern finde ich schlechter), das passen könnte. Falls jemand eines kennt, bitte her damit!
Und: Jemand hatte noch völlig richtig (leider! .-)) angemerkt, dass ja eigentlich auch ein Bindestrich zwischen Luise und P. stehen müssten, weshalb ich behelfsweise einfach durchgängig auf die Bindestriche verzichte.
Vielleicht hat ja jemand noch den einen oder anderen Tipp.
liebe Grüße,
Lisa
deine Antwort hat mir Freude gemacht, denn: die Grundidee des Textes ist es ja eigentlich, eine Begegnung zweier Frauen zu schildern, die beide keine Frauen sind (die eine ist ein Platz und die andere ein angstvolles Mädchen) und darüber einen Punkt zu treffen, der sonst verborgen bleibt. Deshalb gefällt mir gerade dein Schlusssatz sehr, denn genau das sollte der Text erzählen und zwar, um auf deinen Zettel zu tippen, durch die aufkommende Frage, was da denn das Tote (der Platz? das Mädchen?) und was das Lebendige ist (das Mädchen? der Platz?). Ich sehe da beide in derselben Not, worin die Verbindung besteht.
Hallo alle nochmal,
ich habe jetzt nochmal eine überarbeitende Version eingestellt und einiges der Vorschläge übernommen und versucht mit ein paar Tricks den "Mädchenteil" flüssiger zu machen, ohne das verschachtelte Moment daran auszulöschen.
Gerade durch Stefans letzten Kommentar ist mir auch was am Ende klar geworden. Die Traumzeilen zum Schluss erscheinen mir jetzt auch nicht mehr zu dem Text zu gehören, ich mag sie zwar, obwohl sie (auch?) kitschig sind, trotzdem, aber die haben wirklich keinen Grund da zu stehen. Die zwei Zeilen davor aber sind mir wichtig. Ich hab jetzt nochmal etwas den Pathos versucht dort hinauszunehmen, durch das beben geht das aber nicht ganz. Ich finde aber kein anderes Wort (zittern finde ich schlechter), das passen könnte. Falls jemand eines kennt, bitte her damit!
Und: Jemand hatte noch völlig richtig (leider! .-)) angemerkt, dass ja eigentlich auch ein Bindestrich zwischen Luise und P. stehen müssten, weshalb ich behelfsweise einfach durchgängig auf die Bindestriche verzichte.
Vielleicht hat ja jemand noch den einen oder anderen Tipp.
liebe Grüße,
Lisa
Vermag man eine Geschichte zu erzählen, die noch nicht geschehen ist?
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.
Huhu Gabriella,
ja, ich warte mal ab ob noch Ideen oder Einwände kommen. Sonst übernehm ich das erstmal so.
liebe Grüße,
Lisa
ja, ich warte mal ab ob noch Ideen oder Einwände kommen. Sonst übernehm ich das erstmal so.
liebe Grüße,
Lisa
Vermag man eine Geschichte zu erzählen, die noch nicht geschehen ist?
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.
Hallo Lisa!
Im letzten Absatz gefällt mir die Änderung in der dritten Zeile wirklich gut, das ist viel fester geworden.
Ob die anderen Änderungen wirklich Sinn machen, weiß ich nicht. Manchmal scheint mir z.B. die Zeichensetzung unstimmiger zu sein als vorher? Vielleicht wäre es eine Überlegung, nicht alles über Kommas erledigen zu wollen, sondern auch mal einen Doppelpunkt oder ein Semikolon zu setzen?!
Am Ende hast du den zweiten "Stein" rausgenommen. Hm. Eigentlich ist der Text schon recht voll mit Pronomen, finde ich, und gerade "ihm" kann viel sein: Das Mädchen, der Schlummer, der Stein...
Durch die Streichung der letzten beiden Zeilen (finde ich stimmig) ist die "ihm-Zeile" ja die letzte. Und weil ich bin, der ich bin, würde ich mir da etwas mehr Festigkeit wünschen als es die einleitenden "Und es ist ihm" bieten. Könnte man das nicht mit einem Doppelpunkt verbinden ("In den" statt "im" finde ich auch schön)?
dann bebt der Schlummer in den Stein:
dem ist, als wüsste er zu schlafen.
Hmja. Ist nicht ganz dein Ton, denke ich. Aber ich finde auf jeden Fall, deine neue Form ist noch stimmiger als die erste
Ferdigruß!
Im letzten Absatz gefällt mir die Änderung in der dritten Zeile wirklich gut, das ist viel fester geworden.
Ob die anderen Änderungen wirklich Sinn machen, weiß ich nicht. Manchmal scheint mir z.B. die Zeichensetzung unstimmiger zu sein als vorher? Vielleicht wäre es eine Überlegung, nicht alles über Kommas erledigen zu wollen, sondern auch mal einen Doppelpunkt oder ein Semikolon zu setzen?!
Am Ende hast du den zweiten "Stein" rausgenommen. Hm. Eigentlich ist der Text schon recht voll mit Pronomen, finde ich, und gerade "ihm" kann viel sein: Das Mädchen, der Schlummer, der Stein...
Durch die Streichung der letzten beiden Zeilen (finde ich stimmig) ist die "ihm-Zeile" ja die letzte. Und weil ich bin, der ich bin, würde ich mir da etwas mehr Festigkeit wünschen als es die einleitenden "Und es ist ihm" bieten. Könnte man das nicht mit einem Doppelpunkt verbinden ("In den" statt "im" finde ich auch schön)?
dann bebt der Schlummer in den Stein:
dem ist, als wüsste er zu schlafen.
