nur so
die worte setzen
wie lichtpunkte
in der nacht
die fort schwömmen
würden sie nicht
von erinnerung
belichtet werden
die mich traurig stimmen
so weit weg von dir
landauf landabwärts
durch die hohlwege treibend
wie ein gerissenes blatt
mitten im sommer
das auf die blüte
hoffte und
nun schon
zu fall kommt
wieder und wieder
vereint mit dem
muttertier erde
nur so
-
Louisa
Hallo Johanna und Willkommen!
Mir gefällt das auch gut!
Besonders das hier:
-das ist ein schönes Bild...wo "schwömmen/schwämmen" die eigentlich? Ich hätte übrigens "schwimmen" geschrieben, das klingt besser...(auch wenn es eigentlich eine Vorstellung ist)!
Die Lichtpunkte werden von der Erinnerung belichtet? (Es ist nur eine Frage...es stört mich nicht, aber ich bin etwas verwundert).
Das hier:
finde ich wieder sehr schön! Ich frage mich noch, ob ein "Blatt" auf die "Blüte" hoffen kann...natürlich wissen wir nicht was Blätter sich wünschen, aber kann ein Blatt überhaupt blühen???
Hofft so ein Blatt nicht eher auf ein langes Dasein am Ast?
Aber sonst ist das auch wieder ein sehr schön beschriebenes Bild!
Beim "Muttertier" schließe ich mich dem Herrn Niko an! Das ist nicht so schön...(finde ich).
Aber sonst bin ich schon sehr angetan!
Liebe Grüße, l.
PS: Wieso fangt ihr auf euren Bildern plötzlich alle an zu rauchen
? -Soll ich auch mal ganz literarisch eine Pfeife anzünden (auf dem Bild) ?
Mir gefällt das auch gut!
Besonders das hier:
die worte setzen
wie lichtpunkte
in der nacht
-das ist ein schönes Bild...wo "schwömmen/schwämmen" die eigentlich? Ich hätte übrigens "schwimmen" geschrieben, das klingt besser...(auch wenn es eigentlich eine Vorstellung ist)!
Die Lichtpunkte werden von der Erinnerung belichtet? (Es ist nur eine Frage...es stört mich nicht, aber ich bin etwas verwundert).
Das hier:
so weit weg von dir
landauf landabwärts
durch die hohlwege treibend
wie ein gerissenes blatt
mitten im sommer
das auf die blüte
hoffte und
finde ich wieder sehr schön! Ich frage mich noch, ob ein "Blatt" auf die "Blüte" hoffen kann...natürlich wissen wir nicht was Blätter sich wünschen, aber kann ein Blatt überhaupt blühen???
Hofft so ein Blatt nicht eher auf ein langes Dasein am Ast?
Aber sonst ist das auch wieder ein sehr schön beschriebenes Bild!
Beim "Muttertier" schließe ich mich dem Herrn Niko an! Das ist nicht so schön...(finde ich).
Aber sonst bin ich schon sehr angetan!
Liebe Grüße, l.
PS: Wieso fangt ihr auf euren Bildern plötzlich alle an zu rauchen
? -Soll ich auch mal ganz literarisch eine Pfeife anzünden (auf dem Bild) ?Liebe Johanna,
ja...auch mir gefällt dieser Einstieg....(willkommen
)....
zwei Aufhänger für mich....
einmal: ich würde den Titel absetzen vom Rest des Textes...
und zweitens...das Gedicht nach "zu Fall kommt" enden lassen...und das nicht nur aus dem grund, dass auch mir ds Muttertier nicht gefällt...sondern weil:
Dieses Passage sagt alles für mich, was du mit den von mir "wegegstrichenen" Zeilen sagen willst, es steckt da schon alles drin und zwar in Bezug auf die Beziehung von dem Ich und dem Du und dem Schmerz.
