Auslöser für diesen Text war das Wort der letzten Woche: unterwegs!
[align=right]x-beliebi:x
ich bekenne ich erschlu:x
unterwε:x im unterwu:x
neben einem heckenbux
und zwar wegen trickbetru:x
ich hing fest im schlinggewäx
meines kissenüberzu:x
daher dieser tintenklex
folge langen schlafentzu:x
ich erschlu:x und daraus wu:x
etwas reichlich neunmalklu:x
dazu mit dem kümmerwu:x
eines einzelblatteinzu:x
ich verwarf es da durchschlu:x
die gesamte schaltmatrix
meines kettenflaschenzu:x
mittels eines kruzifix
am appendix war noch nix
balsamiert mit leichenwax
dazu fehlten ein paar klix
vorbehaltlich räucherlax
ewig wäxt der tubifex
auf dem grund des tankerwrax
unten ohne safersex
oben ohne oropax
dies ist kein moralkodex
gänzlich bar des sinnbezu:x
nur der schwache schreitreflex
eines instrumentenflu:x[/align]
[u:] langes u wie in kuchen
[ε:] langes e wie in keks
[i:] langes i wie in pieks
x-beliebi:x
Liebe Fenestra,
kommt so lieb daher und ist doch recht anarchisch.
Die zweite Stimme, der begleitende "basso ostinato", lenkt mich manchmal vom Verstehen der Wörter ab bzw. macht sie sogar unverständlich. An sich eine gute Idee, dem Ganzen so einen Grundrhythmus zu geben.
Gruß
Quoth
kommt so lieb daher und ist doch recht anarchisch.
Die zweite Stimme, der begleitende "basso ostinato", lenkt mich manchmal vom Verstehen der Wörter ab bzw. macht sie sogar unverständlich. An sich eine gute Idee, dem Ganzen so einen Grundrhythmus zu geben.
Gruß
Quoth
Barbarus hic ego sum, quia non intellegor ulli.
Ich finde die Vertonung einfach klasse, die Idee mit der Hintergrundrhythmusstimmung verleiht dem ganzen nicht nur einen Rhythmus, sondern auch Witzigkeit! Ich mag deine Projekte wirklich sehr!
liebe Grüße,
Lisa
liebe Grüße,
Lisa
Vermag man eine Geschichte zu erzählen, die noch nicht geschehen ist?
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.
Lieber Quoth - die Stimme lieb, der (Hinter-)Sinn anarchisch also!
Wenn die Verständlichkeit bei dir durch die hinterlegte Stimme gelitten hat, kanns eventuell auch an deinen Boxen liegen, das hatten wir schon einmal. Aber selbst wenn einige Silben verschluckt würden, fände ich es nicht so schlimm - ist bei modernen Songs meist so. ;)
Liebe Gabriella, liebe Lisa,
freu mich sehr, dass es euch gefällt!
Wenn die Verständlichkeit bei dir durch die hinterlegte Stimme gelitten hat, kanns eventuell auch an deinen Boxen liegen, das hatten wir schon einmal. Aber selbst wenn einige Silben verschluckt würden, fände ich es nicht so schlimm - ist bei modernen Songs meist so. ;)
Liebe Gabriella, liebe Lisa,
freu mich sehr, dass es euch gefällt!

Hallo fenestra,
hab zwar wegen zu schwacher Lautsprecherstärke des Computers, an dem ich im Moment sitze, die von dir aufgenommene Version akkustisch zwar nicht so ganz (vor allem in den Zwischentönen) nicht ganz verstehen könnnen, aber das Gehörte hat mir gefallen, sie ist ein spielerisches, experementierfreudiges Experiment, für so was bin ich zu haben, passt gut zum um Text, find ich, hat ne eigene Melodie, es ist witzig, die gewählte Form erinnert mich an eine Hörfunksendung aus meiner Kindheit, wie die damals hieß, weiss ich nicht mehr, aber die ging immer so los, mit ....hm hm hm hm...und das gesungen, es sollte irgendwie die Stimme eines Morgen-Osterhasens darstellen, und in diesen Gesang hinein erzählte dann der Erzähler aberwitzige Geschichten....daran erinnert mich diese von dir aufgenommene "Zweitstimme".
