wo
war ich
bevor ich
gezeugt wurde
eine schwalbe
ein habicht
nein eine möwe
hoch am himmel
wo
werde ich
am ende sein
wo war am anfang
meine seele
wo
wird sie danach sein
sie gleitet
wie ein habicht
dunkel
fast schwarz
durch die ungewöhnliche höhe
und verschwindet
aus dem rahmen meines fensters
freies weben
Hola Carlos,
dank Googleübersetzer konnte ich mir den Titel übersetzen (= "schönes Gedicht"). M.E. bildet dieser Titel keinen Kontext zum Inhalt. Ich habe hier zudem Schwierigkeiten mit den inhaltlichen Bezügen untereinander.
Du beginnst mit:
wo
war ich
bevor ich
gezeugt wurde
Doch dann folgt keine Verortung, sondern eine Antwort auf die Frage "wer war ich ..." mit
eine schwalbe
ein habicht
nein eine möwe
hoch am himmel
Das "hoch am himmel" ist eine Verortung, doch steht sie hier an sekundärem Platz.
Weiter geht es mit:
wo
werde ich
am ende sein
wo war am anfang
meine seele
Das finde ich ein bisschen zu durcheinandergeraten. " ich am ende" / "am anfang meine seele". Du siehst, ich sehe hier Probleme in der Komposition des Ganzen.
Saludos
Gabriella
dank Googleübersetzer konnte ich mir den Titel übersetzen (= "schönes Gedicht"). M.E. bildet dieser Titel keinen Kontext zum Inhalt. Ich habe hier zudem Schwierigkeiten mit den inhaltlichen Bezügen untereinander.
Du beginnst mit:
wo
war ich
bevor ich
gezeugt wurde
Doch dann folgt keine Verortung, sondern eine Antwort auf die Frage "wer war ich ..." mit
eine schwalbe
ein habicht
nein eine möwe
hoch am himmel
Das "hoch am himmel" ist eine Verortung, doch steht sie hier an sekundärem Platz.
Weiter geht es mit:
wo
werde ich
am ende sein
wo war am anfang
meine seele
Das finde ich ein bisschen zu durcheinandergeraten. " ich am ende" / "am anfang meine seele". Du siehst, ich sehe hier Probleme in der Komposition des Ganzen.
Saludos
Gabriella
-
Klimperer
Querida Gabriella,
muchísimas gracias für dein Interesse für mein Gedicht. Ich hatte schon angefangen, zu resignieren ...
Der Titel "Schönes Gedicht" war nur ein kleiner Scherz.
Es handelt sich um zwei kleine Gedichte, die ich miteinander verwoben habe. Am besten schreibe ich das Eine heraus.
Eine Schwalbe...
ein Habicht...
Nein, eine Möwe
hoch am Himmel.
Sie gleitet
wie ein Habicht,
dunkel,
fast schwarz
durch die ungewöhnliche Höhe
und verschwindet
aus dem Rahmen meines Fensters.
"Freies Weben", der Name der lyrischen Abteilung, hat mich dazu inspiriert.
Und so, "Freies Weben", möchte ich es benennen.
Hasta pronto,
Carlos
muchísimas gracias für dein Interesse für mein Gedicht. Ich hatte schon angefangen, zu resignieren ...
Der Titel "Schönes Gedicht" war nur ein kleiner Scherz.
Es handelt sich um zwei kleine Gedichte, die ich miteinander verwoben habe. Am besten schreibe ich das Eine heraus.
Eine Schwalbe...
ein Habicht...
Nein, eine Möwe
hoch am Himmel.
Sie gleitet
wie ein Habicht,
dunkel,
fast schwarz
durch die ungewöhnliche Höhe
und verschwindet
aus dem Rahmen meines Fensters.
"Freies Weben", der Name der lyrischen Abteilung, hat mich dazu inspiriert.
Und so, "Freies Weben", möchte ich es benennen.
Hasta pronto,
Carlos
Hallo Klimperer,
wenn ich Anfang und Ende für dasselbe nehme und auf die Frage "wo?" mit "Schwalbe ... am/im Himmel" antworte, dann sehe ich keine Brüche.
