Im alten Garten
Vor dunklen Pinselstrichen der Hecke
zeichnen sich zart ziselierte Cosmeen
und Rittersporne in Weiß
an sonnigem Möhrengefieder, Doldengewächsen
tanzen Insekten schattenlosen Gesang
Da heizen die Stunden Buchsbaumdunst
über artige Wege bis hinten zum Stachelgehölz
mit seinen Rosenkaskaden, gemalt
aus pastosem Karmin
während samtenes Licht, grünlich lasiert
auf die eisern starrende Brunnenpumpe fällt
und auf das Haus aus schilferndem Holz
dessen Modergeruch Behaglichkeit mit Ekel mischt
Wir holen die klammen Kissen heraus
das morsch gewordene Gestühl
und trinken den Most aus vergangenen Jahren
unsere Kinder verlassen das Paradies
durch verrostete Pforten
mit ihren Skizzen
Im alten Garten
Ach, Amanita, ich mag Deine Lust an der Sprache. Obwohl es mir hier stellenweise fast eine Spur zuviel ist, zu genau, so dass es mich im Entwickeln der eigenen Bilder hindert.
EIn Highlight für mich:
unsere Kinder verlassen das Paradies
durch verrostete Pforten
Das ist toll!
Liebe Grüße
leonie
Soviel auf die Schnelle....
EIn Highlight für mich:
unsere Kinder verlassen das Paradies
durch verrostete Pforten
Das ist toll!
Liebe Grüße
leonie
Soviel auf die Schnelle....
Danke, leonie - Lust an der Sprache ... da könnt' ich die ganze Nacht durchschreiben, wenn ich das lese!
War mir klar, dass es hier etwas "überbordend" zugeht, aber das muss sein, wenn ich die Erinnerungen an den großmütterlichen Garten aufzeichne.
War mir klar, dass es hier etwas "überbordend" zugeht, aber das muss sein, wenn ich die Erinnerungen an den großmütterlichen Garten aufzeichne.
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