Namaste, Stefan
hab zwar wegen zu schwacher Lautsprecherstärke des Computers, an dem ich im Moment sitze, die von dir aufgenommene Version akkustisch zwar nicht so ganz (vor allem in den Zwischentönen) nicht ganz verstehen könnnen, aber das Gehörte hat mir gefallen, sie ist ein spielerisches, experementierfreudiges Experiment, für so was bin ich zu haben, passt gut zum um Text, find ich, hat ne eigene Melodie, es ist witzig, die gewählte Form erinnert mich an eine Hörfunksendung aus meiner Kindheit, wie die damals hieß, weiss ich nicht mehr, aber die ging immer so los, mit ....hm hm hm hm...und das gesungen, es sollte irgendwie die Stimme eines Morgen-Osterhasens darstellen, und in diesen Gesang hinein erzählte dann der Erzähler aberwitzige Geschichten....daran erinnert mich diese von dir aufgenommene "Zweitstimme".
Namaste, Stefan
Hallo, Stefan,
soso, ein singender Morgenosterhase kommt bei dir aus der Versenkung hervor - interessant, was Töne alles auslösen können! Ich freu mich, dass dir meine Intonation gefällt - es reizt mich bei der Vertonung immer, dem Geschriebenen irgend etwas Neues hinzuzufügen.
Danke fürs Zuhören!
fenestra
soso, ein singender Morgenosterhase kommt bei dir aus der Versenkung hervor - interessant, was Töne alles auslösen können! Ich freu mich, dass dir meine Intonation gefällt - es reizt mich bei der Vertonung immer, dem Geschriebenen irgend etwas Neues hinzuzufügen.
Danke fürs Zuhören!
fenestra
Hallo fenestra,
wollt eigentlich schon vor ein paar Tagen kurz noch was zu deiner Antwort schreiben, aber im Moment ist bei mir alles so - fliegend - und ich hätts auch heute nicht mehr gefunden, wenn ich mich nicht des Wortes Experimentelles erinnert hätte....
Das war sozusagen wie ein Eingebungsblitz, ich wollte mal kurz dieses ´Danke´ da wegzaubern.
Es ist doch das ganze Forum im Grunde ein Gemeinschaftsprojekt, stell dir bloß vor, da kommunizieren auch welche miteinander, die sonst kein Wort miteinander reden würden, mein Wort drauf
,
dieser Begriff (der da mit dem `gemein...` sein) geht mir schon seit Wochen durch den Sinn, du schreibst etwas Experimentelles und dem Reiz, bei der Vertonung dem Geschriebenen etwas Neues hinzufügen, dem du hier glücklicherweise unterlegen bist, find ich total bereichernd, das sind eben so die Dinge, die mir Freude machen, und glaub mir, in letzter Zeit mach ich alles (was nicht von mir verlangt wird) aus Freude.
Diese fünf Buchstaben (Dora, Anton und ihre drei ungenannten Freunde) müsste ich jetzt ja auch hinter deine Kreativität setzen, aber gerade das will ich ja nicht. Aber es ist schon so zu verstehen.
....ps: das mit dem Morgenosterhase war übrigens komisch, der kam das ganze Jahr über durch das Programm gehoppelt (vielleicht nur nicht an Ostern) es war (für mich Kind) ne echt subversive Hörsendung, denn er geisterte ja immer morgens (nachts!) um fünf Uhr durch den Äther, eine absolut verbotene Zeit, da hätten nämlich kleine Kinder zu schlafen gehabt. Vielleicht wars ja auch bloß ne geniale Idee des Hörspielleiters/der Hörspielleiterin, denn zu dieser Zeit liegen nämlich die Eltern meist noch ziemlich erschöpft in den Kissen und mit diesem kleinen Zeittrick lassen sich möglich aufkeimende Zensurwünsche Erwachsener doch wunderbar umgehen..
