Der Cthulhu-Zyklus, Episode 4.6: Alles Essig

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Mnemosyne
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Beitragvon Mnemosyne » 03.09.2026, 21:43

Der Herd ist aus. Kein Zweifel. Ich sehe jeden einzelnen Drehknopf noch einmal genau an. Alle auf 0. Ich lasse sie nicht aus den Augen, während ich mich rückwärts zur Küchentür bewege. Noch mal kriegt er mich damit nicht!

Auf der Wohnzimmercouch hat Cthulhu mein Telefon mit so vielen Fangarmen umschlungen, dass es aussieht, als wäre es in ein Schlangennest gefallen. Irgendwie bleibt trotzdem noch ein gutes Dutzend Tentakel frei, die hektisch über den Bildschirm zu fliegen. Er ist so vertieft, dass er nicht bemerkt, wie ich mich anschleiche. Das ist meine Chance, denke ich mir, greife zu und ziehe das Telefon aus der Umschlingung.

So hatte ich es mir zumindest vorgestellt. Tatsächlich bleiben einige Arme mit den Saugnäpfen hartnäckig am Bildschirm haften. Immerhin kann ich einen Blick auf Cthulhus letzte Nachrichten erhaschen. Offenbar befindet er sich im Austausch mit einer Dame namens Mandy. Seine letzte Nachricht an sie ist mit meinem Namen unterschrieben. Sie lautet:

"Mein mächtiger Cthulhu freut sich schon auf dich".

Ich schlage die Hände über dem Kopf zusammen. "Das ... sowas kannst Du doch nicht schreiben!"

"Warum das denn nun schon wieder nicht? Hast Du nicht gesagt, es sei in Beziehungen wichtig, offen und ehrlich zu kommunizieren?"

"Ja, schon, aber ..."

Ich kriege einen Finger auf den Bildschirm, und Mandys Profil ploppt auf. Sie trägt einen blonden Zopf und eine Bomberjacke, bezeichnet sich als "stolze Patriotin" und ist auf der Suche nach "echten Kerlen – keine Gutmenschen, Ausländer, Weicheier oder Typen mit Schoßhündchen (Pit-Bulls sind ok)".

"Du hast recht", erwidere ich schnell. "Offenheit ist wichtig. Mach nur so weiter." Je schneller er sie los wird, desto besser. "Aber diese Formulierung ist etwas ... nun ja ... missverständlich."

Cthulhu zuckt verständnislos mit den Tentakeln. "Missverständlich?" Er schaut auf seine Nachricht. "Mir scheint sie ziemlich klar. Was glaubst Du denn, was jemand bei >mein mächtiger Cthulhu< denken könnte?"

Aufrichtigkeit kommt in diesem Fall wohl nicht infrage.
"Tja, öhm...", stammele ich, während ich krampfhaft versuche, an rosa Elefanten zu denken, was mich aber doch wieder nur dazu bringt, an Rüssel zu denken.

"Was denkst Du denn da für ein wirres Zeug zusammen?", beschwert sich Cthulhu. "Davon wird einem ja ganz schwindlig! Raus mit der Sprache."

Das hat mir die nötige Zeit zum Nachdenken verschafft. Souverän erwidere ich: "Tentakel"

Die Fangarme bleiben unbewegt. Das geht auch nicht anders, weil die Mehrzahl sich weiterhin mit meiner rechten Hand ein Tauziehen um das Telefon liefert.

"Wo Du gerade davon sprichst – ich mag es nicht, wenn man mich am Bart zieht!"

Rasch lasse ich los. Mit etwas Glück ist er dann wieder so mit seiner Dating-App beschäftigt, dass er die Sache vergisst. Gespannt warte ich auf Cthulhus nächsten Worte.

"Geh dir die Haare waschen!", sagt er. "Und räum die Wohnung auf!"

Mein Kalkül scheint aufgegangen zu sein. Andererseits...

"Was soll das denn jetzt?"

"Du hast in einer halben Stunde ein Date."