Das Blatt und die Blüte sind dann als Spiegel nötig, aber auch als Erweiterung in den Kreislauf...der dem "nur so" seine schmerzvolle, aber eben auch wahre Kraft verleiht...
alles danach:
ist für mich zu verkrampft und dabei gar nicht nötig.....
das ist natürlich meine Lesart und ich behaupte eine Menge, das für dich vielleicht ganz anders ist...aber ich lasse es jetzt doch mal stehen
und füge dann noch an, dass es so für ich dann wäre:
Übrigens...jetzt, wo ich mal genauer geschaut habe, was ein Hohlweg ist...finde ich das "schwömmen" etwas irritierend...wie wäre denn trieben? schwebten? (sie sind ja in der Luft)
Liebe grüße,
Lisa
ja...auch mir gefällt dieser Einstieg....(willkommen
)....zwei Aufhänger für mich....
einmal: ich würde den Titel absetzen vom Rest des Textes...
und zweitens...das Gedicht nach "zu Fall kommt" enden lassen...und das nicht nur aus dem grund, dass auch mir ds Muttertier nicht gefällt...sondern weil:
nur so
die worte setzen
wie lichtpunkte
in der nacht
die fort schwömmen
würden sie nicht
von erinnerung
belichtet werden
die mich traurig stimmen
so weit weg von dir
landauf landabwärts
durch die hohlwege treibend
Dieses Passage sagt alles für mich, was du mit den von mir "wegegstrichenen" Zeilen sagen willst, es steckt da schon alles drin und zwar in Bezug auf die Beziehung von dem Ich und dem Du und dem Schmerz.
Das Blatt und die Blüte sind dann als Spiegel nötig, aber auch als Erweiterung in den Kreislauf...der dem "nur so" seine schmerzvolle, aber eben auch wahre Kraft verleiht...
alles danach:
wieder und wieder
vereint mit dem
muttertier erde
ist für mich zu verkrampft und dabei gar nicht nötig.....
das ist natürlich meine Lesart und ich behaupte eine Menge, das für dich vielleicht ganz anders ist...aber ich lasse es jetzt doch mal stehen
und füge dann noch an, dass es so für ich dann wäre:nur so
die worte setzen
wie lichtpunkte
in der nacht
die fort schwömmen
würden sie nicht
von erinnerung
belichtet werden
die mich traurig stimmen
so weit weg von dir
landauf landabwärts
durch die hohlwege treibend
wie ein gerissenes blatt
mitten im sommer
das auf die blüte
hoffte und
nun schon
zu fall kommt
Übrigens...jetzt, wo ich mal genauer geschaut habe, was ein Hohlweg ist...finde ich das "schwömmen" etwas irritierend...wie wäre denn trieben? schwebten? (sie sind ja in der Luft)
Liebe grüße,
Lisa
Vermag man eine Geschichte zu erzählen, die noch nicht geschehen ist?
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.
-
Niko
nochmal ich.....
also ich würde es tatsächlich bei "schwimmen" belassen. denn die folgende zeile beginnt mit "würden" das kann dann sowohl für die folgezeile als auch für die vorangegangene zeile gültigkeit haben. ich fänds nicht nur eine lösung, sondern eine gute dazu.
was mir auch noch gefiel ist die doppeldeutigkeit des titels. "nur so" in dem sinne von "nur so und nicht anders" oder eben im sinne von "einfach mal so" zu bedenken gebe ich acuh, dass "nur so" ohne absetzung von der ersten zeile eine weitere bedeutung erlangt "nur so die worte..." in bedeutung von "worte, wie sie nur so.......... also eine art "überschäumen" der worte. "lauter worte setzen"
lieben gruß: Niko
also ich würde es tatsächlich bei "schwimmen" belassen. denn die folgende zeile beginnt mit "würden" das kann dann sowohl für die folgezeile als auch für die vorangegangene zeile gültigkeit haben. ich fänds nicht nur eine lösung, sondern eine gute dazu.
was mir auch noch gefiel ist die doppeldeutigkeit des titels. "nur so" in dem sinne von "nur so und nicht anders" oder eben im sinne von "einfach mal so" zu bedenken gebe ich acuh, dass "nur so" ohne absetzung von der ersten zeile eine weitere bedeutung erlangt "nur so die worte..." in bedeutung von "worte, wie sie nur so.......... also eine art "überschäumen" der worte. "lauter worte setzen"
lieben gruß: Niko
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selachde
hallo und danke für euer lesen und die kommentare!
das gedicht hat keinen titel, habe nur die ersten worte in die titelzeile gesetzt, damit dort etwas steht. das mache ich oft so, wenn ich einfach keinen titel habe oder möchte.
alle hinweise finde ich sehr logisch und bedenke sie schon.