Namaste, Stefan
wollt eigentlich schon vor ein paar Tagen kurz noch was zu deiner Antwort schreiben, aber im Moment ist bei mir alles so - fliegend - und ich hätts auch heute nicht mehr gefunden, wenn ich mich nicht des Wortes Experimentelles erinnert hätte....
Das war sozusagen wie ein Eingebungsblitz, ich wollte mal kurz dieses ´Danke´ da wegzaubern.
Es ist doch das ganze Forum im Grunde ein Gemeinschaftsprojekt, stell dir bloß vor, da kommunizieren auch welche miteinander, die sonst kein Wort miteinander reden würden, mein Wort drauf
,dieser Begriff (der da mit dem `gemein...` sein) geht mir schon seit Wochen durch den Sinn, du schreibst etwas Experimentelles und dem Reiz, bei der Vertonung dem Geschriebenen etwas Neues hinzufügen, dem du hier glücklicherweise unterlegen bist, find ich total bereichernd, das sind eben so die Dinge, die mir Freude machen, und glaub mir, in letzter Zeit mach ich alles (was nicht von mir verlangt wird) aus Freude.
Diese fünf Buchstaben (Dora, Anton und ihre drei ungenannten Freunde) müsste ich jetzt ja auch hinter deine Kreativität setzen, aber gerade das will ich ja nicht. Aber es ist schon so zu verstehen.
....ps: das mit dem Morgenosterhase war übrigens komisch, der kam das ganze Jahr über durch das Programm gehoppelt (vielleicht nur nicht an Ostern) es war (für mich Kind) ne echt subversive Hörsendung, denn er geisterte ja immer morgens (nachts!) um fünf Uhr durch den Äther, eine absolut verbotene Zeit, da hätten nämlich kleine Kinder zu schlafen gehabt. Vielleicht wars ja auch bloß ne geniale Idee des Hörspielleiters/der Hörspielleiterin, denn zu dieser Zeit liegen nämlich die Eltern meist noch ziemlich erschöpft in den Kissen und mit diesem kleinen Zeittrick lassen sich möglich aufkeimende Zensurwünsche Erwachsener doch wunderbar umgehen..
Namaste, Stefan
Zuletzt geändert von jondoy am 11.10.2010, 17:24, insgesamt 1-mal geändert.
jondoy hat geschrieben:Hallo fenestra,
wollt eigentlich schon vor ein paar Tagen kurz noch was zu deiner Antwort schreiben, aber im Moment ist bei mir alles so - fliegend - und ich hätts auch heute nicht mehr gefunden, wenn ich mich nicht des Wortes Experimentelles erinnert hätte....
Das war sozusagen wie ein Eingebungsblitz, ich wollte mal kurz dieses ´Danke´ da wegzaubern.
Es ist doch das ganze Forum im Grunde ein Gemeinschaftsprojekt, stell dir bloß vor, da kommunizieren auch welche miteinander, die sonst kein Wort miteinander reden würden, mein Wort drauf,
dieser Begriff (der da mit dem `gemein...` sein) geht mir schon seit Wochen durch den Sinn, du schreibst etwas Experimentelles und dem Reiz, bei der Vertonung dem Geschriebenen etwas Neues hinzufügen, dem du hier glücklicherweise unterlegen bist, find ich total bereichernd, das sind eben so die Dinge, die mir Freude machen, und glaub mir, in letzter Zeit mach ich alles (was nicht von mir verlangt wird) aus Freude.
Diese fünf Buchstaben (Dora, Anton und ihre drei ungenannten Freunde) müsste ich jetzt ja auch hinter deine Kreativität setzen, aber gerade das will ich ja nicht. Aber es ist schon so zu verstehen.
