o.T.

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
Xanthippe
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Beitragvon Xanthippe » 05.02.2011, 13:55

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ferdi
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Beitragvon ferdi » 07.02.2011, 12:38

Hallo Xanthippe!

Ich muss gestehen, dass mich dieses Gedicht etwas erschlägt. Ich bekomme keinen roten Faden hinein, was natürlich auch daran liegt, dass ich spätestens in Z5 dem Satzbau nicht mehr folgen kann...

Wenn ich mir was wünschen dürfte, wären es vermutlich einige Leerzeilen, oder auch gerne andere Ordnungsmöglichkeiten - Satzzeichen etwa ;-)

Am Ende fände ich es einleuchtender, das "Seil" zwischen "Sehnen" und "gescheitert" zu haben: als wollte man vom Sehnen her ein Seil / bis ins Gescheitert spannen. Oder so...

Auf jeden Fall freue ich mich, etwas gereimtes von dir lesen zu dürfen :-)

Ferdigruß!
Schäumend enthüpfte die Woge den schöngeglätteten Tannen. (Homer/Voß)

Xanthippe
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Beitragvon Xanthippe » 07.02.2011, 16:31

ich finde es ganz außerordentlich liebenswürdig, dass du überhaupt etwas sagst zu diesem "werklein", ich finde es reichlich mißlungen, und wenn ich ehrlich bin fürchte ich, dass auch satzzeichen keine lösung wären. es war tatsächlich ein versuch zu reimen, was fehlt ist die aussage. mal sehen, ob noch etwas daraus werden kann...

Quoth
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Beitragvon Quoth » 07.02.2011, 22:59

Hallo, Xanthippe,
das mit dem Reimen hat die Tücke, dass es den Reimer, die Reimerin leicht irgendwohin entführt, wohin er/sie gar nicht wollte. Sollte Dir das hier passiert sein? Die Tücke kann sich freilich unvermittelt als Chance entpuppen, wenn man nämlich im Vorschlag des Reimworts eine ungeahnte Bedeutungssteigerung entdeckt ...
Elizabeth Bishop hat ein (für meine Begriffe sehr schönes) Gedicht über Verlust und Scheitern zusammengereimt, das ich als Übersetzungsvorschlag eingestellt habe. Vielleicht mag sich jemand darauf einlassen - wobei die beiden Vielfachreime im Deutschen kaum nachahmbar sein dürften.
Gruß
Quoth
Barbarus hic ego sum, quia non intellegor ulli.

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Eule
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Beitragvon Eule » 08.02.2011, 22:38

Hallo Xanthippe, der Text enthält starke, interessante Bilder, aber auch viel Pathos, er wirkt wie eine Klage über ein "großes" Menschheitsthema in einem kleinen Einzelschicksal, und dieses perspektivische Pendeln wirkt daher zuerst ein wenig rhetorisch.

Zeile 1+2: Die Frage am Beginn klingt schon nach einer "Anrufung", nach Rätselsprache, der "Kahlschlag aller Träume" ist ein ähnlich totales, symbolisches Bild für persönliches Scheitern und die Suche nach Lebenssinn.

Dann wird die Sprache individueller, das lI macht deutlich, das trotz aller guten Gegengründe der Vernunft die Persönlichkeit des Einzelnen gefragt ist, sich mit seinem Schicksal auseinanderzusetzen.

Begreift man den Text als Versuch, eine entsprechende Lebenssituation verallgemeinernd zu beschreiben, macht die sprachliche Gestaltung wieder Sinn, und auch die Suche des Einzelnen nach einem "allgemeinen Sinnrahmen" ist sicher ein menschliches Phänomen. Trotzdem bleibt bei mir, nach dem Lese- und Interpretationsvergnügen, ein kleines Fragezeichen zu dieser Unstimmigkeit, dieser Diskrepanz zwischen Inhalt und Form stehen.
Ein Klang zum Sprachspiel.

Xanthippe
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Beitragvon Xanthippe » 10.02.2011, 09:51

Hallo Arne,

ich glaube mit den Anhaltspunkten, die mir deine Interpretation liefert, kann ich vielleicht doch noch etwas machen aus diesem Scheitern.
Danke dafür.


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