(Alp-)Traum

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
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Eule
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Beitragvon Eule » 24.07.2011, 12:37

(Alp-)Traum


Tief geflogen nächtens
über die Planke Freiheit

Was wäre wenn

Dachte der Feuervogel
Aufgeplustert der

Arme am Morgen
Wäre ich wieder

Stundenlang unterwegs
Ein Klang zum Sprachspiel.

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Ylvi
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Beitragvon Ylvi » 29.07.2011, 19:02

Hallo Eule,

ich kann das gut für mich interpretieren und sehen. Ein wenig comicmäßig sieht er für mich aus, der arme Feuervogel, wie er über die Planke (geht) fliegt und sich erloschen und frustriert aufplustert. Wozu dann allerdings der Titel (der aber auch nicht sehr verlockend ist, um den Text überhaupt anzuklicken?) nicht wirklich passt. Auch die Rubrik irritiert mich etwas. Also vermutlich lese ich nicht deiner Intention gemäß ... gefällt mir trotzdem. :)
Aufgeplustert der
Arme am Morgen
Diesen Zeilen und Strophenumbruch finde ich allerdings unfreiwillig komisch, weil ich man die anderen Zeilen auch jede für sich lesen kann. Arme am Morgen oder Beine am Abend. :o))

Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)

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Eule
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Beitragvon Eule » 29.07.2011, 23:05

Hallo Flora, danke für Deinen Kommentar. Der Feuervogel ist eine recht verbreitete Metapher für einen Unglücksbringer. Ich schrieb den Text am Tag nach dem Massaker von Oslo. Der arme Feuervogel kann ja (vielleicht) wirklich nichts dafür, aber die meisten Menschen fürchten ihn aus guten Gründen. Und stehen trotzdem immer wieder fassungslos vor dem vielen Unglück. Da kann es nicht schaden, wenn er sich ab und zu ein wenig abkühlt. Abgesehen davon, dass hier in der Gegend öfter mal echte Feuerteufel zündeln ...
Ein Klang zum Sprachspiel.

Gerda

Beitragvon Gerda » 30.07.2011, 12:45

Hallo Eule,

wenn ich "Feuervogel" lese, sehe ich Strawisnkys Hommage (Ballett) an das Fabelwesen vorm inneren Auge.
In der Mythologie steht dieses Fabelwesen für die Freiheit, aber auch gleichermaßen für Anforderungen, die Glück sowohl als auch Unglück bedeuten können.
Soweit so (un)klar,.
Lässt der erste Teil deines Textes aufhorchen, er klingt ungewöhnlich ein wenig bizarr, so klingt der zweite Teil deines Textes mir ungewollt (?) komisch in den Ohren.
Weshalb du den Feuervogel ausgerechnet als Metapher im Zusammenhang mit dem Massker in Norwegen herangezogen hat, erschließt sich mir jedenfalls nicht durch deinen Text.

Liebe Grüße
Gerda

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Eule
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Beitragvon Eule » 07.08.2011, 02:28

Hallo Gerda, der Feuervogels ist schwer zu bändigen oder zu zähmen und verkörpert im Text sowohl Schicksal als auch Leidenschaft. Beides ist oft schwer oder gar nicht zu beherrschen und kann leider auch furchtbar sein. Vielleicht mit ein Grund, warum sich so viele Fabeln um Katastrophen ranken. Herzliche Grüße !
Ein Klang zum Sprachspiel.


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