....ps: das mit dem Morgenosterhase war übrigens komisch, der kam das ganze Jahr über durch das Programm gehoppelt (vielleicht nur nicht an Ostern) es war (für mich Kind) ne echt subversive Hörsendung, denn er geisterte ja immer morgens (nachts!) um fünf Uhr durch den Äther, eine absolut verbotene Zeit, da hätten nämlich kleine Kinder zu schlafen gehabt. Vielleicht wars ja auch bloß ne geniale Idee des Hörspielleiters/der Hörspielleiterin, denn zu dieser Zeit liegen nämlich die Eltern meist noch ziemlich erschöpft in den Kissen und mit diesem kleinen Zeittrick lassen sich möglich aufkeimende Zensurwünsche Erwachsener doch wunderbar umgehen..![]()
Namaste, Stefan
stell dir bloß vor, da kommunizieren auch welche miteinander, die sonst kein Wort miteinander reden würden, mein Wort drauf
Da hast du wahrscheinlich Recht! Es ist eine Gemeinschaft des Gebens und Nehmens, darin liegt auch für mich ein großer Reiz!
Wenn bei dir alles gerade so fliegend ist - vielleicht kannst du dieses Lebensgefühl ja mal in Texte umsetzen? Das fände ich sehr spannend!
Liebe Grüße
fenestra
fünf Texte in drei jahren. siebenhundert beiträge.
das ist meine bilanz hier im Blauen Salon. ich hab grad nachgesehen. irgendwie echt paradox. 
das komische dabei ist, ich bin in dieser Zeit richtig selbstbewusst geworden. ich könnte schreiben, wenn ich wollte, aber ich will noch nicht. das, was mir hier so viel bringt, ist etwas ganz anderes, als die anderen hier machen, ich kann das vielleicht so beschreiben, ich bin ein Schwamm, der möglichst viele Eindrücke in mich aufnimmt, ich vergleiche alle Sprachen, die hier gesprochen werden, und natürlich auch andere Sprachen, die ich in Büchern lese, das ist für mich wie Textarbeit, aber im stillen, und dann höre ich in mich hinein, was meine Sprache ist, wie ich mich ausdrücken will,
ich hab noch nie einen Workschop besucht, und auch noch nie eine Autorenlesung (doch eine Ausnahme, die war in Bremen, da hab ich allerdings mehr die Temperamente der Vortragenden beobachtet
), damit bin ich hier im Forum vielleicht auch einzigartig, und in mir drin ist schon alles ziemlich weit gediehen, ich fühl mich schon kurz vorm Platzen, vorm Schreiben, ich merk schon, ich könnte manchmal richtig loslegen...
am anfang, als ich erstmals die gelegenheit bekam, überhaupt einen virtuellen Literatursalon zu erleben (also vor dem Salon hier) kamen mir die autoren vor wie riesen, ich kam mir richtig klein vor, aber dann wurden sie mit der Zeit vor mir immer kleiner, ich merkte im Laufe der Jahre, dass jede Person nur eine einzelne Stimme ist, nicht mehr und nicht weniger, und das ist überhaupt nicht herabwertend von mir gemeint, im Gegenteil, positiv, denn
damit rückt jede Aussage vor meinem inneren auge ins richtige, reale Verhältnis, selbst wenn die jeweilige Stimmen von Freunden des Autors/der Autorin, (gleich, ob der/die jetzt welt- oder gar forumsberühmt ist
) protagiert werden oder nicht, das tun ja auch Journalisten, profimäßig, doch auch jede(r) journalistIn, egal wie oft er/sie in den Medien schreibt, ist in Wirklichkeit nur eine einzelne Stimme und selbst goethe und varguitas llosa, der so wilde (derb und zwischendrin wieder total poesievolle) geschichten erzählt (ein südamerikaner mit Temperament
) sind nur einzelne Stimmen, diese erkenntnis hat mich richtig unabhängig gemacht, ich fühl mich als absolut eigenständige Meinung, und dieser innere Abstand hat mir wiederum zurück in eine große Nähe zum Blauen Forum gebracht, auch wieder so paradox
, das ist ungemein wichtig für mein Schreiben, das ist für mich geradezu die Grundbedingung für eigenes Schreiben, ob der Rest (die Umsetzung) jemals kommt (ich hab auch meine eigenen Ansprüche, die ich vielleicht zu hoch ansetze), weiss ich nicht, und auch Textarbeit ist nicht mein Ding, schreiben lernt man nur durch das Schreiben, sagt die Gegenmeinung, und das lass ich auch gerne gelten, doch bei mir ist das vielleicht anders.
