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Renée Lomris
Hallo Flora,
du antwotest auf folgende Fragen von mir mit einer Frage.
So sieht das in deinem Kommentar aus:
1. Skepsis in Bezug auf was?
in Bezug auf das Schreiben. Ich lese zur Zeit nicht genug und muss mich jeden Tag ermahnen, das Lesen wieder aufzunehmen. Solche Phasen hatte ich schon früher, nie so lange. Deshalb bin ich etwas schuldbewusst: zuviel zu schreiben ... zuwenig zu lesen.
2. Was ist Forumsdichten, ist das etwas anderes, als "normales" dichten?? - Forumsdichten ist eine Form des schriftlichen Ausdruck, wie es ihn vorher nie gegeben hat - auch wenn vermutlich Vergleichbares (die Kalender) existiert hat. Forumsdichten heißt, in das Forum hineindichten, in einen Raum der gewissen Lese- Schreib- Kommentierritualen folgt. Ein Dichten aus dem Stegreif, aus dem Handelenk heraus, ein Schütteln von Wortbäumen. Man merkt am Rhythmus der Worte, dass schnelligkeit eine Groé Rolle spielt. Wenig Kenntnisse in Literatur- und Dprachwissenschaft, von Metrik, Poetologie ganz zu schweigen. Der Blaue Salon mit seinen großartigen Kennern und Kennerinnen bildet eine große und ehrenwerteAusnahme.
Aber auch hier gibt es Sucht nach rasch gelesenem und rasch verstandenem ...
Das hier Gedichtete muss erst durch den Feuerofen des Papiers oder der Gestaltung im Sinne des tableau, um als Gedicht wahrgenommen zu werden.
3. Und wo maßregelt Ferdi und wen??? (Ich weiß gar nicht, ob er hier in diesem Faden überhaupt mitliest?)
In fast jedem Gedicht das Ferdi schreibt, finde ich eine Art Maßregelung ... und da ich inzwischen seine großen Kenntnisse und seinen Humor schätzen lernen konnte, fühle ich mich auch nicht mehr so streng betroffen wie anfangs. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich nicht die Einzige bin, die das so wahr niimmt. Dazu noch: ich finde darin einen gewissen Charme. Er lädt uns immer ein, auf den Boden der Tatsachen und Möglichkeient zurückzukehren und uns nicht als unbeholfene Albatrosse lächerlich zu machen. Das macht er in einer sehr reinen, entschlackten Sprache ...
Ich glaube, aber das kann ich w.irkllich nur als Vermutung äußern, dass Ferdi fast alles liest. (aber nur gaaaaaan selten kommentiert)
liebe Grüße
Renée
du antwotest auf folgende Fragen von mir mit einer Frage.
So sieht das in deinem Kommentar aus:
Ein Satz, der bei mir viele Fragezeichen hinterlässt. Skepsis in Bezug auf was? Was ist Forumsdichten, ist das etwas anderes, als "normales" dichten?? Und wo maßregelt Ferdi und wen??? (Ich weiß gar nicht, ob er hier in diesem Faden überhaupt mitliest?)In mir bleibt eine unauflösliche Skepsis zurück ... die sich nicht nur einstellt, wenn ich Ferdis "Maßregelungen" (wahrscheinlich empfindet er das nicht so) zur Eitelkeit des Forumdichtens lese.
1. Skepsis in Bezug auf was?
in Bezug auf das Schreiben. Ich lese zur Zeit nicht genug und muss mich jeden Tag ermahnen, das Lesen wieder aufzunehmen. Solche Phasen hatte ich schon früher, nie so lange. Deshalb bin ich etwas schuldbewusst: zuviel zu schreiben ... zuwenig zu lesen.
2. Was ist Forumsdichten, ist das etwas anderes, als "normales" dichten?? - Forumsdichten ist eine Form des schriftlichen Ausdruck, wie es ihn vorher nie gegeben hat - auch wenn vermutlich Vergleichbares (die Kalender) existiert hat. Forumsdichten heißt, in das Forum hineindichten, in einen Raum der gewissen Lese- Schreib- Kommentierritualen folgt. Ein Dichten aus dem Stegreif, aus dem Handelenk heraus, ein Schütteln von Wortbäumen. Man merkt am Rhythmus der Worte, dass schnelligkeit eine Groé Rolle spielt. Wenig Kenntnisse in Literatur- und Dprachwissenschaft, von Metrik, Poetologie ganz zu schweigen. Der Blaue Salon mit seinen großartigen Kennern und Kennerinnen bildet eine große und ehrenwerteAusnahme.
Aber auch hier gibt es Sucht nach rasch gelesenem und rasch verstandenem ...
Das hier Gedichtete muss erst durch den Feuerofen des Papiers oder der Gestaltung im Sinne des tableau, um als Gedicht wahrgenommen zu werden.
