im Herbst
wir beide laufen durch den Nebel
die Handyuhr geht vor
dreimal am Tag fährt der Bus
leer an uns vorbei
wir werfen unseren Blick ins Tal
er kommt nicht weit
du findest Stockschwämmchen
zum Kotzen
im Herbst
-
Gerda
Liebe Amanita,
ich hatte mir ein lLsezeichen gesetzt und wundere mich, dass immer noch kein Kommentar zu diesem etwas anderen Herbstgedicht eingegangen ist.
Aber von mir dümpelt auch ein altes irgendwo unkommentiert herum, so etwas passiert manchmal ...
Ich finde deinen Text irgendwie schroff, gerade so, als würde sich das Lyrch gegen diesen Herbst und das Laufen durch den Nebel stemmen, obgleich es ja dieses Lyrich ist, was offenbar auf Pilzsuche wollte. Du vermittelst eine für mich greifbare Stimmung der Aussichtslosigkeit, sowohl tatsächliche, als auch im übertragenden Sinn. In dieser Beziehung mit dem LyriDu scheint es nicht zu funktionieren. Die Stockschwämmchen sind ein Beispiel dafür, dass es mehr als hakt. Das Kotzen drückt Abscheu auch des LyriDu gegen das Lyrich aus.
Das Gedicht kennt keinen Kompromiss, es lässt mich mit Fragen zurück, die ich nur selbst beantworten kann, was ich gut finde.
Hier ist die sonst in Herbstgedichten oft lesbare Melancholie sehr versteckt durch nahezu burschikosen Umgang, mit dem Bruch, der sich abzeichnet.
Mir gefällt es.
Liebe Grüße
Gerda
ich hatte mir ein lLsezeichen gesetzt und wundere mich, dass immer noch kein Kommentar zu diesem etwas anderen Herbstgedicht eingegangen ist.
Aber von mir dümpelt auch ein altes irgendwo unkommentiert herum, so etwas passiert manchmal ...

Ich finde deinen Text irgendwie schroff, gerade so, als würde sich das Lyrch gegen diesen Herbst und das Laufen durch den Nebel stemmen, obgleich es ja dieses Lyrich ist, was offenbar auf Pilzsuche wollte. Du vermittelst eine für mich greifbare Stimmung der Aussichtslosigkeit, sowohl tatsächliche, als auch im übertragenden Sinn. In dieser Beziehung mit dem LyriDu scheint es nicht zu funktionieren. Die Stockschwämmchen sind ein Beispiel dafür, dass es mehr als hakt. Das Kotzen drückt Abscheu auch des LyriDu gegen das Lyrich aus.
Das Gedicht kennt keinen Kompromiss, es lässt mich mit Fragen zurück, die ich nur selbst beantworten kann, was ich gut finde.
Hier ist die sonst in Herbstgedichten oft lesbare Melancholie sehr versteckt durch nahezu burschikosen Umgang, mit dem Bruch, der sich abzeichnet.
Mir gefällt es.
Liebe Grüße
Gerda
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