"Was?", stammle ich. "Wie? Wo? Wann?" Ich verstumme kurz, bis mir die entscheidende Frage einfällt: "Mit wem?"

"Ein Date, wie ich schon sagte.", antwortet Cthulhu. Hier. In einer halben Stunde. Mit Mandy. Jetzt räum auf."

Cthulhu starrt weiterhin auf mein Telefon. Das lenkt zumindest soweit ab, dass ich mir ein paar unbeobachtete Gedanken machen kann.

"Alles klar.", sage ich nach einigen Augenblicken, "Ich bringe dann erst mal den Müll runter." Damit schnappe ich mir den zu einem knappen Drittel gefüllten Papierkorb und verlasse das Wohnzimmer. Im Flur greife ich mir noch schnell einen Schraubenzieher. Dann verlasse ich die Wohnung. Und versuche, möglichst wenig daran zu denken, was ich gerade tue. Man weiß ja nie, wann er zuhört.

Eine halbe Stunde später höre ich das Schellen der Türklingel. Ich bin mir nicht sicher, ob Cthulhu es mitbekommt. Der hat inzwischen wieder die volle Kontrolle über das Smartphone zurückgewonnen; in den roten Glasaugen spiegeln sich, soweit ich sehen kann, vier parallele Chatverläufe. Besser so. So ist ihm ziemlich sicher entgangen, dass das Klingeln aus der Wohnung unter mir kam. Kein Wunder – als ich unten war, habe ich die Klingelschilder vertauscht. Wer jetzt bei mir klingelt, landet bei meinem Nachbarn. Und das Treppenhaus ist ziemlich hellhörig.

"Hast Du was gedacht?" Die roten Augen schauen zur Hälfte über den Rand des Telefons zu mir herüber.

"Es hat geklingelt," erwidere ich sachlich, stehe auf und eile zur Wohnungstür. "Hallo?" sage ich zum Schein in die ausgeschaltete Gegensprechanlage. Währenddessen höre ich, wie mein Nachbar den Summer betätigt und die Wohnungstür öffnet. Mist. Ich hatte darauf gehofft, dass er, wie so oft, nicht zuhause ist. Wieder spüre ich Cthulhus erwartungsvollen Blick auf mir.

"Ja, genau", sage ich schnell in die Anlage. "Cool, das Du da bist!"

Schritte auf der Treppe. Dann mein Nachbar: "Hallo Hübsche! Komm herein!"

Unten höre ich eine Stimme, die zu Mandy gehören dürfte, nach meinem Namen fragen. Verdammt. Gerade überlege ich, schnell in die Küche zu laufen und mich zur Abschreckung mit Essigessenz einzureiben (aber wie kriege ich den Geruch dann wieder aus der Wohnung?!), als ich die Erwiderung höre:

"Höhö, nö, aber glaub mir, was der kann, kann ich zweimal – und länger."
Die Tür wird geschlossen. Stille im Treppenhaus. Ich staune. Offenbar war das überzeugend.

"Was ist denn nun?!", fragt Cthulhu vom Sofa aus. "Wo bleibt dieses Candy?"

"Mandy," korrigiere ich, um mir Zeit zu verschaffen. Gleichzeitig überlege ich fieberhaft, was ich sagen soll.

"Mir egal, schmeckt eh alles gleich! Also, was ist nun?"

"Was soll denn sein?" Dumm stellen geht immer. Aber auch nicht ewig.

Die Tentakel schießen wie Pfeilspitzen auf mich zu. "Wo ist das Ding hin, das gerade an der Tür geklingelt hat?"

"Ach so, DAS." Soweit wie möglich an der Wahrheit bleiben, schießt es mir durch den Kopf. "Die ist wieder gegangen."

"WAS? WARUM? WOHIN?"

"Das... " Mir fällt es wie Schuppen von den Augen. Cthulhu hat keine Ahnung davon, wie Dating funktioniert. Im Grunde kann ich erzählen, was ich will. Ich versuche mein Glück. "Das ist ganz normal beim ersten Date. Man klingelt, und dann geht man wieder. Die Wohnung betritt man frühestens beim ... dritten Treffen."

