im archiv
risse
trennen
gestern von der gegenwart
was wichtig war das
haben all die jahre
blass geschmirgelt
worte zeichen alles
übermalt
mit rätselhaftem aquarell
im archiv
-
Herby
Liebe Amanita,
mich wundert, dass dieser Text noch kein Echo hervorgerufen hat, ich finde ihn nämlich in seiner Bildhaftigkeit sehr interessant. Er lässt mich an Menschen denken, die sich selbst verloren haben, aus welchen Gründen auch immer.
Ich kämpfe nur noch mit der folgenden Stelle:
Zum einen will ich hier jedesmal instinktiv eine klassische dreistufige Klimax lesen, die es aber meiner Meinung nach nicht ist (und es ja auch keinesfalls sein muss
), zum anderen finde ich das Wort "alles" irgendwie seltsam hilflos am Ende dieser Reihung. Aber vielleicht war ja gerade dieser Eindruck der Hilflosigkeit, der Fassungslosigkeit angesichts des Allumfassenden, der Totalität der "Übermalung" von dir intendiert.
Insgesamt ein leiser, nüchtern bilanzierend-resignativer, sehr nachhallender Text über das Archiv des Lebens.
Sehr gerne gelesen.
Herzlichst,
Herby
mich wundert, dass dieser Text noch kein Echo hervorgerufen hat, ich finde ihn nämlich in seiner Bildhaftigkeit sehr interessant. Er lässt mich an Menschen denken, die sich selbst verloren haben, aus welchen Gründen auch immer.
Ich kämpfe nur noch mit der folgenden Stelle:
Amanita hat geschrieben:worte zeichen alles
Zum einen will ich hier jedesmal instinktiv eine klassische dreistufige Klimax lesen, die es aber meiner Meinung nach nicht ist (und es ja auch keinesfalls sein muss
), zum anderen finde ich das Wort "alles" irgendwie seltsam hilflos am Ende dieser Reihung. Aber vielleicht war ja gerade dieser Eindruck der Hilflosigkeit, der Fassungslosigkeit angesichts des Allumfassenden, der Totalität der "Übermalung" von dir intendiert. Insgesamt ein leiser, nüchtern bilanzierend-resignativer, sehr nachhallender Text über das Archiv des Lebens.
Sehr gerne gelesen.
Herzlichst,
Herby
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