Hmja. Ist nicht ganz dein Ton, denke ich. Aber ich finde auf jeden Fall, deine neue Form ist noch stimmiger als die erste

Ferdigruß!
Schäumend enthüpfte die Woge den schöngeglätteten Tannen. (Homer/Voß)
Liebe Lisa,
wenn ich die von dir vorgenommenen Textveränderungen im ´mädchenteil´ mit den Worten der ´Ursprungsversion` vergleiche, geht mir folgendes durch den Sinn.
Wenn ich einen Gedanken, den ich im Kopf habe und der mir selbst ganz stimmig erscheint, aufschreibe und zu einem späteren Zeitpunkt dann darüber reflektiere, stelle ich mir häufig die Frage, ob fremde Leute das Gelesene verstehen, und dann versuche ich oft, ihn....wie ferdi das nennt, ´fester´zu machen, also diesen Gedanken erklärender, verständlicher zu ´beschreiben´.
Du hast erwähnt, dass du in der neuen Version versucht hast, den "mädchenteil" sprachlich flüssiger zu machen, ohne das verschachtelte Moment daran auszulöschen. Meinem Eindruck nach ist der ´Mädchenteil´ jetzt verständlicher, dafür jedoch einen Tick weniger flüssig (um das rauszufinden, lese ich ihn mir gerne vor)
Ich frage mich, ob mehr Erklärung im Text notwenig ist oder nicht, ob das genaue Verstehen immer so wichtig ist, oder ob manchmal nicht die Sprachmelodie ´prägender´ ist. Für mich eine Abwägung, mein Ergebnis siehst du am Ende.
(Noch was zu den beiden letzten Zeilen in Version 2. Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Aussage dieser Zeilen richtig verstehe, ich nenn sie Lisasprache).
Tipp hab ich keinen, doch, weil da so keck steht, bitte her damit, hab ich mir darüber Gedanken gemacht und bin mal unvorsichtig, hab ein ´Kopfschüttelwort´ dafür "gefunden", eins, das ich noch in keinem Text verwendet habe (das dazugehörige Verb lautet übrigens `Morsen`). Das taucht jetzt in folgender "mädchenteilversion" auf.
Nur wenn dieses Mädchen erscheint,
welches, sobald es die Wohnung verlässt,
die Furcht vor der Plötzlichkeit eines Unfalls befällt,
denkt, etwa ein Auto käme aus dem Nichts und risse es um,
wenn es die Straßenseite wechselt,
und das nur deshalb auf den Straßen ist,
weil seine Furcht davor, zuhause, in den Zimmern,
einfach zu Boden zu gehen,
tonlos auseinander zu fallen auf eine Art,
wie vielleicht Holz in Scherben zerbräche,
noch bedeutend größer ist,
wenn also dieses Mädchen erscheint,
sich auf Luise legt, die weiße Haut ins Gras (taucht),
dann morst der Schlummer seine Ängste in den Stein,
und dem Stein ist, als wüsste er zu schlafen.
Namaste, Stefaqn
wenn ich die von dir vorgenommenen Textveränderungen im ´mädchenteil´ mit den Worten der ´Ursprungsversion` vergleiche, geht mir folgendes durch den Sinn.
Wenn ich einen Gedanken, den ich im Kopf habe und der mir selbst ganz stimmig erscheint, aufschreibe und zu einem späteren Zeitpunkt dann darüber reflektiere, stelle ich mir häufig die Frage, ob fremde Leute das Gelesene verstehen, und dann versuche ich oft, ihn....wie ferdi das nennt, ´fester´zu machen, also diesen Gedanken erklärender, verständlicher zu ´beschreiben´.
Du hast erwähnt, dass du in der neuen Version versucht hast, den "mädchenteil" sprachlich flüssiger zu machen, ohne das verschachtelte Moment daran auszulöschen. Meinem Eindruck nach ist der ´Mädchenteil´ jetzt verständlicher, dafür jedoch einen Tick weniger flüssig (um das rauszufinden, lese ich ihn mir gerne vor)
Ich frage mich, ob mehr Erklärung im Text notwenig ist oder nicht, ob das genaue Verstehen immer so wichtig ist, oder ob manchmal nicht die Sprachmelodie ´prägender´ ist. Für mich eine Abwägung, mein Ergebnis siehst du am Ende.
(Noch was zu den beiden letzten Zeilen in Version 2. Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Aussage dieser Zeilen richtig verstehe, ich nenn sie Lisasprache).
Tipp hab ich keinen, doch, weil da so keck steht, bitte her damit, hab ich mir darüber Gedanken gemacht und bin mal unvorsichtig, hab ein ´Kopfschüttelwort´ dafür "gefunden", eins, das ich noch in keinem Text verwendet habe (das dazugehörige Verb lautet übrigens `Morsen`). Das taucht jetzt in folgender "mädchenteilversion" auf.
Nur wenn dieses Mädchen erscheint,
welches, sobald es die Wohnung verlässt,
die Furcht vor der Plötzlichkeit eines Unfalls befällt,
denkt, etwa ein Auto käme aus dem Nichts und risse es um,
wenn es die Straßenseite wechselt,
und das nur deshalb auf den Straßen ist,
weil seine Furcht davor, zuhause, in den Zimmern,
einfach zu Boden zu gehen,
tonlos auseinander zu fallen auf eine Art,
wie vielleicht Holz in Scherben zerbräche,
noch bedeutend größer ist,
wenn also dieses Mädchen erscheint,
sich auf Luise legt, die weiße Haut ins Gras (taucht),
dann morst der Schlummer seine Ängste in den Stein,
und dem Stein ist, als wüsste er zu schlafen.
Namaste, Stefaqn
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