"Ach so. Na dann." Cthulhu wendet seinen Blick wieder dem Smartphone zu. Unwillkürlich frage ich mich, ob ihm das nicht doch etwas seltsam vorkommt.

"Auch nicht seltsamer als Kleidung. Oder Haare. Oder ... wie heißen diese komischen Dinger noch mal, die euch vormachen, ihr wärt jemand anders??

"Öhm..." Kurz bin ich ratlos. Dann fällt mir ein, dass Cthulhu gestern kurz in einem reich illustrierten Buch über Neuroanatomie gelesen -- und dann mit dem Vermerk "appetitanregend" ins Regal zurück gestellt -- hat. "Spiegelneuronen?" rate ich.

"Genau die. Also, spätestens seit ich von denen gehört habe, wundert mich bei euch gar nichts mehr."

Ich muss aufpassen, was ich denke, denke ich, ehe mir auffällt, dass ich das jetzt besser nicht hätte denken sollen. Zum Glück ist Cthulhu längst wieder in seinen zahlreichen Chats versunken. Ich nehme mir Die Kunst des Liebens aus dem Regal und beginne zu lesen. Bis auf gelegentliche Nachfragen – u.a. fragt er nach einem "charmanten" Weg, sich nach dem Vorhandensein schwer verdaulicher Metallteile im Körper sowie der Blutgruppe zu erkundigen – verbringe ich die nächsten Minuten in konzentrierter Lektüre.

Dann klingelt es.

"Ah," sagt Cthulhu. "Das dürfte ... " Er zögert und wischt auf dem Display herum – "Chantal sein."

"Moment mal -- Du hast zwei Dates für denselben Abend organisiert?" Ich überlege, ob ich auf dem Weg zur Tür unbemerkt in die Küche und an die Essigessenz gelangen könnte, als ich höre, wie von unten der Summer ertönt und die Haustür sich öffnet. Anscheinend erledigt sich dieses Problem gerade genau wie das erste.

"Nein," erwidert Cthulhu.

Ich verstumme.

"Ist was?" Die roten Augen wenden sich mir zu.

"Nichts besonderes," gebe ich zurück. Ich versuche nur gerade, aus diesem offenkundigen Widerspruch von Fakten und Behauptung schlau zu werden."

"Ach so. Na dann viel Glück."

Es klingelt. Damit wäre das zumindest geklärt.

"Es sind drei Dates?"

Der Summer ertönt.

"Genau."

"Was zum Henker soll es, drei Dates für einen Abend einzuladen?"

"Du hast dir doch am Montag auch zwei Pizzen bestellt. Und danach noch eine indische Reispfanne."

Von der das meiste noch da ist und jetzt im Gefrierschrank liegt, denke ich. Bei den Resten der Bestellungen von Sonntag, Freitag und Dienstag.

"Das solltest Du übrigens mal aufbrauchen," sagt Cthulhu. "Ich brauche jetzt auch mal etwas Platz im Gefrierfach."

Während ich noch versuche, nicht darüber nachzudenken, was er damit will, klingelt es erneut.

Lauter als zuvor. Näher. Kein Zweifel – diesmal ist es meine Klingel.

Ich ertappe mich bei der Frage, ob ich schon einmal vier Gerichte an einem Abend bestellt habe. Dabei schaue ich Cthulhu mit hochgezogenen Augenbrauen an.

Der zuckt mit den Tentakeln. "Keine Ahnung, wer das ist." Er kratzt sich mit einem Tentakel die Stirn. "Ich kann mich nur an drei erinnern. Kann aber gut sein, dass ich welche vergessen habe. Was soll's -- je mehr, desto besser."

Vermutlich etwas Harmloses, denke ich. Der Postbote. Oder ein Trickbetrüger, der mir einen Glasfaservertrag andrehen will. Diesmal schalte ich die Gegensprechanlage wirklich ein.

"Hallo?"

