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wildrötend der Morgen, wie bist du fern
und wie fern sind all die schönen Worte
beschwörte ich dich nicht
gleich dem Regen im Brombeergebüsch
mit leisestem Lidschlag
und Händen
einem lauschigen Dache?
doch fortgespült
das Violett deines Kleides
und verloren mein Schoß
immer, da dein Haar nicht herniedersinkt
dein oktoberwarmes Zwinkern
wie weit war, was die Lippen sprachen
verirrt vielleicht
gleich den Kindern im Wald
wie weit war, was ich fantasierte
über dein Lachen, zauberloh
dein Zittern
und mein Zittern schien bedeutungsvoll
ich bin in tausend Städten
und doch stadtlos!
du bist nicht nah
wie solltest du auch
wo kaum ein Vogel hier
mein niederdüsterndes Gefieber wagt
mein grausig verlegenes Geraun
du bist nicht hier
nicht mal eines deiner Zwielichter
oder irrig Verlogenes
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XVII
aus der Reihe:
"an den Wachsamen"
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VFM
[wildrötend der Morgen, wie bist du fern]
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FawzZalum
fenestra hat geschrieben:So habe ich es keineswegs ausgedrückt, sondern ich habe mir vielmehr alle erdenkliche Mühe gegeben, deinen kohärenten persönlichen Stil zu würdigen und zunächst positiv zu charakterisieren, obwohl er nicht mein Geschmack ist.
Was nun an Bollywood und hohlem Pathos positiv sein soll...
Oder das es nichts als eine Märchenisierung der Mann-Frau-Beziehung ist, also nicht der Realität entsprechend...
Das ist offenbar völlig anders bei dir angekommen.
Oder offenbar bin ich zu empfindlich
Ich hätte auch einfach schreiben können, dass ich deine Gedichte unerträglich kitschig finde.
dann wär mir aber wenigstens der für mich unerträgliche 1001-Nacht-Vergleich erspart geblieben...
du hast für meinen Geschmack eher durch die Blume, ich meine, eine in Posivitäten verlabyrinthierte Erklärung abgegeben, dass dir mein Stil nicht gefällt. Wie könnte ich diese "positive Charakterisierung" freundlich aufnehmen? Das und auch das "Einfachere" dass ich deine Gedicht unerträglich kitschig finde empfinde ich für mich nicht als konstruktiv, sorry.
Herzlichst
Zafar
Hallo, Zafar,
dass dich der Vergleich mit Tausendundeinernacht so ärgert, kann ich nicht verstehen. Es handelt sich immerhin um Weltliteratur, die Orientalistin Claudia Ott sagt in einem ZEIT-Interview, das Werk sei "in der arabischen Welt ein Kultbuch und ein Anker für die kulturelle Identität". Du schmückst dich mit einem orientalisch anmutenden Avatar und einer orientalisch scheinenden Signatur, da darfst du dich auch nicht wundern, dass du bei manchen Lesern solche Assoziationen weckst.
Ich habe nun noch einmal in die Geschichten von Tausendundeinernacht hineingeschaut - inhaltlich gibt es allerdings wenig Parallelen zu deinen Texten, denn "Tausendundeine Nacht berichtet aus dem Leben von Herrschern, aber die zentrale Protagonistin ist eine Frauengestalt, Schahrasad. Schahrasad durchbricht die Grausamkeit des Herrschers. Sie dreht den Spieß um, sie nimmt das Heft selbst in die Hand, aber nicht durch die »Waffen einer Frau«, sondern durch Bildung, durch literarische Bildung. Literatur rettet ihr Leben. Und so feiert das Werk den Triumph der Literatur über patriarchale Herrschergewalt." (Claudia Ott)
Das Märchen nicht für Kinder geschrieben wurden, war mir ohnehin bewusst, die Grimmschen Märchen waren es ursprünglich auch nicht.
Du hättest freundlich aufnehmen können, dass ich eine objektive positive Würdigung versucht habe, obwohl mir persönlich dein Stil nicht gefällt.
Konstruktiv ist ein Kommentar wie "zum Niederknien schön" auch nicht.
Aber ich habe verstanden: Du magst nur positive Rückmeldungen. Ich wünsche dir weiterhin recht viele davon!
Bei aller Liebe ...
fenestra
dass dich der Vergleich mit Tausendundeinernacht so ärgert, kann ich nicht verstehen. Es handelt sich immerhin um Weltliteratur, die Orientalistin Claudia Ott sagt in einem ZEIT-Interview, das Werk sei "in der arabischen Welt ein Kultbuch und ein Anker für die kulturelle Identität". Du schmückst dich mit einem orientalisch anmutenden Avatar und einer orientalisch scheinenden Signatur, da darfst du dich auch nicht wundern, dass du bei manchen Lesern solche Assoziationen weckst.
Ich habe nun noch einmal in die Geschichten von Tausendundeinernacht hineingeschaut - inhaltlich gibt es allerdings wenig Parallelen zu deinen Texten, denn "Tausendundeine Nacht berichtet aus dem Leben von Herrschern, aber die zentrale Protagonistin ist eine Frauengestalt, Schahrasad. Schahrasad durchbricht die Grausamkeit des Herrschers. Sie dreht den Spieß um, sie nimmt das Heft selbst in die Hand, aber nicht durch die »Waffen einer Frau«, sondern durch Bildung, durch literarische Bildung. Literatur rettet ihr Leben. Und so feiert das Werk den Triumph der Literatur über patriarchale Herrschergewalt." (Claudia Ott)
Das Märchen nicht für Kinder geschrieben wurden, war mir ohnehin bewusst, die Grimmschen Märchen waren es ursprünglich auch nicht.
du hast für meinen Geschmack eher durch die Blume, ich meine, eine in Posivitäten verlabyrinthierte Erklärung abgegeben, dass dir mein Stil nicht gefällt. Wie könnte ich diese "positive Charakterisierung" freundlich aufnehmen?
