(w)erdung

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
Niko

Beitragvon Niko » 05.11.2012, 18:25



(w)erdung



ich sehne daraus
das vorhandene
aus allen blickmustern
patche ich dir eine augenweide

und ich sehne daraus
das verlorene
hinter die ohren geschrieben
mit worten aus alabaster

und wieder sehne ich daraus
das übriggebliebene
aufs herz hab ich´s gedrückt
auf deines und meines
um das vergessen zu spüren



.

pjesma

Beitragvon pjesma » 06.11.2012, 15:45

hallo niko,
ich muss leider sagen das mich dies gedicht nicht so begeistert, ich hoffe es verletzt dich jetzt nicht weil es dir womöglich was besonderes bedeutet...ich bleib trocken am text, gell ;-)
es sind für mich mehrere knackpunkte vorhanden...zbsp ist mir etwas unlogisch die verbinung von sehnen und vorhandenem, für mich hat sehnen fast zwanghaft etwas zu tun mit abwesendem, fernem (verlorenem dann schon eher)....
hinter die ohren schreiben, na ich weiß nicht...es kommt mir automatisch das drohspruch in sinn (schreib dir das ...!) und ich kann mir nicht vorstellen dass dieses deiner intention entspricht...
und besonders ein "roter tuch" sind mir persönlich "alabaster worte". ich kann mir ein körper wie alabaster vorstellen, ein strand, ein etwas fassbares, materielles...aber ich weiß ehrlich nicht wie ich mir alabaster worte vorstellen soll, wennzwar das wort alabaster sehr schön ist und aufwertend wirken kann...ich kann sie hier auf worte schlecht münzen---wie sind sie dann, die worte? glatt? weiß? hart? welche eigenschaften von worten sollten mit alabaster ausgedrückt werden? vielleicht klärst du mich auf :-)
grüße, pjesma


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Baidu [Spider] und 18 Gäste