*schwömmen* ist korrekt und ich belasse es sicher, auch wegen des vocales o im vorhergehenden wort, da würde mir schwimmen weniger passen: http://conjd.cactus2000.de/showverb.php?id=6444.
dass die worte (wie lichtpunkte/glühwürmchen oder sterne in der nacht )einfach fortschwimmen würden, wenn sie nicht von der erinnerung belichtet würden...ist vielleicht zu verworren ausgedrückt. das stimmt.
dass blätter eigentlich nicht auf blüte hoffen, war schon im vorfeld ein punkt, über den ich selbst gegrübelt habe, also nochmal danke...
zum hohlweg: es sind ja die worte, um die es geht, einmal dass sie nicht fort schwimmen sollen und zum anderen durch hohlwege treiben, wie alte blätter...zwei verschiedene bilder.
den letzten teil weglassen, hmm, gerade das muttertier löst für mich auf erdige, haarige weise die nicht wirklich greifbare durchsichtigkeit der oberen zeilen ab.
für mich ein sicher etwas derbes aber wohltuend erdendes wort.
alles in allem vielen dank!
ich werde mir die sachen nochmal durch den kopf gehen lassen und falls es ein ergebnis gibt, stelle ich es natürlich hier mit ein!
lg. johanna
das gedicht hat keinen titel, habe nur die ersten worte in die titelzeile gesetzt, damit dort etwas steht. das mache ich oft so, wenn ich einfach keinen titel habe oder möchte.
alle hinweise finde ich sehr logisch und bedenke sie schon.
*schwömmen* ist korrekt und ich belasse es sicher, auch wegen des vocales o im vorhergehenden wort, da würde mir schwimmen weniger passen: http://conjd.cactus2000.de/showverb.php?id=6444.
dass die worte (wie lichtpunkte/glühwürmchen oder sterne in der nacht )einfach fortschwimmen würden, wenn sie nicht von der erinnerung belichtet würden...ist vielleicht zu verworren ausgedrückt. das stimmt.
dass blätter eigentlich nicht auf blüte hoffen, war schon im vorfeld ein punkt, über den ich selbst gegrübelt habe, also nochmal danke...
zum hohlweg: es sind ja die worte, um die es geht, einmal dass sie nicht fort schwimmen sollen und zum anderen durch hohlwege treiben, wie alte blätter...zwei verschiedene bilder.
den letzten teil weglassen, hmm, gerade das muttertier löst für mich auf erdige, haarige weise die nicht wirklich greifbare durchsichtigkeit der oberen zeilen ab.
für mich ein sicher etwas derbes aber wohltuend erdendes wort.
alles in allem vielen dank!
ich werde mir die sachen nochmal durch den kopf gehen lassen und falls es ein ergebnis gibt, stelle ich es natürlich hier mit ein!
lg. johanna
-
Max
Liebe Johanna,
auch von mir ein Willkommen im Salon. Ich denke, die wichtigsten Hinweise zu Deinem Gedicht hast Du hier schon erhalten. Auch ich bin über den ungewöhnlichen Konjunktiv gestolpert, aber in der Tat scheint "schwömmen" die richtige Form zu sein. Allerdings verwunderte mich bei diesem doch recht eleganten starken Konjunktiv die darauffolgende Konstruktion
die dagegen sehr umständlich wirkt. Kannst Du z.B. das "werden" nicht einfach weglassen?
Auch das "Muttertier Erde" finde ich ein wenig problematisch, das vorgeschlagenen "mutter erde" allerdings noch problematischer, vielleicht könntest Du die "Erde" die Dir aber wichtig war, einfach weglassen?
Liebe Grüße
max
auch von mir ein Willkommen im Salon. Ich denke, die wichtigsten Hinweise zu Deinem Gedicht hast Du hier schon erhalten. Auch ich bin über den ungewöhnlichen Konjunktiv gestolpert, aber in der Tat scheint "schwömmen" die richtige Form zu sein. Allerdings verwunderte mich bei diesem doch recht eleganten starken Konjunktiv die darauffolgende Konstruktion
würden sie nicht
von erinnerung
belichtet werden
die dagegen sehr umständlich wirkt. Kannst Du z.B. das "werden" nicht einfach weglassen?