Du hättest freundlich aufnehmen können, dass ich eine objektive positive Würdigung versucht habe, obwohl mir persönlich dein Stil nicht gefällt.
Das und auch das "Einfachere" dass ich deine Gedicht unerträglich kitschig finde empfinde ich für mich nicht als konstruktiv, sorry.
Konstruktiv ist ein Kommentar wie "zum Niederknien schön" auch nicht.
Aber ich habe verstanden: Du magst nur positive Rückmeldungen. Ich wünsche dir weiterhin recht viele davon!
Herzlichst
Bei aller Liebe ...
fenestra
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FawzZalum
dass dich der Vergleich mit Tausendundeinernacht so ärgert, kann ich nicht verstehen. Es handelt sich immerhin um Weltliteratur, die Orientalistin Claudia Ott sagt in einem ZEIT-Interview, das Werk sei "in der arabischen Welt ein Kultbuch und ein Anker für die kulturelle Identität".
Was ja alles schön und gut ist. Aber als das benennst 1001Nacht erst jetzt, nachdem du vorher mein Vokabular als aus den 1001nächtigen Erzählungen entsprangen sahst, um dann gleich von Bollywood, Verschnörkelung usw zu sprechen, eben doch für mich genau das "Kitschige", was 1001Nacht ja "anscheinend" ausmacht, in meinem Gedicht wiederfandest. Sorry, aber als Lob konnte ich das nun wirklich nicht verstehen, zumal ich eben schön öfter diesen Vergleich je und je gehört habe, und zwar im Sinne des Romantisch-Verklärten der 1001Nacht-Erzählungen.
Du schmückst dich mit einem orientalisch anmutenden Avatar und einer orientalisch scheinenden Signatur, da darfst du dich auch nicht wundern, dass du bei manchen Lesern solche Assoziationen weckst.
auch wenn das jetzt kleinlich wird, aber meine Signatur ist lediglich Arabisch, ein Gedichtausschnitt von Qabbani, ebenso wie der Avatar. Ich mag Qabbani, und bin deswegen noch lange nicht Orientalismus-vernarrt...aber wenn die Assoziation auch gleich vom Arabischen zu 1001Nacht geht (und auch nur dahin, oder wie? Ich könnt mich da jetzt so richtig schön reinsteigern
)Du hättest freundlich aufnehmen können, dass ich eine objektive positive Würdigung versucht habe, obwohl mir persönlich dein Stil nicht gefällt.
Sorry, aber entweder findest du etwas Positives am Text und Stil und kannst das darlegen oder nicht. Nur weil dir der Stil nicht gefällt, musst du keinen Positiv-Mantel darum wickeln, um dann eigentlich doch zu sagen, dass es dir nicht gefällt. Für mich hat der Positiv-Mantel dann nämlich keinen Wert. Wie könnte er auch, wenn das ja eigentlich nicht das ist, was du beim Lesen "empfandest". Sorry, aber den Unterschied zwischen dem "Vokabular wie aus dem Kulturgut 1001Nacht entsprungen" und dem "hohl-pathetisch-märchenhaft-Bollywoodartigem" konnte ich einfach nicht überbrücken...
Ja, mir wäre es tatsächlich lieber gewesen, du hättest gesagt, dass der Stil nicht gefällt, besonders an den und den Stellen (auch bei anderen Gedichten anscheinend???), weil er eben da und dort zu überpathetisch klang, du das da so und so gelesen hast usw. Dahingehend hab ich zB Floras Kommentar verstanden. Aber sei es drum.
Konstruktiv ist ein Kommentar wie "zum Niederknien schön" auch nicht.
Aber ich habe verstanden: Du magst nur positive Rückmeldungen. Ich wünsche dir weiterhin recht viele davon!
Jetzt verlierst du dich in Plattitüden.
Naja, damit reicht es jetzt finde ich auch. Festzustellen bleibt, dass ich den "Sprung" in deinem ersten Kommentar einfach nicht positiv für mich verwerten konnte.
In diesem Sinne
Herzlichst
Zafar
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wüstenfuchs
Liebe Zafar,
hatte ja früher auch ein Problem(chen) mit den Orientalismen, nun muss ich gestehen, dass ich "wildrötend" wieder und wieder lese ohne Abnutzungserscheinungen und es ganz zauberhaft finde, wie schon Scarlett schrieb...die Farben der Brombeeren, das Violett, alles verbindet sich zu einem faszinierenden Ganzen,
viele Grüße
Fux (zur Zeit in Ferien)
hatte ja früher auch ein Problem(chen) mit den Orientalismen, nun muss ich gestehen, dass ich "wildrötend" wieder und wieder lese ohne Abnutzungserscheinungen und es ganz zauberhaft finde, wie schon Scarlett schrieb...die Farben der Brombeeren, das Violett, alles verbindet sich zu einem faszinierenden Ganzen,
viele Grüße
Fux (zur Zeit in Ferien)
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