"Hi, hier ist Rosalinde," kommt es zurück.

Ehe ich recht darüber nachdenken kann, hat mein Finger den Summer betätigt. Die Haustür öffnet sich und fällt wieder ins Schloss. Schrittgeräusche auf der Treppe, die vor meiner Wohnungstür enden. Es wird eng.

Die Essigessenz, schießt es mir durch den Kopf, doch da haben meine Hände die Wohnungstür bereits geöffnet.

Vor mir steht eine junge Frau im Camouflage-Top mit zwei geflochtenen blonden Zöpfen und schaut mich missmutig an.

"Bist Du Siggi?", fragt sie, und schaut dabei auf ein Bild auf ihrem Telefon. Die will offenbar zu meinem Nachbarn.

"Nein," antworte ich, "der wohnt eine Etage tiefer."

Zumindest will ich das antworten, als Cthulhu sich einschaltet. So sage ich stattdessen.

"Ja."

Rosalinde schaut mich an.

"Du bist ja voll der Lauch. Keine Tattoos. Und Du hast Haare," stellt sie dann fest. Sie wendet sich ab. Dann dreht sie sich noch einmal um. "Ein Mann ohne Muskeln – das geht echt gar nicht." Damit schlägt sie mir die Tür vor der Nase zu.

"Da hat sie recht," ertönt Cthulhus Stimme in meinem Kopf. "Ohne Muskeln kann ein Mann wirklich nicht gehen. Einige versuchen es trotzdem, nachdem man ihnen die Muskeln abgenagt hat. Sieht lustig aus." Er hält inne. "Aber wer war das eigentlich?"

"Was meinst Du?"

"Die war an der Wohnungstür. Ich dachte, beim ersten Treffen klingelt ihr nur und geht dann wieder."

"Aber sie wollte ja gar nicht zu mir, sondern zu meinem Nachbarn."

"Na und?"

"Naja, vielleicht hat sie sich mit dem ja schon mal getroffen. Dann war es nicht das erste Date."

Cthulhu überlegt. "Und warum weiß sie dann nicht, wie er aussieht?"

"Weil man sich beim ersten Date doch nicht sieht," behaupte ich standhaft. "Man klingelt doch nur und geht dann wieder."

Cthulhu schweigt. Das scheint geklappt zu haben. Trotzdem beschließe ich, noch einen draufzusetzen.

"Außerdem sehen Menschen ja eh alle gleich aus."

"Das stimmt." Cthulhu wirkt nun endgültig überzeugt. "So winzig, wie ihr seid, ist es wirklich schwierig, euch auseinanderzuhalten." Pause. "Von außen jedenfalls."

Es klingelt.

Ich denke schon gar nicht mehr darüber nach, bei wem. Ohne ein weiteres Wort gehe ich in die Küche, schnappe mir die Essig-Essenz und verlasse die Wohnung. Im Treppenhaus leere ich die ganze Flasche über mir aus. Dann gehe ich die Treppe herunter.

Das Zeug brennt wie Sau. Wenigstens den Kopf hätte ich aussparen können. Als ich die Haustür öffne, bin ich schon halb blind. Nach allem, was ich erkennen kann, steht dort ein stämmiger Kerl mit einem Fahrradhelm. Könnte aber genauso gut ein Alien sein.

"Die Nachrichten an Sie habe nicht ich geschrieben, sondern ein gemeingefährliches Plüschtier mit Welteroberungsfantasien." sage ich in Richtung der Silhouette. Wenn es darum geht, Leute loszuwerden, ist bisweilen selbst die Wahrheit von Nutzen. "Ich bin nicht an einem Treffen mit Ihnen interessiert. Von einem Kennenlerntreffen mit dem Plüschtier rate ich dringend ab. Es tut mir leid, dass Sie sich umsonst herbemüht haben."

Die Silhouette ist inzwischen nur noch ein verschwommener Fleck. Der scheint einige Schritte zurückzuweichen. Vermutlich der Geruch. Aber sie geht nicht weg.

