Augen

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
Timo

Beitragvon Timo » 24.08.2012, 18:27

Deine Augen sind mir nah,
aber ich finde nicht zu dir.
Ich habe meine Hand gereicht,
doch du wendest dich ab.
Der Pfad zu dir unendlich
über Brücken muss ich geh`n.
Traurig schaue ich dir nach.

@ Timo

Nada

Beitragvon Nada » 10.09.2012, 23:11

ferdi hat geschrieben:Und angesichts des Umstands, dass jedes zweite hier im Salon eingestellte Gedicht mindestens einen fremdsprachlichen Ausdruck, irgendeine abstruse biologische Bezeichnung oder den Namen eines 437 vor Christus verstorbenen chinesischen Wasserbüffelzüchters einflicht, immer in der Erwartung, nein: mit dem Anspruch, dass der Leser das alles gefälligst ergoogelt


:eek: Ach, du Schreck, nee, Lyrik is nix für mich ... ich geh lieber wieder zur Prosa-Ecke zurück :pfeifen:

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nera
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Beitragvon nera » 10.09.2012, 23:15

ferdi, da haste auch wieder recht. allerdings frage ich mich oft ob das notwendig ist, gerade wenn es um kritiken geht, mit begriffen um sich zu werfen, die man durchaus auch anders (be)schreiben könnte. zugegeben, in gedichten bin ich großzügiger;) was das betrifft.
und gelegentlich habe ich den eindruck, dass man sich gerne auf solchen so schön hingeworfenen begriffen ausruht.

allerdings weiß ich nun immer noch nicht, wieso hier von contextualität gesprochen wird, die eher langweilig umgesetzt wäre.
lg

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Beitragvon nera » 10.09.2012, 23:26

jetzt habe ich doch gegoogelt, weil david sagt kontextualisierung bedeutet etwas in kontex setzen. ich habe hatte eher die erinnerung von etwas, was zusätzlich zum text läuft (in meinen einfachen worten..)
hier mal den link:
http://www.univie.ac.at/linguistics/pub ... ierung.htm

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ferdi
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Beitragvon ferdi » 10.09.2012, 23:31

Hallo nochmal!

Nera, notwendig ist es sicher nicht ... Aber wer mag, der soll. Hm, wie klänge das denn, wenn man's anders sagte?

"Hier werden Bilder bemüht, die leider abgenutzt sind und nicht in einen neuen, originellen Bezugs-Rahmen gestellt werden. Die Art, wie der (Körper-)Teil "deine Augen" stellvertretend für das Ganze, das "Du" verwendet wird, hinterlässt eher einen unfreiwillig komischen Eindruck."

So vielleicht? (David möge mir auf die Finger klopfen, wenn nicht). Aber wie gesagt: So ganz und gar ungewöhnlich sind die beiden Ausdrücke sicher nicht.

Nada, doch klar ist die Lyrik was für dich: Du liest einfach nur die andere Hälfte der Gedichte, das sind immer noch ausreichend viele ;-)

Ferdigruß!
Schäumend enthüpfte die Woge den schöngeglätteten Tannen. (Homer/Voß)

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Beitragvon nera » 10.09.2012, 23:52

geht doch!;) ferdi
allerdings hat das immer noch nichts mit kontextualisieren zu tun, sorry? wenn ich den link nun nochmal gelesen habe.

was das "pars pro toto" in diesem text betrifft, sowie den gesamten text, gehe ich ja mit. er ist nicht sehr originell. aber wenn jemand anfängt zu schreiben, erschlagen ihn diese begriffe. gerade dann wenn er noch danach googelt. siehe meine link.

Gerda

Beitragvon Gerda » 11.09.2012, 03:30

Liebe alle hier im Faden,

jemand, der sich selbst im Profil als Schriftsteller bezeichnet siehe memberlist.php?mode=viewprofile&u=510
sollte die Begriffe kennen.

Ehrlich gesagt, verstehe ich die Aufregung um Fremdwörer hier wirklich nicht.
Auch wenn jemand neu im Blauen Salon ist wie hier z. B. Timo, heißt das doch nicht, dass sie/er keine Erfahrung mit entsprechenden Fachtermini (Fachbegriffen) ;-) hat.

Zurück zum Text wäre mein Vorschlag.
Allerdings vermag ich nichts dazu zu schreiben, weil ich nur wiederholen würde, was bereits gesagt wurde.

Liebe Grüße
Gerda

Timo

Beitragvon Timo » 14.09.2012, 14:07

Liebe Lisa,
man kann es so oder so schreiben, wenn man will findet man es gut oder weniger gut. Ich schreibe so, wie ich es empfinde oder empfunden habe.

