ich bin vogel genug
Endfassung:
ich bin vogel genug
meine flügel zu fiedern
für die hellen orte
zu horten
die dunklen zeiten
im alten winternest
zwitschernd zu zählen
die sonnenträume
ich bin vogel genug
für den flug
Zwischenfassung
ich bin vogel genug
meine flügel zu fiedern
für die hellen orte
mit spitzem schnabel
gut zu entsorgen
die dunklen zeiten
aus altem nest
zwitschernd zu zählen
die sonnenträume
ich bin vogel genug
für den flug
1. Fassung:
ich bin vogel genug
meine flügel zu fiedern
für die hellen orte
gut zu horten
die dunklen zeiten
im alten winternest
zwitschernd zu zählen
die fiebrigen sonnenträume
ich bin vogel genug
für den flug
Hallöchen Franz,
auch noch auf zu dieser Stunde? Ab ins Nest!.gif)
Ja, hat etwas, aber, jetzt kommt das aber *g*: ich möchte das Vogel-LI fliegen lassen, auf in den Sommer, weg vom Winter. Es soll eine Aufbruchstimmung darstellen. Und wenn "die dunklen zeiten im winternest übersommern", ist es eine andere Aussage und sozusagen eine andere Startposition für den Flug. ,-)
Liebe Grüße
Gabi, die sich jetzt ins Nest legt
P.S.
Sehe gerade dein posting in der Vorschau, Zefi.
Meine Version ist jetzt die oberste. Einzig das mit dem "alten Winternest" ändere ich evtl. noch. Kommt drauf an, was fenestra mir da schreibt. Danke dir!
auch noch auf zu dieser Stunde? Ab ins Nest!
.gif)
Cicero hat geschrieben:vielleicht ein verrückter Gedanke, aber:
die dunklen zeiten
zu übersommern
im winternest
hat auch etwas!
Ja, hat etwas, aber, jetzt kommt das aber *g*: ich möchte das Vogel-LI fliegen lassen, auf in den Sommer, weg vom Winter. Es soll eine Aufbruchstimmung darstellen. Und wenn "die dunklen zeiten im winternest übersommern", ist es eine andere Aussage und sozusagen eine andere Startposition für den Flug. ,-)
Liebe Grüße
Gabi, die sich jetzt ins Nest legt
P.S.
Sehe gerade dein posting in der Vorschau, Zefi.
Meine Version ist jetzt die oberste. Einzig das mit dem "alten Winternest" ändere ich evtl. noch. Kommt drauf an, was fenestra mir da schreibt. Danke dir!
Wenn das Nest in einer Baumhöhle (oder ersatzweise in einem Nistkasten) ist, schlafen die Vögel auch noch im Winter darin, bauen aber im Frühjahr ein neues, weil das alte voller Flöhe ist. Nester in den Zweigen werden schon im Herbst verlassen, weil dann die Deckung durch das Laub weg ist. Etwas im alten Winternest horten - das hat was von nicht loslassen können und ist ein interessantes Bild. Ich würde das "alte" wieder einfügen, um den Aspekt des Überkommenen besser zum Ausdruck zu bringen.
Übersommern - ach nein, lieber nicht so schnell, wir sind doch gerade erst beim Abflug ins Frühjahr, oder?
Übersommern - ach nein, lieber nicht so schnell, wir sind doch gerade erst beim Abflug ins Frühjahr, oder?
-
poeta
O mein gott, da hat sich aber was getan!!!
Gabriella, ich beglückwünsche dich zu deiner endgültigen fassung. dieser start in den frühling lasse ich mir gefallen, den aufbruch in die helleren stunden, ich hoff nur dass es auch bald wärmer wird.
nicht, um die diskussion erneut anzufachen oder dich zu versunsichern, möchte ich hier auch noch kurz meine eingebungen dazu notieren, die mir während der lektüren all der für und widers zum horten gekommen sind:
ich bin vogel genug
meine flügel zu fiedern
für die hellen orte
im winternest
die dunklen zeiten
nicht (länger) zu horten
zwitschernd zu zählen
die sonnenträume
ich bin vogel genug
für den flug
aber ich finde, wie fenestra, auch das horten im winternest, das sorgsame verwahren an dem ort, den man zurücklässt, sehr sinnig, und gerade darum, weil es nicht so glatt auf der hand liegt, gefällt es mir. es liegt auch etwas von 'annehmen seiner eigene schattenseiten, sich davon aber nicht unterkriegen lassen' darin.
glückwunsch. gabriella!
liebe grüße, poeta
Gabriella, ich beglückwünsche dich zu deiner endgültigen fassung. dieser start in den frühling lasse ich mir gefallen, den aufbruch in die helleren stunden, ich hoff nur dass es auch bald wärmer wird.
