bewilligte paradiese

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
Albunea

Beitragvon Albunea » 01.04.2011, 14:40

bewilligte paradiese

das schöne der bewilligten paradiese:
dosengier und signifikanten
lallen ( like hölderlin) abgefüllte
damen in suspekter pose
träumen in milch fettfreie flausen unter
der frustgrenze
in schmollmondnächten: fit for fantasy
das rauschen der aquafilter wellen all
chi long
licht jogging feenfaktor zehn
hinter der himmelsgardine mit dem
käthchensaum von heil
bronn sah ich in löchriger optik
zwischen den jeans schwarze
strümpfe und mieder
waren gleiten
ein dress you up
script
golden wie der schmuddelige gral
der paarship algorithmen

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Ylvi
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Beitragvon Ylvi » 02.04.2011, 09:08

Hallo Albunea,

erst mal herzlich Willkommen im Salon! Ich wünsche dir eine schöne Zeit hier. (Wenn du dich vorstellen magst, kannst du im Café einen Faden eröffnen.)

Dieses Gedicht hat sprachklanglich einen guten Zug und Rhythmus, und eigenwillige und schöne Ideen auch in der Sprachmischung. Inhaltlich kann ich aber noch kein richtiges Gefühl dafür entwickeln und steh noch ein wenig auf dem Schlauch. Dadurch wirkt es auf mich so, als hätten die Sprachspielereien stellenweise eine Eigendynamik entwickelt und sich darin erschöpft.

Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)

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leonie
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Beitragvon leonie » 02.04.2011, 18:18

Liebe Albunea,

auch von mir ein herzliches Willkommen.

Flora hat ziemlich gut beschrieben, wie es auch mir mit Deinem Text geht. Auf der einen Seite finde ich manche Ideen
faszinierend, auf der anderen Seite scheint mir aber, ich stehe auch auf dem Schlauch.

Liebe Grüße

leonie

Max

Beitragvon Max » 02.04.2011, 22:00

Liebe Albunea,

auch ich begrüße Dich herzlich im Salon.

Für mich funktioniert der Text auf der Ebene des Sprachgebrauchs und des Rhythmus. Die Alliterationen bringen mich dazu, den Text immer weiter zu lesen, auch wenn mein Kopf zwischendurch fragt: Hast Du alles verstanden? Und ich habe nicht ...
Inhaltlich könte der Text oder könnte ich also noch ein wenig stärker werden ...
Liebe Grüße
Max

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Eule
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Beitragvon Eule » 03.04.2011, 12:54

Hallo Albunea, der erste Teil des Textes bis zur strukturellenen Zäser bei "chi long" gefällt mir wegen der ungewöhlichen und ironischen Bilder sehr gut.
Im zweiten Teil bleibt er aber irgendwie an Käthchen hängen und entwickelt sich nicht weiter um danach in einer fast banale, negative Quintessenz zu enden. Da sehe ich noch Bearbeitungspotential. ;-)
Ein Klang zum Sprachspiel.


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