mutter -
im fieber umfasste ich oft deine arme / ertrug
nur so die tausendfachen stiche der bettdecke
die zum nagelbrett wurde / du kühltest meine
stirn und gabst dem alp die sporen
nun sitzt er fest auf deiner brust
kein wort fällt aus der stille
kein trost durch sie hindurch
du blickst nach innen
ich halte deine hand
sie fühlt sich trocken an
so kalt und mager schon
hier ist dein kind
fühlst du?
©GJ2004/2011
mutterliebe II
Liebe Gerda,
diesen Text von dir finde ich auch sehr fein - leonie, ich sehe es ein bisschen anders als du, ich nehme den Aufbau anders wahr als du - für mich treffen sich Mutter und Kind in den von dir als besonders stark hervorgehobenen Mittelzeilen und das vorher ist das Kind und das danach die Mutter (innerlich parallel gesetzt) - dass die beiden Passagen einen direkteren Sprachgebrauch haben, stört mich erstmal nicht, ich finde das "dramatisch" sogar angenehm und klug, denn oft sind Gedichte, die von vorne bis hinten "sehr klar/streng/straff verdichtet sind" nicht mehr zugänglich auf eine bestimmte Art. Sie sind rezipierbar, klar, aber eben anders. Und für das Thema hier finde ich eine gewisse Luft zwischen der Konzentration gut. Für mich jedenfalls hatte das einen Effekt beim Lesen.
liebe Grüße,
Lisa
diesen Text von dir finde ich auch sehr fein - leonie, ich sehe es ein bisschen anders als du, ich nehme den Aufbau anders wahr als du - für mich treffen sich Mutter und Kind in den von dir als besonders stark hervorgehobenen Mittelzeilen und das vorher ist das Kind und das danach die Mutter (innerlich parallel gesetzt) - dass die beiden Passagen einen direkteren Sprachgebrauch haben, stört mich erstmal nicht, ich finde das "dramatisch" sogar angenehm und klug, denn oft sind Gedichte, die von vorne bis hinten "sehr klar/streng/straff verdichtet sind" nicht mehr zugänglich auf eine bestimmte Art. Sie sind rezipierbar, klar, aber eben anders. Und für das Thema hier finde ich eine gewisse Luft zwischen der Konzentration gut. Für mich jedenfalls hatte das einen Effekt beim Lesen.
liebe Grüße,
Lisa
Vermag man eine Geschichte zu erzählen, die noch nicht geschehen ist?
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.
-
Gerda
Liebe Lisa,
über deinen Kommentar habe ich mich ganz besonders gefreut, weil ich weiß, wie wenig Zeit du eigentlich zur Verfügung hast. Aber auch inhaltlich hat mich deine Zustimmung, sehr, sehr gefreut.
Hab Dank -
und hab es schön auch ohne Bruno. Das ist auf andere Art und Weise erfrischend, wird dir gut bekommen und die Wiedesehensfreude entschädigt garantiert.
Liebe Grüße
Gerda
über deinen Kommentar habe ich mich ganz besonders gefreut, weil ich weiß, wie wenig Zeit du eigentlich zur Verfügung hast. Aber auch inhaltlich hat mich deine Zustimmung, sehr, sehr gefreut.
Hab Dank -
und hab es schön auch ohne Bruno. Das ist auf andere Art und Weise erfrischend, wird dir gut bekommen und die Wiedesehensfreude entschädigt garantiert.
Liebe Grüße
Gerda
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. Macht aber ja nix, mir haben Eure Beiträge geholfen zu verstehen, warum Ihr das anderes seht. Also: Danke nochmal...