Im Urlaub
Verfasst: 07.09.2014, 09:59
Ich stand an der langsamsten der drei Schlangen, ganz rechts, fragte mich schon, warum ich die
langsamste erwischen musste, spielte mit dem Gedanken, zu einer der zwei anderen zu wechseln, da kam auf einmal dieser Mann auf mich zu und sagte zu mir, ich soll mitkommen, wir gingen also an der Kontrolle vorbei, er hieß mich, auf einer kleinen Bank Platz zu nehmen, nahm meinen Pass und entfernte sich, kam nach wenigen Sekunden zurück und schleuste mich durch andere Wartende in die freie Empfangshalle, wobei er mir leicht zuzwinkerte, was für mich auf einmal ein klares Signal war, es war nicht mein gebrechliches Aussehen, was diesen Beamten dazu veranlasst hatte, mich an den restlichen Wartenden vorbei bevorzugt zu behandeln, umsonst hatte ich mir eingebildet, ich sehe irgendwie wichtig aus, an Mitleid wollte ich nicht denken, nun, da nahm mich dieser Beamte hinter eine Marmorsäule und ich zog einen Geldschein aus meinem europäischen Portemonnaie, er betrachte ihn mit einem verachtenden Blick und zeichnete mit seinem Fingen eine Doppelzahl an der Säule, eine internationale Nummer, soviel wollte ich nicht geben, ich verdoppelte mein ursprüngliches Angebot und er nahm es an, er nahm die gewachsene Ziffer in die Hand mit einer Mischung aus Verachtung und Resignation.
Das anschließende lange Warten auf das Erscheinen meines Rosakoffers auf dem Förderband hatte mich nicht überrascht, jeder rechnet damit in solchen Ländern. Aber ich hatte schon Schlimmeres erlebt.
Die Fahrt durch die Landschaft zum endgültigen Zielort dauerte so lange wie der Flug. Olivenbäume.
Im Aufzug gab ich dem Kofferjungen einen Geldschein. Zimmer mit Blick zum Pool, wo eine Blondine auf einer Ente ritt. Ich setzte mich in der Bar am Pool, ein junger Schwarzer fragte mich, was ich trinken wollte, ein Bier, sagte ich, da lachte er und sagte, er sei kein Kellner sondern der Animateur. Danach ging ich zum Restaurant zum Mittagessen, der Kofferjunge war jetzt Kellner.
Ein privater Weg führte zum Strand. Ich trank noch ein Bier in der Bar dort, etwas rustikaler.
Nach dem Abendessen (sehr scharf), ging ich zur Poolbar. Vor dem Abendessen hatte ich in einer anderen, intimeren Bar einen Aperitif zu mir genommen, alles kostenlos.
Es wurde lustig an der Bar am Pool mit den Animateuren, sie haben hier ihre Hochburg. Ein Animateur brachte einen Kreisel zum Tanzen, er hatte einen stummen Jungen als Gehilfe.
Die Tanzdarbietung war klasse, ich bekam Lust, mich auch so zu bewegen.
langsamste erwischen musste, spielte mit dem Gedanken, zu einer der zwei anderen zu wechseln, da kam auf einmal dieser Mann auf mich zu und sagte zu mir, ich soll mitkommen, wir gingen also an der Kontrolle vorbei, er hieß mich, auf einer kleinen Bank Platz zu nehmen, nahm meinen Pass und entfernte sich, kam nach wenigen Sekunden zurück und schleuste mich durch andere Wartende in die freie Empfangshalle, wobei er mir leicht zuzwinkerte, was für mich auf einmal ein klares Signal war, es war nicht mein gebrechliches Aussehen, was diesen Beamten dazu veranlasst hatte, mich an den restlichen Wartenden vorbei bevorzugt zu behandeln, umsonst hatte ich mir eingebildet, ich sehe irgendwie wichtig aus, an Mitleid wollte ich nicht denken, nun, da nahm mich dieser Beamte hinter eine Marmorsäule und ich zog einen Geldschein aus meinem europäischen Portemonnaie, er betrachte ihn mit einem verachtenden Blick und zeichnete mit seinem Fingen eine Doppelzahl an der Säule, eine internationale Nummer, soviel wollte ich nicht geben, ich verdoppelte mein ursprüngliches Angebot und er nahm es an, er nahm die gewachsene Ziffer in die Hand mit einer Mischung aus Verachtung und Resignation.
Das anschließende lange Warten auf das Erscheinen meines Rosakoffers auf dem Förderband hatte mich nicht überrascht, jeder rechnet damit in solchen Ländern. Aber ich hatte schon Schlimmeres erlebt.
Die Fahrt durch die Landschaft zum endgültigen Zielort dauerte so lange wie der Flug. Olivenbäume.
Im Aufzug gab ich dem Kofferjungen einen Geldschein. Zimmer mit Blick zum Pool, wo eine Blondine auf einer Ente ritt. Ich setzte mich in der Bar am Pool, ein junger Schwarzer fragte mich, was ich trinken wollte, ein Bier, sagte ich, da lachte er und sagte, er sei kein Kellner sondern der Animateur. Danach ging ich zum Restaurant zum Mittagessen, der Kofferjunge war jetzt Kellner.
Ein privater Weg führte zum Strand. Ich trank noch ein Bier in der Bar dort, etwas rustikaler.
Nach dem Abendessen (sehr scharf), ging ich zur Poolbar. Vor dem Abendessen hatte ich in einer anderen, intimeren Bar einen Aperitif zu mir genommen, alles kostenlos.
Es wurde lustig an der Bar am Pool mit den Animateuren, sie haben hier ihre Hochburg. Ein Animateur brachte einen Kreisel zum Tanzen, er hatte einen stummen Jungen als Gehilfe.
Die Tanzdarbietung war klasse, ich bekam Lust, mich auch so zu bewegen.