Allgäuer Herbsttrilogie I

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
Herby

Beitragvon Herby » 21.11.2010, 22:18

Allgäuer Herbsttrilogie
(Von Rehen und anderen Fluginsekten)

I

Wie fern ist mir die laute Welt,
schau ich vom Tal auf Bergeshöhen.
Das Laub ist gülden, grün die Matten,
ein Wegkreuz grüßt im Waldesschatten,
ich kann mich gar nicht satt dran sehen.
Ein wack’rer Landmann pflegt sein Feld.

Leise wogend steht der Tann,
in den, leicht saisonal verbittert,
das scheue Reh entweichen kann,
wenn es um seine Teile* zittert.
Mein Herz trinkt aus der Schönheit Fülle,
nur um mich rum, da stinkt’s nach Gülle.

(* vorzugsweise Rücken und Keule)

Herby

Beitragvon Herby » 30.11.2010, 18:56

Hi Stefan,

hab Dank für deine Ausführungen, durch die ich den Widerspruch, den du ansprachst, jetzt besser verstehen kann. Das ist sicher bei jedem Leser anders, und das ist ja auch gut so. Vor Satire hab ich großen Respekt, einen guten satirischen Text bei ausgewogenem Einsatz der entsprechenden Mittel zu schreiben, halte ich für sehr schwer. Damit hab ich so meine eigenen Erfahrungen gemacht... :smile:

Liebe Mucki, werther Tom,

ihr seid es ja selbst Schuld ... ;-)

Doch Tom, deine Antwort hat mich ganz besonders gefreut, weiß ich doch um dein etwas gebrochenes Verhältnis zu gereimter Lyrik. :engel:

Lieben Gruß,
Herby


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