Das mit dem Fliegen ist auch anders, was ihr euch vermutlich vorstellt. Bin schwer erkrankt, doch paradoxerweise geht es mir - gut, natürlich nicht immer, aber überraschend gut. Ich genieße die schwere Zeit. Das ist richtig verrückt.
Und mir noch wichtig, noch was zu fenestras Satz: "Es ist eine Gemeinschaft des Gebens und des Nehmens, darin liegt für mich ein großer Reiz." Das kann ich unterschreiben.
Ansonsten lass ich es mir im Moment gut gehen,
meine Prioritäten sind im Moment (situationsbedingt) überhaupt nicht auf das Schreiben ausgerichtet, das mach ich im Moment nur (....selbst wenn ich mit `Drogen` vollgepumpt bin) so nebenbei aus Freude
. Jeder Tag hat bei mir eine andere Farbe. Das mein ich jetzt ganz metaphorisch.
Ich weiss nicht, ob das euch jetzt enttäuscht oder hoffnung macht.
ps: Heut hab ich zum ersten Mal fenestras Auffnahme mit allen Zwischentönen hören können!
Die ist ja noch schräger als ich geahnt habe
Namaste, Stefan
das ist meine bilanz hier im Blauen Salon. ich hab grad nachgesehen. irgendwie echt paradox. 
das komische dabei ist, ich bin in dieser Zeit richtig selbstbewusst geworden. ich könnte schreiben, wenn ich wollte, aber ich will noch nicht. das, was mir hier so viel bringt, ist etwas ganz anderes, als die anderen hier machen, ich kann das vielleicht so beschreiben, ich bin ein Schwamm, der möglichst viele Eindrücke in mich aufnimmt, ich vergleiche alle Sprachen, die hier gesprochen werden, und natürlich auch andere Sprachen, die ich in Büchern lese, das ist für mich wie Textarbeit, aber im stillen, und dann höre ich in mich hinein, was meine Sprache ist, wie ich mich ausdrücken will,
ich hab noch nie einen Workschop besucht, und auch noch nie eine Autorenlesung (doch eine Ausnahme, die war in Bremen, da hab ich allerdings mehr die Temperamente der Vortragenden beobachtet
), damit bin ich hier im Forum vielleicht auch einzigartig, und in mir drin ist schon alles ziemlich weit gediehen, ich fühl mich schon kurz vorm Platzen, vorm Schreiben, ich merk schon, ich könnte manchmal richtig loslegen...am anfang, als ich erstmals die gelegenheit bekam, überhaupt einen virtuellen Literatursalon zu erleben (also vor dem Salon hier) kamen mir die autoren vor wie riesen, ich kam mir richtig klein vor, aber dann wurden sie mit der Zeit vor mir immer kleiner, ich merkte im Laufe der Jahre, dass jede Person nur eine einzelne Stimme ist, nicht mehr und nicht weniger, und das ist überhaupt nicht herabwertend von mir gemeint, im Gegenteil, positiv, denn
damit rückt jede Aussage vor meinem inneren auge ins richtige, reale Verhältnis, selbst wenn die jeweilige Stimmen von Freunden des Autors/der Autorin, (gleich, ob der/die jetzt welt- oder gar forumsberühmt ist
) protagiert werden oder nicht, das tun ja auch Journalisten, profimäßig, doch auch jede(r) journalistIn, egal wie oft er/sie in den Medien schreibt, ist in Wirklichkeit nur eine einzelne Stimme und selbst goethe und varguitas llosa, der so wilde (derb und zwischendrin wieder total poesievolle) geschichten erzählt (ein südamerikaner mit Temperament