3. Und wo maßregelt Ferdi und wen??? (Ich weiß gar nicht, ob er hier in diesem Faden überhaupt mitliest?)
In fast jedem Gedicht das Ferdi schreibt, finde ich eine Art Maßregelung ... und da ich inzwischen seine großen Kenntnisse und seinen Humor schätzen lernen konnte, fühle ich mich auch nicht mehr so streng betroffen wie anfangs. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich nicht die Einzige bin, die das so wahr niimmt. Dazu noch: ich finde darin einen gewissen Charme. Er lädt uns immer ein, auf den Boden der Tatsachen und Möglichkeient zurückzukehren und uns nicht als unbeholfene Albatrosse lächerlich zu machen. Das macht er in einer sehr reinen, entschlackten Sprache ...
Ich glaube, aber das kann ich w.irkllich nur als Vermutung äußern, dass Ferdi fast alles liest. (aber nur gaaaaaan selten kommentiert)
liebe Grüße
Renée
Hallo Renée,
ich danke dir für deine Antwort, habe aber gerade den Eindruck, dass Fragen (auch in anderen Fäden) nur zu immer noch mehr Fragen führen. Wahrscheinlich, weil wir so vieles grundsätzlich unterschiedlich wahrnehmen.
Also hier erstmal nur noch kurz, damit deine Antwort nicht so in der Luft hängen bleibt. Vielleicht bin ich darin naiv, aber für mich gibt es "Forumsdichten" in dieser Form nicht und Ferdis Texte habe ich noch nie als Maßregelung empfunden.
Liebe Grüße
Flora
ich danke dir für deine Antwort, habe aber gerade den Eindruck, dass Fragen (auch in anderen Fäden) nur zu immer noch mehr Fragen führen. Wahrscheinlich, weil wir so vieles grundsätzlich unterschiedlich wahrnehmen.
Also hier erstmal nur noch kurz, damit deine Antwort nicht so in der Luft hängen bleibt. Vielleicht bin ich darin naiv, aber für mich gibt es "Forumsdichten" in dieser Form nicht und Ferdis Texte habe ich noch nie als Maßregelung empfunden.
Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)
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Renée Lomris
Liebe Flora,
vielleicht darin besteht dieser real existierende, riesengroße Unterschied zwischen dir und mir ... ich habe da bestimmt zu sehr verallgemeinert.
Ich stelle mir vor, dass du zu den Menschen gehörst, die viel Vorarbeit lesiten, bevor sie etwas an die Öffentlichkeit geben. Obwohl ich eine solche Vorgehensweise für die sinnvollere halte, ist es mir nicht möglich, diese "vernünftige" Methode anzuwenden und das hat nichts mit narzistischem Ausdruckszwang zu tun (oder wenigstens nicht nur) - würde ich länger abwarten, länger Herumfeilen, ... Das geht einfach nicht. Und ich bin entschlossen, die kommenden Jahre so an meinen Texten zu arbeiten, wie es mir möglich ist. Intensiv, aber die Übereilheit zulassend.
Das mit den Maßreelungen hat bestimmt eine ähnliche Erklärung ... das entspricht einer inneren Instanz die der eine hat, der andere nicht. Es ist nicht schlecht, das einmal angesprochen zu haben ...
Die Frage ist jetzt nur, was kommt bei unseren Texten heraus? Entsteht etwas, sowohl bei Dir als auch bei mir, was einigermaßen in unserem kleinen Rahmen stand hät: Ich weiß nicht mehr, wie diese Diskussion zustande kam, jedenfalls sollte es uns ein wenig weiter bringen, nicht nur, was unsere Arbeitsmethode betrifft, sondern auch, was das Ergebnis der angewandten Methode betrifft.
liebe Grüße
Renée
vielleicht darin besteht dieser real existierende, riesengroße Unterschied zwischen dir und mir ... ich habe da bestimmt zu sehr verallgemeinert.
Ich stelle mir vor, dass du zu den Menschen gehörst, die viel Vorarbeit lesiten, bevor sie etwas an die Öffentlichkeit geben. Obwohl ich eine solche Vorgehensweise für die sinnvollere halte, ist es mir nicht möglich, diese "vernünftige" Methode anzuwenden und das hat nichts mit narzistischem Ausdruckszwang zu tun (oder wenigstens nicht nur) - würde ich länger abwarten, länger Herumfeilen, ... Das geht einfach nicht. Und ich bin entschlossen, die kommenden Jahre so an meinen Texten zu arbeiten, wie es mir möglich ist. Intensiv, aber die Übereilheit zulassend.
Das mit den Maßreelungen hat bestimmt eine ähnliche Erklärung ... das entspricht einer inneren Instanz die der eine hat, der andere nicht. Es ist nicht schlecht, das einmal angesprochen zu haben ...
Die Frage ist jetzt nur, was kommt bei unseren Texten heraus? Entsteht etwas, sowohl bei Dir als auch bei mir, was einigermaßen in unserem kleinen Rahmen stand hät: Ich weiß nicht mehr, wie diese Diskussion zustande kam, jedenfalls sollte es uns ein wenig weiter bringen, nicht nur, was unsere Arbeitsmethode betrifft, sondern auch, was das Ergebnis der angewandten Methode betrifft.
liebe Grüße
Renée
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