ach, friedrich …
Elise Lensing in den Mund gelegt
raum gab ich dir zeit ihn zu nutzen
doch stahlen trübsinn und melancholie
dir inspiration und gedanken
die muse andernorts, huste dir was
klagtest du über elende worte
die das papier nicht lohnten
das dauerte mich jedoch zerrte es
auch an der liebe und lähmte das leben
dein dichterlos - du nicht zu trösten
weder mein busen noch mein schoß
scheuchten die langen schatten - fort
gingst du - und jahre später in wien
dann endlich dramen, gedichte
„von zweigen löst sich nun gereift“
„… ein herbsttag wie ich keinen sah
die luft ist still als atmete man kaum“ -
die früchte dessen was auch ich gehegt
worauf ich baute lassen mich jubeln
nur selten packen mich zweifel
beständig mein mut doch reicht er nicht
mich dir ganz und gar zu versagen
wer bist du wirklich – du – der
mich in seine nähe zwingt trotz ferne
wo schlaf mich flieht nur die
minuten kostbar sind im wachen sein
obwohl mich wenig hoffen macht
wand an wand liegen welten dazwischen …
©GJ1994-20070908
Diesen alten Text habe ich mal eingestellt, weil mich das Thema, aus Liebe nicht schlafen zu wollen auch damals schon gereizt hat... siehe insonnia
Ach Friedrich ...
Liebe Gerda,
bei diesem Text muss ich an Christine Brückners "Ungehaltene Reden ungehaltener Frauen" denken. Zwar kommt aus deinem Text mehr Verzweiflung über Friedrich Hebbels Unstetigkeit und Treulosigkeit heraus, als Wut, aber es gibt auch Anzeichen von Stärke.
Um dem Motiv der bewussten Schlaflosigkeit noch mehr Wirkung zu verschaffen, würde ich den Text nach dem Wort "wachen" enden lassen. Was danach kommt, bringt eigentlich nichts Neues. Aber wenn es ein älterer Text ist, willst du ihn vermutlich nicht mehr anrühren.
Für mich war es spannend, angeregt durch diesen Text mal in die Geschichte von Elise und Friedrich einzusteigen.
Viele Grüße
fenestra
bei diesem Text muss ich an Christine Brückners "Ungehaltene Reden ungehaltener Frauen" denken. Zwar kommt aus deinem Text mehr Verzweiflung über Friedrich Hebbels Unstetigkeit und Treulosigkeit heraus, als Wut, aber es gibt auch Anzeichen von Stärke.
Um dem Motiv der bewussten Schlaflosigkeit noch mehr Wirkung zu verschaffen, würde ich den Text nach dem Wort "wachen" enden lassen. Was danach kommt, bringt eigentlich nichts Neues. Aber wenn es ein älterer Text ist, willst du ihn vermutlich nicht mehr anrühren.
Für mich war es spannend, angeregt durch diesen Text mal in die Geschichte von Elise und Friedrich einzusteigen.
Viele Grüße
fenestra
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Gerda
Huch, liebe fenestra, da bin ich aber überrascht ... 
Deinen Vorschlag den Schluss zu kürzen habe ich mir notiert. Ich bin noch nicht sicher, ob das von der Sprachmeldodie her aufgeht, aber denkbar wäre es für mich schon, die letzten zwei Verse weg zu lassen.
Was Elise Lensing und Fridrich Hebbels Verhältnis angeht gibt es u. a. einen Roman von Sibylle Knaus: "Ach Elise ... oder Lieben ist ein schweres Geschäft", den ich (1998) gern gelesen habe und empfehlen kann.
Liebe Grüße
Gerda

Deinen Vorschlag den Schluss zu kürzen habe ich mir notiert. Ich bin noch nicht sicher, ob das von der Sprachmeldodie her aufgeht, aber denkbar wäre es für mich schon, die letzten zwei Verse weg zu lassen.
Was Elise Lensing und Fridrich Hebbels Verhältnis angeht gibt es u. a. einen Roman von Sibylle Knaus: "Ach Elise ... oder Lieben ist ein schweres Geschäft", den ich (1998) gern gelesen habe und empfehlen kann.
Liebe Grüße
Gerda
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