Das fertige Bild

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
StefanPollotzky

Beitragvon StefanPollotzky » 18.04.2013, 19:16

Das fertige Bild
("Unsere Momente versinken im Treibsand der Zeit."
"Was sind Freunde, die man verlassen muss? Jetzt schon alte bekannte?")
Es ist so weit. Uns bleiben so wenige Atemzüge, dass ich sie zählen kann.
Vorbei die Kämpfe, das Lachen; Das Leben?versteh mich nicht falsch, ich will mich nicht umbringen. Doch wenn du gehst, fehlt die Farbe in der Welt. Schau dir einen F.Marc-Bild in schwarz-schweiß an und erinnere dich daran, wie es mit Farbe aussah. Dann weißt du, was ich fühle.
Und dann?
Was mache ich? Soll ich dem Ganzen selbst wieder Farbe geben? Ein Amateur im Leben, soll ausfüllen, was mit dem Meister verloren ging? Amateurhaft mit den falschen Farben auf dem Bild herumschmieren, es zu einer billigen Nutte schminken? Dann doch lieber es so lassen, wie du es mir hinterlassen hast. Zwar traurig, in schwarz-weiß, doch kann ich immer deiner Umrisse gedenken, und sie würdigen.
Mehr würdigen, als wohl das fertige Bild.

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Eule
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Beitragvon Eule » 28.04.2013, 14:06

Hallo Stefan, mal vorne weg: Das wenig strukturierte Layout dieses Textes lädt nicht gerade zum Lesen und Kommunizieren ein. Da dies aber auch als Stilmittel eingesetzt werden könnte, will ichs trotzdem versuchen.

Eine existenzielle Abschiedssituation. Ich weiß leider nicht, was "Du" dann fühltest. Auch nach dem Erwähnen der Traurigkeit nicht. Zu zweidimensional bleibt hier das widersprüchliche, letzte Bild für mich.
Ein Klang zum Sprachspiel.

Rita

Beitragvon Rita » 08.09.2013, 10:54

Hallo Stefan Pollotzky,

zunächst: Für mich ist das reine Prosa. Als lyrischer Text ist das Ganze zuwenig verdichtet, und das ganzzeilige Schriftbild verstärkt dieses Empfinden noch.
Ich finde den Text ganz interessant, das Thema Abschied mal ganz anders belichtet, als man es allgemein kennt. Aber Interessantheit macht noch kein Gedicht. Schade, da hättest du mehr draus machen können.

Lieben Gruß, Rita

EMO

Beitragvon EMO » 17.09.2013, 17:28

Hej Stefan,
für mich ist dein Gedicht ein Prosagedicht - nach meiner Kenntnis brauch es als solches nicht besonders strukturiert sein. Leider gibts es in diesem Forum keinen gesonderten Platz für Prosagedichte - oder habe ich da etwas übersehen?
Eigentlich sagt der 1. Abschnitt schon genug. Rita hat nach meiner Ansicht insofern recht, dass du mehr draus machen kannst, z.B. wenn du dich, wie ich empfinde, mit weniger begnügst. Doch dann stimmt der Titel nicht mehr.

MfG, EMO

wolpertinger

Beitragvon wolpertinger » 04.11.2013, 10:43

Hallo Stefan,
Die Zeilen passen so, wie sie hier stehen, auf keine Din A4 Seite, und im Druck ginge es natürlich erst recht nicht, nur soviel dazu, aber vermutlich ist dieser Text nur für das Internet geschrieben, da spielen solche Überlegungen natürlich keine Rolle.Und das EMO dazu sagt, es sei ein Prosagedicht, stimmt natürlich nicht, denn ein Prosagedicht ist ja nun mal ein Gedicht.
Ich denke dieser Text funktioniert in keiner Weise. Es wird vom Leser erwartet, dass er sich ein Bild ansieht, dann wisse er schon was gemeint sei, das wäre genauso als würdest Du schreiben, lies mal einen Text oder ein Gedicht von xy, dann weißt Du, was ich empfinde
Die ersten beiden Zeilen erschließen sich mir im Gesamtkontext überhaupt nicht (da nützt es auch nichts, dass sie in Anführungszeichen und in Klammern gestellt werden.
Und dann steht da auch noch das Adjektiv billig vor Nutte (?)
Und: ..."versteh mich nicht falsch, ich will mich nicht umbringen"...
Nein, das geht alles gar nicht.
Grüße
Wolf


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