nicht, um die diskussion erneut anzufachen oder dich zu versunsichern, möchte ich hier auch noch kurz meine eingebungen dazu notieren, die mir während der lektüren all der für und widers zum horten gekommen sind:
ich bin vogel genug
meine flügel zu fiedern
für die hellen orte
im winternest
die dunklen zeiten
nicht (länger) zu horten
zwitschernd zu zählen
die sonnenträume
ich bin vogel genug
für den flug
aber ich finde, wie fenestra, auch das horten im winternest, das sorgsame verwahren an dem ort, den man zurücklässt, sehr sinnig, und gerade darum, weil es nicht so glatt auf der hand liegt, gefällt es mir. es liegt auch etwas von 'annehmen seiner eigene schattenseiten, sich davon aber nicht unterkriegen lassen' darin.
glückwunsch. gabriella!
liebe grüße, poeta
Liebe Mucki,
ich hab jetzt nur einen Kommentar gelesen, die letzte Version finde ich superschön!
Und ich finde, natürlich horten wir auch die dunklen Zeiten, nichts, was wir erlebten, können wir auslöschen, wegmachen.
Gefällt mir wirklich sehr!
LG
Elsie
ich hab jetzt nur einen Kommentar gelesen, die letzte Version finde ich superschön!
Und ich finde, natürlich horten wir auch die dunklen Zeiten, nichts, was wir erlebten, können wir auslöschen, wegmachen.
Gefällt mir wirklich sehr!
LG
Elsie
Schreiben ist atmen
Hm, naja, etwas horten ist für mich eher positiv belegt.
Es heißt ja, etwas anzusammeln, einen Vorrat anzulegen - aufgrund seiner Kostbarkeit oder Knappheit.
Heißt dann auch, es nicht hergeben zu wollen, nicht loslassen zu wollen, sondern es zu hüten.
Für mich passt das hier nicht so richtig ...
Ich würde eher helle Zeiten horten wollen, um in dunklen daraus zu schöpfen.
Just my 2 cents - aber letztlich muss es natürlich für dich passen, liebe Gabi!
Sonnige Grüße
diana
Es heißt ja, etwas anzusammeln, einen Vorrat anzulegen - aufgrund seiner Kostbarkeit oder Knappheit.
Heißt dann auch, es nicht hergeben zu wollen, nicht loslassen zu wollen, sondern es zu hüten.
Für mich passt das hier nicht so richtig ...
Ich würde eher helle Zeiten horten wollen, um in dunklen daraus zu schöpfen.
Just my 2 cents - aber letztlich muss es natürlich für dich passen, liebe Gabi!
Sonnige Grüße
diana
-
Trixie
... und wenn man nochmal den Bezug zur ersten Strophe aufgreift:
du fiederst deine Flügel FÜR die hellen Orte,
du hortest im Winternest FÜR die dunklen Zeiten? Dann hättest du das schöne Wort horten und hättest den Konflikt mit "hey, der Winter war so schön, ich werd gut drauf aufpassen" entsorgt (haha)
Ansonsten finde ich die Version sehr schön so.
Liebe Grüße!
du fiederst deine Flügel FÜR die hellen Orte,
du hortest im Winternest FÜR die dunklen Zeiten? Dann hättest du das schöne Wort horten und hättest den Konflikt mit "hey, der Winter war so schön, ich werd gut drauf aufpassen" entsorgt (haha)
Ansonsten finde ich die Version sehr schön so.
Liebe Grüße!
Hallo ihr Lieben,
ich finde es so klasse, wie ihr alle hier mitdenkt, euch einbringt. Ein großes DANKE!
fenestra, super, da hab ich was gelernt! Das "alten" steht jetzt wieder drin. Danke dir!
Jeppa!
Und es hat ja einen Grund, warum der Titel "ich bin vogel genug" lautet.
Oben hab ich jetzt Endfassung drüber geschrieben.
Fröhliche Grüße
Gabi
ich finde es so klasse, wie ihr alle hier mitdenkt, euch einbringt. Ein großes DANKE!
fenestra, super, da hab ich was gelernt! Das "alten" steht jetzt wieder drin. Danke dir!
poeta hat geschrieben:aber ich finde, wie fenestra, auch das horten im winternest, das sorgsame verwahren an dem ort, den man zurücklässt, sehr sinnig, und gerade darum, weil es nicht so glatt auf der hand liegt, gefällt es mir. es liegt auch etwas von 'annehmen seiner eigene schattenseiten, sich davon aber nicht unterkriegen lassen' darin.
Elsa hat geschrieben:Und ich finde, natürlich horten wir auch die dunklen Zeiten, nichts, was wir erlebten, können wir auslöschen, wegmachen.
Jeppa!
Und es hat ja einen Grund, warum der Titel "ich bin vogel genug" lautet.
Oben hab ich jetzt Endfassung drüber geschrieben.
Fröhliche Grüße
Gabi
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