"Pizza Salami für vier Personen," sagt der Fleck. "Macht 42,50€."

"Wie bitte?" Mir liegt auf der Zunge, dass die Bestellung unmöglich für mich sein kann, weil ich erstens Veganer und zweitens nur einer bin. Zum Glück fällt mir noch rechtzeitig ein, für wen die Pizza ist. Und dass es wohl besser ist, wenn jetzt niemand bei meinem Nachbarn klingelt und sich über falsche Klingelschilder beschwert, während ich vor Essigessenz triefend daneben stehe. Nicht, dass mir an der guten nachbarschaftlichen Beziehung viel gelegen wäre. Aber meine Wohnung möchte ich schon gerne behalten.

"Ach so," sage ich, und öffne in meinem Portemonnaie. Ein Glück, dass ich das immer in der Hosentasche habe. Nach einigem Kramen taste ich Papier. Geldscheine, vermute ich. Ich krame drei davon hervor und halte sie dem Fleck hin. "Stimmt so."

"Vielen Dank." Die Stimmlage lässt mich ahnen, dass das Trinkgeld mehr als üppig war. Dunkel meine ich, mich daran zu erinnern, zuletzt vier Fünfziger und einen Zwanziger gehabt zu haben. "Aber Ihre Einkaufsliste behalten Sie besser."

Kurz darauf deponiere ich den Pizzakarton vor der Tür meines Nachbarn. Den Geräuschen aus dem Inneren nach scheinen alle Beteiligten sich gut zu amüsieren. Im dritten Versuch erwische ich die Türklingel, dann stolpere ich die Treppe hinauf. Ich bin gerade außer Sichtweite, als die Tür aufgeht.

"Ah, die Pizza ist da," höre ich meinen Nachbarn sagen. "Aber keiner dabei?! Naja, hätte eh kein Trinkgeld gegeben. So Jobs machen fast nur Ausländer."

Damit schließt sich die Tür.

"Ich habe nachgedacht," sagt Cthulhu, als ich ins Wohnzimmer zurückkehre. "So geht das nicht weiter. Dein Äußeres ist offenbar ungeeignet, Personen anzuziehen, die als Kultisten infrage kommen. Wir werden erst mal den Bewuchs auf deinem Kopf entfernen. Dann solltest du auch so ein Bild im Gesicht haben. Und ein paar Narben."

"Hervorragende Idee," erwidere ich ohne zu zögern. "Lass uns gleich überlegen, was wir sonst noch so an mir ändern müssen. Soll ich dir vorher noch eine Tasse von dem zappelnden grünen Zeug warm machen, dass Du so gerne trinkst?"

"Au ja!" Die Tentakel werfen Wellen. "Am Besten für zwei Minuten auf Stufe 3, dann ist es angenehm temperiert und man kann es noch wimmern hören, während man es trinkt."

"Mach ich," entgegne ich, und gehe Richtung Küche. Auf halbem Weg drehe ich mich noch einmal um. "Ah, kann ich dafür kurz mein Telefon haben? Um die Zeit zu stoppen, meine ich."

Ohne zu zögern überlässt mir Cthulhu mein Telefon. Schnell verziehe ich mich damit in die Küche.

Ping. Ping. Ping. Nachricht von Dragan. Nachricht von Achim. Nachricht von Sandy. Ich wähle die von Sandy aus: „Moin, mein mächtiger Monstermann!“, lese ich.

Nach kurzem Zögern lege ich zwei Scheiben Käse und drei Jalapenos auf den Bildschirm.

Kurz darauf dröhnt Cthulhus Stimme in meinem Kopf.

"Moment mal. Die Mikrowelle hat doch selber einen Timer. Wozu brauchst Du da das Telefon?"

Ein Glück, denke ich, dass er das erst jetzt gemerkt hat, wo von dem Timer an der Mikrowelle bereits 2 der 10 Minuten abgelaufen sind. Da wird wohl nie wieder irgendjemand das Telefon zu etwas brauchen können. Denn das befindet sich drin.

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