) sind nur einzelne Stimmen, diese erkenntnis hat mich richtig unabhängig gemacht, ich fühl mich als absolut eigenständige Meinung, und dieser innere Abstand hat mir wiederum zurück in eine große Nähe zum Blauen Forum gebracht, auch wieder so paradox
, das ist ungemein wichtig für mein Schreiben, das ist für mich geradezu die Grundbedingung für eigenes Schreiben, ob der Rest (die Umsetzung) jemals kommt (ich hab auch meine eigenen Ansprüche, die ich vielleicht zu hoch ansetze), weiss ich nicht, und auch Textarbeit ist nicht mein Ding, schreiben lernt man nur durch das Schreiben, sagt die Gegenmeinung, und das lass ich auch gerne gelten, doch bei mir ist das vielleicht anders. Das mit dem Fliegen ist auch anders, was ihr euch vermutlich vorstellt. Bin schwer erkrankt, doch paradoxerweise geht es mir - gut, natürlich nicht immer, aber überraschend gut. Ich genieße die schwere Zeit. Das ist richtig verrückt.

Und mir noch wichtig, noch was zu fenestras Satz: "Es ist eine Gemeinschaft des Gebens und des Nehmens, darin liegt für mich ein großer Reiz." Das kann ich unterschreiben.
Ansonsten lass ich es mir im Moment gut gehen,
meine Prioritäten sind im Moment (situationsbedingt) überhaupt nicht auf das Schreiben ausgerichtet, das mach ich im Moment nur (....selbst wenn ich mit `Drogen` vollgepumpt bin) so nebenbei aus Freude
. Jeder Tag hat bei mir eine andere Farbe. Das mein ich jetzt ganz metaphorisch. Ich weiss nicht, ob das euch jetzt enttäuscht oder hoffnung macht.
ps: Heut hab ich zum ersten Mal fenestras Auffnahme mit allen Zwischentönen hören können!
Die ist ja noch schräger als ich geahnt habe
Namaste, Stefan
hallo stefan,
ich kann es leider noch nicht hören, das klangerlebnis von fenestra, aber ich wollte gerne loswerden, dass mich das, was du über dich und deine entwicklung als schreibender mensch geschrieben hast, sehr berührt hat (das klingt immer so blöd, so unecht, wie kann man das denn ehrlicher sagen?). diesen weg von einem, der die großen für unerreichbar hält zu einem zwerg der sich auf die schultern dieser riesen stellt, den glaube ich wiederzuerkennen.
und verrückt sein ist fast immer gut, weil es neue perspektiven eröffnet.
jedenfalls hört sich das alles sehr lebendig an und voller kraft.
ich wünsche dir alles gute
xanthi
ich kann es leider noch nicht hören, das klangerlebnis von fenestra, aber ich wollte gerne loswerden, dass mich das, was du über dich und deine entwicklung als schreibender mensch geschrieben hast, sehr berührt hat (das klingt immer so blöd, so unecht, wie kann man das denn ehrlicher sagen?). diesen weg von einem, der die großen für unerreichbar hält zu einem zwerg der sich auf die schultern dieser riesen stellt, den glaube ich wiederzuerkennen.
und verrückt sein ist fast immer gut, weil es neue perspektiven eröffnet.
jedenfalls hört sich das alles sehr lebendig an und voller kraft.
ich wünsche dir alles gute
xanthi
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