Auch das "Muttertier Erde" finde ich ein wenig problematisch, das vorgeschlagenen "mutter erde" allerdings noch problematischer, vielleicht könntest Du die "Erde" die Dir aber wichtig war, einfach weglassen?
Liebe Grüße
max
-
selachde
herzlichen dank nochmal fürs willkommenheißen, lesen und kommentieren.
max, dein konjunktiv-einwand ist mir auf jeden fall eine überlegung wert, eventuell eher die nachfolgenden zeilen zu überdenken.
vom muttertier erde werde ich mich demnächst jedenfalls nicht trennen, steckt doch auch ein wenig muttertier-herde darin...gegen die oben beschriebene einsamkeit, trauer und körperlosigkeit.
mir ist nicht ganz klar, warum sich der leser an diesen letzten worten stößt, und ob es nicht ein zeichen für deren potential an sich ist...darüber möchte ich schon erstmal nachdenken.
also danke und lg.
johanna
max, dein konjunktiv-einwand ist mir auf jeden fall eine überlegung wert, eventuell eher die nachfolgenden zeilen zu überdenken.
vom muttertier erde werde ich mich demnächst jedenfalls nicht trennen, steckt doch auch ein wenig muttertier-herde darin...gegen die oben beschriebene einsamkeit, trauer und körperlosigkeit.
mir ist nicht ganz klar, warum sich der leser an diesen letzten worten stößt, und ob es nicht ein zeichen für deren potential an sich ist...darüber möchte ich schon erstmal nachdenken.
also danke und lg.
johanna
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claire.delalune
hallo johanna,
herzlich willkommen auch von mir.
mir fiel dein gedicht gestern schon auf, doch reichte mir die zeit da nicht für einen kommentar.
nun steht hier schon viel.
daher von mir nur dies:
insgesamt gefällt mir dein text sehr gut. die verschiedenen bilder reihen sich für mich harmonisch aneinander. mir fielen auch manch scheinbare widersprüche nicht auf, die anderen ins auge fielen. zumindest nicht so, daß es meinen lesegenuß gestört hätte.
"schwömmen" finde ich gut, weil ich meine, daß wir unseren konjunktiv viel zu oft mit "würde" bilden und dieser "alte" konjunktiv 2 fast in vergessenheit gerät.
du schreibst zwar mehrfach, daß du das "muttertier" erde beibehalten willst. ich will dir trotzdem sagen, warum es mich in diesem text stört: es ist ein zu starkes wort an dieser stelle und zieht alle aufmerksamkeit auf sich. das mindert den eindruck, den die worte davor hinterlassen haben, erheblich - er wird einfach von diesem kraftvollen wort überlagert. und das finde ich schade.
der gesamte text hat es verdient, in erinnerung zu bleiben - und nicht nur dies eine wort.
(du merkst ja, wie sehr die leser daran hängen bleiben.)
soweit meine gedanken zu deinem text.
lieben gruß,
kathrin
herzlich willkommen auch von mir.
mir fiel dein gedicht gestern schon auf, doch reichte mir die zeit da nicht für einen kommentar.
nun steht hier schon viel.
daher von mir nur dies:
insgesamt gefällt mir dein text sehr gut. die verschiedenen bilder reihen sich für mich harmonisch aneinander. mir fielen auch manch scheinbare widersprüche nicht auf, die anderen ins auge fielen. zumindest nicht so, daß es meinen lesegenuß gestört hätte.
"schwömmen" finde ich gut, weil ich meine, daß wir unseren konjunktiv viel zu oft mit "würde" bilden und dieser "alte" konjunktiv 2 fast in vergessenheit gerät.
du schreibst zwar mehrfach, daß du das "muttertier" erde beibehalten willst. ich will dir trotzdem sagen, warum es mich in diesem text stört: es ist ein zu starkes wort an dieser stelle und zieht alle aufmerksamkeit auf sich. das mindert den eindruck, den die worte davor hinterlassen haben, erheblich - er wird einfach von diesem kraftvollen wort überlagert. und das finde ich schade.
der gesamte text hat es verdient, in erinnerung zu bleiben - und nicht nur dies eine wort.
(du merkst ja, wie sehr die leser daran hängen bleiben.)
soweit meine gedanken zu deinem text.
lieben gruß,
kathrin
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