Hallo Nifl,
was hat mein Gedicht mit einem Stalker zu tun, wenn jemanden nachgeschaut wird, belästigt man ihn/sie noch lange nicht.

Hallo David,
was heißt hier Resonancraum oder lyrischen Mehrwert? Mehrwert erhält es durch persönliche Interesse oder lyrischer Einstellung. Mir war es wichtig, die Situation, wie ich sie erlebte darzustellen und meine Gedanken und Gefühle so zu beschreiben, wie es dasteht. Es geht um Abweisung, obwohl die Hand gereicht wird!

Hallo Nada,
das Gedicht zu verstehen ist sehr einfach, obwohl schon hundert mal geschriebene oder gesprochen Worte hier zu finden sind. Welches Wort wurde nicht schon zigmal gesprochen, geschrieben?

Hallo Niko,
sicher ist der Text nah bei mir ran, denn ich habe es selbst erlebt. Schreibst du nicht auch solche nah erlebte Gedichte?


Hallo Nada,
ich finde wer so viele Fremdwörter benutzt, sollte erst einmal die deutsche Sprache ausschöpfen, denn da gibt es viele passende Wörte. Für mich ist ein Gedicht ein Ausdruck der Gefühle.

Hallo Nera,
man sollte in der Lyrik nicht unbedingt Aussergewöhnliches suchen oder finden wollen, sondern etwas was den Leser anspricht, da gibt es eben solche oder solche Meinungen, die ich akzeptieren kann. Was ich daraus für mich nehme, ist meine persönliche Sache.

Hallo Ferdi,
was du als gewagt hinstellst, ist es nicht. Man sollte offen und verständlich schreiben und da gelten ganz einfache Sätze.

Vielen Dank für eure Diskussion und Meinung, ich werde auch fernerhin so schreiben, dass es möglichst jeder versteht.
Herzlichst
Timo

Gerda

Beitragvon Gerda » 16.09.2012, 07:56

Timo, warum muss denn jeder verstehen, was in deinen Texten steht?
Worum geht es dir?
Möchtest du literarisch schreiben?
Möchtest du dich verbessern?
Oder möchtest du dem pot. Leser lediglich gefallen?
Es gibt viele Menschen, die auch die alten Poesiealbumsprüche schön finden, das heißt aber nicht, dass diese gute Lyrik sind. Ich würde sie mal liebevoll aber auch ironisch als Blümchenpoesie bezeichnen.

Gedichte sind allermeist Ausdruck des inneren ureigenen Antriebs. Das Schreiben ist dann ein "Muss", und das "Gefallen wollen", oder die "Lesbarkeit" für andere sollten beim Dichten eigentlich keine Rolle spielen.
Schau einmal ganz genau auf dich und deine Texte und wie sie entstanden sind. Was hat dich angetrieben?
Wo stehst du? Bist du nur vom Wunsch beseelt dem Leser fertige Kost, mit der du ihm gefallen möchtest vorzusetzen?

Ich kenne viele AutorInnen, auch solche die bekannter sind und bei seriösen Verlagen veröffentlicht haben. Sie alle haben nicht in erster Linie den Antrieb zu schreiben um anderen zu gefallen oder gar den Anspruch, dass sie von allen verstanden werden, deshalb erstaunt mich dein Ansinnen sehr.

Gedichte können ganz sicher weder authentisch noch literarisch werden, wenn du nicht offen bist, für die in diesem Faden schon geäußerte Kritik.
Ich fürchte auch, dass du bald keine Rückmeldungen mehr erhalten wirst, weil du nicht erkennen lässt, dass die Kritik irgendeine Wirkung hat.

Morgengrüße
Gerda
Zuletzt geändert von Gerda am 16.09.2012, 08:10, insgesamt 1-mal geändert.

Niko

Beitragvon Niko » 16.09.2012, 08:09

sicher ist der Text nah bei mir ran, denn ich habe es selbst erlebt. Schreibst du nicht auch solche nah erlebte Gedichte?


timo, du musst meine kritik schon genau lesen. ich schrieb:

der haken bei der lyrik ist meiner meinung nach immer, dass sie nicht gut sein kann, wenn sie nichts mit dem autoren zu tun hat, aber schnell "schlecht" wird, wenn der verfasser es nicht schafft, seine person ein bisschen mehr vom text abzukoppeln.


liebe grüße: niko

Timo

Beitragvon Timo » 17.09.2012, 09:27

Liebe Gerda,
ich schreibe nicht um anderen zu gefallen, sondern sie an meinen Gedanken teil nehmen zu lassen und sich zu freuen. Ich glaube auch, dass dieses Forum für mich nicht unbedingt geeignet ist.
Herzlichst
Timo


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