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Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
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leonie
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Beitragvon leonie » 15.09.2010, 20:01

wegen Veröffentlichung gelöscht
Zuletzt geändert von leonie am 29.01.2016, 18:23, insgesamt 1-mal geändert.

Max

Beitragvon Max » 16.09.2010, 21:17

Liebe Leonie,

dann nimm doch den Kibitz .. oder den Pinguin, hat auch ein i.

Liebe Grüße
max

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leonie
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Beitragvon leonie » 16.09.2010, 21:37

Pinguin ist gut - aus dem Leben gegriffen... :mrgreen:

Danke Max!

(leider stimmt die Silbenzahl nicht...)


Liebe Mucki,

dankeschön!

Liebe Grüße

leonie

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Ylvi
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Beitragvon Ylvi » 17.09.2010, 08:24

Hallo Leo,

was fändest Du denn besser als "ins"? Ans oder durchs finde ich unpassender, so ist es für mich die bisher beste Lösung, gerade, weil es mehr Räume öffnet für die eigenen Vorstellungen. Dasselbe gilt für das "ihn", das soll auf mehreres beziehbar sein, mir gefällt das, wenn nicht ich das so eindeutig festlege.
Mehrere Räume finde ich auch schön, aber eben nur, wenn ich darin dann auch etwas finde. .-)
Ich kann mir die inspirierende Situation schon vorstellen: Die Sonnenblume vor dem Fenster, ein Fink pickt ihre Samen auf. Das Lyrische Drumherum klingt auch schön, aber das Gedicht geht über die Beobachtung, die Natur, das Gesehene hinaus (wäre von daher auch kein Haiku?) und ich weiß nicht wohin. Vielleicht steh ich aber auch auf der Leitung, außer mir stört sich ja niemand daran. :-)
Wenn der Fink den Herbst/Mund aufpickt, ist er dann weg? Ist das gut, oder schlecht, welche Stimmung entsteht? Warum kann er nicht einfach seine Samen, oder entsprechend dem Mund, dann seine Zähne :) aufpicken? Das würde ihn auch örtlich und pickenderweise vom Fenster lösen, wo er ja eigentlich nicht hingehört?
Ich überlege noch, vielleicht stört mich das "ins" auch, weil es die Szene zum Bild macht, das Dreidimensionale verloren geht und der Kuss letztlich dort hängenbleibt, keine "Berührung" stattfindet?

Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)

Quoth
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Beitragvon Quoth » 17.09.2010, 08:41

Hallo, Leonie,
wie wäre es mit
"der Fink pickt ihn leer" als Schlusszeile?
Es würde dann auch emotional eine Drehung geben, der Text - ob nun Haiku oder nicht - verlöre das für mein Gefühl allzu Idyllische.
Und mit dem Sonnenblumenmund leert er zugleich auch den Herbst (dessen Wesen ja das Fruchttragen ist).
Gruß
Quoth
Barbarus hic ego sum, quia non intellegor ulli.

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leonie
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Beitragvon leonie » 17.09.2010, 13:52

Lieber Quoth,

ja, das ist eine Überlegung wert! Mir fiel auch noch ein "pickt ihn fort", das wäre unter dem Alliterationsaspekt reizvoll.

Liebe Flora,

ich denke die ganze Zeit nach, aber finde keine Lösung, wie ich Deine Ideen in Text umwandeln könnte. Bisher ist mir da noch nichts in den Sinn gekommen, was ich überzeugender fände.

Der Fink könnte den Mund oder/und den Herbst wegpicken. Ob das gut oder schlecht ist, ist im Auge des Betrachters. In jedem Fall gäbe es auch die Küsse wohl nicht mehr...

Liebe Grüße

leonie

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leonie
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Beitragvon leonie » 18.09.2010, 11:42

Habs jetzt in "fort" geändert...

Flora, hast Du denn eine Idee, wie es klingen müsste, damit es Dich erreicht?

Liebe Grüße

leonie

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Pjotr
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Beitragvon Pjotr » 18.09.2010, 11:45

Fortpicken? Wie sieht das aus? :-)

Oder meinst Du fortkicken? :-)

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leonie
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Beitragvon leonie » 18.09.2010, 11:51

Du meinst, "fort" müsse mit mehr Bewegung verbunden sein?

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Pjotr
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Beitragvon Pjotr » 18.09.2010, 12:02

Ich habe mich schon an "fortpicken" gewöhnt (geht schnell), aber spontan kam mir es so ungewöhnlich vor wie "forttrinken" oder "fortsaugen" -- also eine aufnehmende Tätigkeit zugleich hinausnehmend.

Picken ist ja auch eine Bewegung. Das finde ich schon OK. Bloß bin ich es gewohnt, dass die immer zum eigenen Körper hin ist. Wie im englischen to pick up.

Andererseits könnte man auch jemanden mit dem Finger auf die Schulter picken, um ihn wegzupicken. Oder wäre das wegpieksen? Oder wegstoßen?

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Ylvi
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Beitragvon Ylvi » 18.09.2010, 13:29

Hallo Leo,

Der Fink könnte den Mund oder/und den Herbst wegpicken.
Da hat er aber einen großen Schnabel. .-) Irgendwie reden wir glaube ich aneinander vorbei, der Fink, also der Vogel, den ich im Bild sehe, kann es in meiner Vorstellung eben nicht, ebensowenig, wie er am Fensterglas pickt. Die "reale" Bildebene stimmt für mich einfach nicht. Die Sonnenblume verschwindet nicht und der Herbst auch nicht. Und selbst wenn ich das außer acht lasse, weiß ich im übertragenen Sinn diesmal einfach nicht, auf was du hinaus willst. :16:
Flora, hast Du denn eine Idee, wie es klingen müsste, damit es Dich erreicht?
Du könntest es entweder bei der reinen Natur-Beobachtung und Beschreibung lassen (der Herbst würde sich zum Beispiel schon durch das Bild ergeben und müsste nicht benannt werden), so dass wirklich eine Offenheit entsteht, dass man etwas hineinlesen kann, oder die Szene einfach betrachten, oder du könntest das Übertragene, Menschliche noch weiter ausführen. Also in diese Richtungen:

sonnenblume
im fensterrahmen - ein fink
pickt ihre samen auf


sonnenblumenmund
küsst den herbst mir ins gemüt
ein fink pickt seine zähne/samen auf


Liebe Grüße
Flora
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Beitragvon leonie » 18.09.2010, 15:42

Lieber Pjotr,

ich denke, ich lasse es jetzt so und schaue mit Abstand nochmal drauf.

Liebe Flora,

ich denke auch, da kommen wir nicht zusammen. Ich finde, es wird durch die Veränderungen von Dir so "bestimmt" wie ich es nicht haben möchte.

Vielleicht beim nächsten Mal :-) .

Danke Dir auf jeden Fall für die Auseinandersetzung mit dem Text...

Liebe Grüße

leonie


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