Auch dass der Blick durch den Fensterrahmen zu klein ist für die "Seele", gefällt mir!
Saludos, Carlos
wenn ich Anfang und Ende für dasselbe nehme und auf die Frage "wo?" mit "Schwalbe ... am/im Himmel" antworte, dann sehe ich keine Brüche.
Auch dass der Blick durch den Fensterrahmen zu klein ist für die "Seele", gefällt mir!
Saludos, Carlos
-
Klimperer
Hola Carl,
ich danke dir sehr für deine Zustimmung.
Ich hatte tatsächlich aus dem Fenster diese Möwe hoch am Himmel beobachtet, die ich zuerst für eine Schwalbe, dann für einen Habicht hielt ...
Tagelang beschäftigte ich mich damit. Am Schluss kam ich auf diese Idee, die Beobachtung mit einer existenziellen Frage zu verbinden, die, wie es fast immer so ist, unbeantwortet bleibt.
Espero que estés bien.
Hasta pronto,
Carlos
ich danke dir sehr für deine Zustimmung.
Ich hatte tatsächlich aus dem Fenster diese Möwe hoch am Himmel beobachtet, die ich zuerst für eine Schwalbe, dann für einen Habicht hielt ...
Tagelang beschäftigte ich mich damit. Am Schluss kam ich auf diese Idee, die Beobachtung mit einer existenziellen Frage zu verbinden, die, wie es fast immer so ist, unbeantwortet bleibt.
Espero que estés bien.
Hasta pronto,
Carlos
-
galapapa
Hallo Klimperer,
ein schönes Gedicht um die ewige Frage des menschlichen bzw. des eigenen Seins.
Ich sehe kein Problem um das "wo" und "wer", denn es geht letztenlich ja um die Frage einer nicht fassbaren Ebene, eines Standortes, der sowohl Sache als auch Ort sein kann. Ich sehe die Frage also mehr als ein "wo habe ich gestanden?".
Besonders passend finde ich das Bild des "Verschwindens aus dem Fenster". Damit drück sich aus, dass es eben mit dem menschlichen Verstand keine Antwort geben kann. Wir können nachdenken, soviel wir wollen, irgendwann entgleitet uns das Problem aus unserer Sichtweite.
Herzlichen Gruß!
galapapa
ein schönes Gedicht um die ewige Frage des menschlichen bzw. des eigenen Seins.
Ich sehe kein Problem um das "wo" und "wer", denn es geht letztenlich ja um die Frage einer nicht fassbaren Ebene, eines Standortes, der sowohl Sache als auch Ort sein kann. Ich sehe die Frage also mehr als ein "wo habe ich gestanden?".
Besonders passend finde ich das Bild des "Verschwindens aus dem Fenster". Damit drück sich aus, dass es eben mit dem menschlichen Verstand keine Antwort geben kann. Wir können nachdenken, soviel wir wollen, irgendwann entgleitet uns das Problem aus unserer Sichtweite.
Herzlichen Gruß!
galapapa
-
Klimperer
Hallo Galapapa,
ich danke dir für deine Beschäftigung mit dem kleinen Gedicht. Ich dachte schon, niemand mehr würde das je tun ...
Da brauchen wir aber nur an Vincent van Gogh zu denken ...
Egal, niemand von uns will eigentlich, erst POST MORTEM erkannt zu werden.
Ich habe ein Essay von Gottfried Benn über die Lyrik gelesen. Er behauptet, ein Dichter schreibe in seinem Leben etwa sieben gute Gedichte ... so können wir also getrost weiter versuchen.
Herzlichen Gruß!
Carlos
ich danke dir für deine Beschäftigung mit dem kleinen Gedicht. Ich dachte schon, niemand mehr würde das je tun ...
Da brauchen wir aber nur an Vincent van Gogh zu denken ...
Egal, niemand von uns will eigentlich, erst POST MORTEM erkannt zu werden.
Ich habe ein Essay von Gottfried Benn über die Lyrik gelesen. Er behauptet, ein Dichter schreibe in seinem Leben etwa sieben gute Gedichte ... so können wir also getrost weiter versuchen.
Herzlichen Gruß!
Carlos
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