Winterdämmern

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
Max

Beitragvon Max » 29.12.2010, 11:11

Endgültige Fassung

Winterdämmern

Eine weiße Decke über dem Sand
als müsse sie den Strand wärmen

Eisschollen
begrenzen den Spülsaum

Dazwischen ein Stiefel
nirgends Spuren

Der Tag schleicht ins Dunkel


Fassung II

Winterdämmern

Eine weiße Decke über dem Sand
als müsse sie den Strand wärmen

Die Welt trägt Schnee

Eisschollen
begrenzen den Spülsaum

Dazwischen ein Stiefel
nirgends Spuren

Der Tag schleicht ins Dunkel

Fassung I

Winterdämmern

Eine Schneedecke*
als müsse sie den Strand wärmen

Die Welt trägt Mütze

Eisschollen
begrenzen den Spülsaum

Dazwischen ein Stiefel
nirgends Spuren

Der Tag schleicht ins Dunkel



[*]vorher: Eine Schneedecke über dem Sand (Änderung dank leonie)

Max

Beitragvon Max » 31.12.2010, 14:36

Liebe Leonie,

ja, das stimmt .. so entsteht oft etwas .. ich erinnere mich noch an das Bretagnegedicht von mir, wo nach dem Ausschklussverfahren des Salons allerdings aus 25 Zeilen nur noch 5 völlig zusammenhanglose wurden ;-)

Liebe Grüße
Max

Max

Beitragvon Max » 31.12.2010, 14:41

Hm, gibt es den fadebefehl eigentlich nicht mehr?

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ferdi
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Beitragvon ferdi » 31.12.2010, 14:45

"Text einblenden / ausblenden" - son blaues verlaufendes Quadrat ;-)
Schäumend enthüpfte die Woge den schöngeglätteten Tannen. (Homer/Voß)

Mucki
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Beitragvon Mucki » 31.12.2010, 14:48

Hi Max,

sehr schön finde ich deine neue Fassung. Ich würde den Text jetzt so lassen.
Klar gibt es die Fade-Funktion noch. 15. Button von rechts, dieser Bläuliche (neben dem "Regenbogen-Button), wie ferdi schon anmerkte.
Hab deine 1. Fassung gerade gefadet. ;-)

Saludos
Mucki

Max

Beitragvon Max » 31.12.2010, 14:59

Danke für die technische Hilfe (die texthilfe sowieso) - gut, dass wier Moderatoren haben ;-)

Liebe Grüße
Max

Max

Beitragvon Max » 31.12.2010, 15:00

Oh cool, Mucki, Du hast es ja schon fadenscheinig gemacht :-)

Mucki
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Beitragvon Mucki » 31.12.2010, 15:02

genau, ich hab es fadenscheinig gemacht :spin2:

Max

Beitragvon Max » 01.01.2011, 11:25

Jedenfalls gefällt es mir so ganz gut und ich lasse es erstmal so.

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Pjotr
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Beitragvon Pjotr » 01.01.2011, 11:38

Hallo Max,

"Die Welt trägt Mütze" -- das fand ich klasse. Demgegenüber finde ich die neue Version eher fade. Weiße Decke und Eisschollen machen unmissverständlich klar, worum es geht.

Fade, daff die erfte jetft gefadet ift.


Pjotr


P.S.: Ich werde jetzt meiner Suppe befehlen, nicht fade zu sein. Mahlzeit.

Max

Beitragvon Max » 01.01.2011, 15:10

Mahlzeit, Pjotr,

lustig, Niko fand eben diese Zeile geradezu verbraucht - hm, vielleicht komme ich nicht drum herum, eine eigene Meinugn zu meinem Textlein zu entwickeln.

Liebe Grüße und danke
max

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Pjotr
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Beitragvon Pjotr » 01.01.2011, 16:55

(Habe jetzt erst die Kommentare überflogen. "Die Welt trägt Mütze" habe ich persönlich noch nirgends gelesen, für mich ist das daher originell.)

Max

Beitragvon Max » 01.01.2011, 17:26

(Mir ging es ähnlich, aber ich vermute, dass anderen Kommentatoren woohl anders geht - ich geh nochmal dran ...)

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Lisa
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Beitragvon Lisa » 05.01.2011, 22:36

Lieber Max,

ich finde die "Mützenzeile" nicht unoriginell und kenn das Bild auch noch nicht. Allerdings finde ich, dass die Zeile dem Gedicht einen bestimmten Ton verleiht, wenn sie dasteht, sie wirkt ähnlich wie ein Diminutiv. Wenn ich die letzte Zeile betrachte "Der Tag schleicht sich ins Dunkel", finde ich, dass sich das mit der Mützenzeile stilistisch ein bisschen beißt, weil die Zeile sehr ernst daherkommt, sich gegen die Wirkung der Mützenzeile zu sträuben scheint.

Die neue Zeile "Die Welt trägt Schnee" würde ich aber nicht nehmen, sie klingt gegen deine erste Idee farblos und irgendwie auch inhatlich "schief" (frag jetzt nicht warum .-) ).
Ich weiß, du wirst die Augen rollen @beliebter Vorschlag von mir, aber könntest du die Zeile nicht einfach streichen und die Mützenidee aufheben?

Ich finde, dann kommt alles sehr fein daher und man kann den Text sogar so lesen, als winterdämmerte jemand in seinem Eisstrandbett und sähe nur all die Bilder, die du beschreibst:

Winterdämmern

Eine weiße Decke über dem Sand
als müsse sie den Strand wärmen

Eisschollen
begrenzen den Spülsaum

Dazwischen ein Stiefel
nirgends Spuren

Der Tag schleicht ins Dunkel




So gefiele mir das sehr.


liebe Grüße,
Lisa
Vermag man eine Geschichte zu erzählen, die noch nicht geschehen ist?
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.

Max

Beitragvon Max » 06.01.2011, 20:20

Liebe Lisa,

die Zeile einfach wegzulassen ist eine Idee, die ich noch nicht hatte - vielleicht mache ich es einfach so. Ich schaue nachher nochmal drauf.

Lieben Dank und herzliche Grüße
der Max


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